RollAMA 2025: Protein bleibt Wachstumstreiber im Lebensmittelhandel
RollAMA 2025: Protein bleibt Wachstumstreiber im Lebensmittelhandel
Fleischkonsum wächst weiter, Bio im All-Time-High, Spitzenreiter im Einkaufwagen
PROTEIN BLEIBT 2025 DER BESTIMMENDE ERNÄHRUNGSTREND IN ÖSTERREICH: DIE AKTUELLEN DATEN AUS DEM ROLLAMA-HAUSHALTSPANEL ZEIGEN DEUTLICHE ZUWÄCHSE BEI PROTEINREICHEN MILCHPRODUKTEN, EIN ERNEUTES ÜBERRASCHENDES PLUS BEI FLEISCH, UND EIN BIO-ALLZEITHOCH. ZUGLEICH LIEFERN BUTTER, GOUDA UND ERDÄPFEL EIN KLARES BILD DER BELIEBTESTEN PRODUKTE IHRER KATEGORIEN IM EINKAUFSWAGEN.
„Die RollAMA-Zahlen zeigen sehr deutlich, dass Protein für viele Konsumentinnen und Konsumenten zu einem zentralen Ernährungsthema geworden ist. Dabei geht es nicht um ein Entweder-oder: Tierische und pflanzliche Produkte finden gleichermaßen ihren Platz im Einkaufswagen und spiegeln die vielfältigen Ernährungsgewohnheiten der Haushalte wider“, sagt AMA-Marketing-Geschäftsführerin Christina Mutenthaler-Sipek.
PROTEIN-TREND: TIERISCH UND PFLANZLICH HALTEN SICH DIE WAAGE
Die aktuellen Daten aus dem RollAMA-Haushaltspanel bestätigen den Trend zu proteinreicher Ernährung. Dazu gehören tierische wie auch manch pflanzliche Lebensmittel. Auf Basis der im RollAMA-Warenkorb erfassten Produkte, vorrangig Grundnahrung und Frischwaren, halten sich pflanzliche und tierische Erzeugnisse mengenmäßig in etwa die Waage. Für tierische Lebensmittel wird aufgrund höherer Grundpreise insgesamt jedoch mehr ausgegeben (Chart 1 und 2).
HIGH-PROTEIN-PRODUKTE TREIBEN DAS WACHSTUM
Im tierischen Bereich zeigten sich 2025 deutliche Zuwächse bei besonders proteinreichen und proteinangereicherten Lebensmitteln. Dazu zählen zahlreiche Milchprodukte wie etwa Skyr, das produktionstechnisch ein Frischkäseerzeugnis ist, aber wie Naturjoghurt verwendet wird. Fast 50.000 Tonnen Skyr und Naturjoghurt wurden 2025 gekauft, um 12 Prozent mehr als noch 2024. Ähnlich stark wuchs Cottage Cheese, von dem mehrere High-Protein-Produkte eingeführt wurden. Der vielseitig verwendbare Frischkäse ist fixer Bestandteil vieler Rezepte der schnellen, gesunden Küche. Innovationen im Bereich Getränke auf Milch- und Joghurtbasis führten zu einem Mengenwachstum von drei Prozent in dieser Kategorie (Chart 3).
FLEISCH LEGT WIEDER ZU, EIER SETZEN AUFWÄRTSTREND FORT
Entgegen dem längerfristigen Trend wurde 2025 wieder etwas mehr Fleisch gekauft (+1,6 % gesamt). Die beiden bedeutendsten Fleischarten, Schweinefleisch und Hühnerfleisch, verzeichneten ein Absatzplus von rund drei bis nahezu fünf Prozent. Eier haben ihren positiven Trend der vergangenen Jahre fortgesetzt und legten 2024 um fast zwei Prozent zu (Chart 3).
PFLANZLICHE ALTERNATIVEN WACHSEN ZWEISTELLIG
Auch pflanzliche Alternativen sind Proteinquellen, nicht nur für Personen, die sich vegan ernähren. Die Einkaufsmenge stieg in den vergangenen Jahren kontinuierlich, zuletzt um 14 Prozent. Die Ausgaben erhöhten sich um sechs Prozent auf rund 120 Millionen Euro.
