Rund 1,085 Milliarden Euro für Vorarlberg: Mobilitätspaket stärkt Bahn, Straße und Innovation
Rund 1,085 Milliarden Euro für Vorarlberg: Mobilitätspaket stärkt Bahn, Straße und Innovation
Hanke/Wallner/Matthä/Hufnagl: Umfassende Infrastrukturinvestitionen sichern Mobilität, Wirtschaft und Lebensqualität im Westen Österreichs
Mit einem Investitionsvolumen von rund 1,085 Milliarden Euro bis 2031 setzen der Bund sowie die beiden Infrastrukturunternehmen ÖBB und ASFINAG ein starkes Zeichen für eine moderne, leistungsfähige und zukunftsfitte Mobilität in Vorarlberg. Im Rahmen einer Pressekonferenz am ÖBB Container Cargo Terminal in Wolfurt präsentierte Mobilitätsminister Peter Hanke gemeinsam mit Landeshauptmann Markus Wallner, ÖBB-CEO Andreas Matthä sowie ASFINAG-Vorstandsdirektor Hartwig Hufnagl die zentralen Eckpunkte des Infrastrukturprogramms. Die Investitionen kommen direkt bei den Menschen und Betrieben in der Region an – und stärken Vorarlberg als Wirtschafts-, Logistik- und Lebensraumstandort im Herzen Europas. Im Jahr 2026 investieren ÖBB und ASFINAG zusammen 172 Millionen Euro in Infrastrukturprojekte in Vorarlberg.
Mobilitätsminister Peter Hanke: „Vorarlberg ist einer der dynamischsten Wirtschaftsräume Österreichs – und liegt an einer der bedeutendsten Verkehrsachsen Europas. Mit diesen Investitionen in Schiene, Straße und intelligente Infrastruktur schaffen wir bessere Verbindungen für die Menschen, stärken die heimische Wirtschaft und setzen auf kluge Steuerung der Verkehrsströme. Moderne Mobilität bedeutet, alle Verkehrsträger gemeinsam zu denken – und genau das tun wir hier in Vorarlberg.“
MODERNE INFRASTRUKTUR FÜR DEN WESTEN ÖSTERREICHS
Vorarlberg ist Knotenpunkt im Dreiländereck zwischen Österreich, Deutschland und der Schweiz und gleichzeitig Heimat exportorientierter Industriebetriebe von internationalem Rang. Eine leistungsfähige Infrastruktur ist Grundvoraussetzung, um den hohen Anforderungen an Mobilität, Logistik, Sicherheit und Nachhaltigkeit gerecht zu werden. Das Mobilitätspaket verfolgt einen integrierten Ansatz: Zielgerichtete Investitionen in den öffentlichen Verkehr, die Modernisierung des Straßennetzes und intelligente Verkehrssteuerung schaffen gemeinsam bessere Mobilität, weniger Staus und entlasten Anrainergemeinden spürbar.
Landeshauptmann Markus Wallner: „Eine leistungsfähige und vernetzte Mobilität sichert einerseits den Wirtschaftsstandort Vorarlberg. Andererseits ist sie auch Grundlage der Attraktivität unserer Region und des Wohlstands unsere Bevölkerung“, betont Landeshauptmann Wallner. „Um diese Mobilität bestmöglich zu gewährleisten, ist eine integrale Verkehrspolitik gefordert, die auf eine leistungsfähige Infrastruktur und nachhaltige Konzepte im Personen- und Güterverkehr aufbaut. Dazu gehören mittelfristig auch Straßenbauprojekte wie eine Erweiterung der Autobahn-Anschlussstelle Wolfurt-Lauterach und die S 18.“
SCHWERPUNKT BAHN: KAPAZITÄT, KOMFORT UND GÜTERLOGISTIK
Die ÖBB setzen 2026 ihre Modernisierungsoffensive in Vorarlberg mit gezielten Maßnahmen fort – von der Optimierung zentraler Haltestellen bis hin zur massiven Kapazitätssteigerung im Güterverkehr. Die ÖBB investiert 2026 insgesamt 80 Millionen Euro, bis 2030 sind es 530 Millionen.
ÖBB-CEO Andreas Matthä: „Investitionen in die Bahn sorgen im ganzen Land für eine Verbesserung des öffentlichen Verkehrs und stärken den Wirtschafts- und Tourismusstandort. Eine moderne und leistungsfähige Infrastruktur ist die Grundlage unserer Lebensqualität und unseres Wohlstands.“
GÜTERTERMINAL WOLFURT: DAS LOGISTIK-HERZ DES WESTENS
Der Container Cargo Terminal (CCT) Wolfurt ist die zentrale Güterverkehrsdrehscheibe für die Vorarlberger Wirtschaft. 2026 startet die technische Umsetzung für den ferngesteuerten Betrieb der Kräne, ein dritter Portalkran ist bereits bestellt. Im Endausbau wird die Kapazität um 76 Prozent auf 454.000 Tonnen pro Jahr gesteigert – ein klares Bekenntnis zur Verlagerung von Gütertransporten auf die umweltfreundliche Schiene und zur Stärkung heimischer Industriebetriebe.
HALTESTELLE BREGENZ HAFEN: MODERNISIERUNG AM BODENSEE
Mit rund 4.000 Fahrgästen täglich zählt Bregenz Hafen zu den meistgenutzten Haltestellen des Landes. Die Verlängerung des Bahnsteigs auf 220 Meter schafft die Voraussetzung für längere Züge und mehr Kapazität. Eine neue großzügige Unterführung mit Liftanlage erhöht Sicherheit und Komfort für Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrende – und beseitigt Wartezeiten vor geschlossenen Bahnschranken. Die gewählte Lösung schont dabei gezielt die wertvollen Naherholungsbereiche am Bodenseeufer.
STRECKENMODERNISIERUNG FELDKIRCH–BUCHS UND NEUE HALTESTELLE FELDKIRCH-TOSTERS:
Eine umfassende Strecken- und Brückensanierung auf dem Abschnitt Feldkirch–Buchs bringt ab Oktober 2026 eine neue Haltestelle Feldkirch-Tosters in Betrieb – mit optimaler Anbindung an das Landeskrankenhaus Feldkirch.
ZWEIGLEISIGER AUSBAU KLOSTERBOGEN / BLUDENZ:
Im Frühjahr wird der Abschluss des UVP-Verfahrens für den zweigleisigen Ausbau der Osteinfahrt des Bahnhofs Bludenz erwartet. Der Baustart ist zum Jahreswechsel geplant. Durch den verlängerten Kreuzungsbereich wird die Fahrplanstabilität auf der gesamten Arlbergachse deutlich verbessert.
BAHNHOF GÖTZIS UND WEITERE MODERNISIERUNGEN
Die Pläne für den Umbau des Bahnhofs Götzis werden noch in diesem Jahr bei der Eisenbahnbehörde eingereicht. Die Bahnhöfe Wolfurt und die Haltestelle Klaus werden noch heuer fertiggestellt. Für die Bahnhöfe Frastanz und Nenzing im Walgau laufen die Planungen bereits.
INTELLIGENTE STRASSENINFRASTRUKTUR: SICHERHEIT, MODERNISIERUNG UND LEBENSQUALITÄT
Die ASFINAG investiert bis 2031 rund 555 Millionen Euro in das Vorarlberger Autobahnnetz – mit dem klaren Fokus auf Sicherheit, Sanierung des Bestands und Entlastung der Anrainerinnen und Anrainer.
ASFINAG-Vorstandsdirektor Hartwig Hufnagl: „Uns als Mobilitätsanbieter ist bewusst, dass der Bodenseeraum ein hochgradig vernetzter, wirtschaftsstarker Raum ist. Leistungsfähigkeit, Sicherheit und Nachhaltigkeit unserer Infrastruktur stehen daher im Mittelpunkt unserer Arbeit. Wir investieren 92 Millionen Euro in diesem Jahr und mehr als eine halbe Milliarde Euro bis 2031.“
2027 steigen die Investitionen auf 111 Millionen Euro.
PFÄNDERTUNNEL: SICHERHEITSTECHNIK AUF DEM NEUESTEN STAND
Seit März 2025 laufen die Sanierungsarbeiten an der Betriebs- und Sicherheitstechnik im Pfändertunnel. Beleuchtung, Verkehrsleiteinrichtungen, Brandmeldeanlage sowie akustisches Tunnelmonitoring werden vollständig erneuert. Die Verkehrsfreigabe ist für Oktober 2026 geplant. Die Arbeiten erfolgen vorwiegend nachts, sodass Beeinträchtigungen für den Tagesverkehr minimiert werden.
ERSTER ASFINAG-RASTPLATZ IN VORARLBERG: WALGAU-SÜD
Seit 2. März laufen die Bauarbeiten für den ersten ASFINAG-Rastplatz in Vorarlberg. In Walgau-Süd entstehen 39 LKW-Stellplätze, 23 PKW-Parkplätze, ein Multifunktionsstreifen für Caravans und Busse, moderne Sanitäranlagen sowie Sitzgruppen, Spielplatz und – wie auf allen ASFINAG-Rastanlagen – ein Trinkwasserbrunnen. Die Fertigstellung ist für März 2027 geplant.
LÄRMSCHUTZ: 28 MILLIONEN EURO FÜR VORARLBERGS ANRAINER
Bis 2031 fließen mehr als 28 Millionen Euro in umfassende Lärmschutzmaßnahmen entlang der A 14. Bereits 2026 und 2027 erhalten Frastanz und Göfis mehr Lärmschutz. 2028 folgen Citytunnel, Weidach und Wolfurt, 2029 Schlins, Nenzing und Bludesch.
S 18 BODENSEE SCHNELLSTRASSE: PLANUNG AUF HOCHTOUREN
Das größte Straßenprojekt im Westen Österreichs befindet sich in intensiver Planungsphase. Nach Abgabe des Vorprojekts 2025 arbeitet die ASFINAG mit Hochdruck an den Grundlagenerhebungen für das UVP-Einreichprojekt. Aufgrund der Komplexität und der notwendigen Abstimmungen mit Land Vorarlberg, der Schweizer Behörde ASTRA und den Standortgemeinden ist von einer Bearbeitungsdauer von drei Jahren auszugehen.
VERKEHRSKONTROLLPLÄTZE UND TELEMATIK FÜR DIE A 14
Aus aktueller Sicht und vorbehaltlich aller Verfahren werden 2028 die seit Längerem geplanten Verkehrskontrollplätze bei Wolfurt und Lauterach umgesetzt. Gleichzeitig wird im Herzen Vorarlbergs eine telematische Einrichtung zur Harmonisierung des Verkehrs auf der A 14 installiert – für mehr Sicherheit und besseren Verkehrsfluss.
HINTERGRUND: INVESTITIONEN ALS MOTOR FÜR WIRTSCHAFT UND BESCHÄFTIGUNG
Die Investitionen von ÖBB und ASFINAG stärken nicht nur die Infrastruktur, sondern wirken direkt in die regionale Wirtschaft: Bauwirtschaft, Planungsbüros, Zulieferbetriebe und Technologieunternehmen profitieren von den Aufträgen. Jeder investierte Euro in öffentliche Infrastruktur schafft heimische Wertschöpfung und sichert Arbeitsplätze – ein zentrales Element des Investitionsansatzes von Mobilitätsminister Hanke, der auf das Herausinvestieren aus der Krise setzt.
LAND VORARLBERG
Landespressestelle Vorarlberg
Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur
Robert Uitz-Dallinger
Telefon: +436648576959
E-Mail: robert.uitz-dallinger@bmimi.gv.at
Website: https://bmimi.gv.at
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