Besonders dynamisch entwickelten sich die Einkäufe von pflanzlichen Drinks, während pflanzliche Fleischalternativen weniger stark zulegten. Mehr als die Hälfte der Haushalte kaufte zumindest gelegentlich pflanzliche Ersatzprodukte; gemessen am Gesamtmarkt bleibt ihr Anteil jedoch weiterhin gering (Charts 4 und 5).
„Bemerkenswert ist, dass der Fleischkonsum im Jahr 2025 wieder leicht zugenommen hat. Gleichzeitig sehen wir weiterhin eine starke Nachfrage nach hochwertigen Produkten und nach Eiweißquellen generell, von Fleisch über Milchprodukte bis zu pflanzlichen Alternativen“, so Mutenthaler-Sipek.
BIO ERREICHT ALL-TIME-HIGH
Neben dem Proteintrend stehen Bioprodukte wieder hoch im Kurs. Die Einkaufsmengen stiegen um 2,3 Prozent, die Ausgaben um 6,5 Prozent. Der Ausgabenanteil von Bio-Lebensmitteln erreichte mit knapp 12 Prozent ein All-Time-High. Die inflationsbedingte Kaufzurückhaltung der vergangenen beiden Jahre ist damit überwunden. Die Erfolgsgeschichte von Bio setzt sich damit fort (Chart 6-7).
In den meisten Bio-Warengruppen sind Zuwächse zu verzeichnen. Besonders deutlich fällt die Entwicklung bei Mehl aus: Der wertmäßige Bio-Anteil stieg hier auf 30 Prozent. Auch bei Fleisch wurde ein neuer Höchstwert erreicht, der Bio-Anteil liegt erstmals bei über acht Prozent (Chart 8).
BUTTER GEWINNT KLAR GEGENÜBER MARGARINE
Ein zentrales Grundnahrungsmittel ist Butter, und zwar mit Margarine als pflanzlicher Alternative. 2025 ging das „Match“ klar an die Butter. Ihr Mengenanteil stieg von 67 auf fast 70 Prozent, was einem Plus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Gleichzeitig gingen die Margarine-Einkäufe um sieben Prozent zurück (Chart 9). Zudem wurde Butter deutlich günstiger: Die durchschnittlichen Preise sanken von rund 10,50 Euro pro Kilogramm im vierten Quartal 2024 auf 8,20 Euro pro Kilogramm im Vergleichszeitraum 2025 (Chart 10).
GOUDA FÜHRT DAS KÄSERANKING AN
Das Ranking der Top-10-Käsesorten im Lebensmittelhandel wird von Gouda angeführt. Fast ebenso beliebt sind Streichkäse auf Gervaisbasis und Mozzarella. Auch klassische „Löcherkäse“ wie Großlochkäse und Emmentaler zählen zu den Favoriten (Chart 11).
ERDÄPFEL UND ROGGENMISCHBROT AN DER SPITZE
Im Obst- und Gemüseregal führen Erdäpfel mit großem Abstand die Rangliste an. Dahinter folgen Tomaten, Zwiebeln und Karotten. Bei Obst stehen Bananen, Äpfel und Orangen am Podest, dicht gefolgt von Melonen und Weintrauben (Charts 12 und 13).
Im Brotsegment wird im Lebensmittelhandel inklusive Bäckereien am häufigsten Roggenmischbrot gekauft. Danach folgen American Toast sowie Land- oder Bauernbrot. Im „Körberl“ finden sich neben Semmeln besonders häufig diverses Laugengebäck, Kornspitz und Salzstangerl (Charts 14 und 15).
„Neben neuen Ernährungstrends zeigt RollAMA auch die Stabilität klassischer Lebensmittel: Erdäpfel, Brot oder Käse bleiben feste Bestandteile der heimischen Küche und landen weiterhin regelmäßig im Einkaufswagen“, betont Mutenthaler-Sipek.
Fotos und Charts zum Download finden Sie auf unserer Website im Pressebereich unter https://b2b.amainfo.at/de-at/presse-aktuelles/presse/pressemitteilungen/2026/rollama-2025-protein-bleibt-wachstumstreiber
ÜBER DIE ROLLAMA
Kristijana Lastro
Unternehmenskommunikation
Telefon: +43 50 3151-401
E-Mail: presse@amainfo.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender