EQS-News: Geschäftsjahr 2025: SBO treibt strategische Neuausrichtung voran – solide Ergebnisse 2025 in herausforderndem Marktumfeld
EQS-News: Geschäftsjahr 2025: SBO treibt strategische Neuausrichtung voran – solide Ergebnisse 2025 in herausforderndem Marktumfeld
EQS-News: SBO AG / Schlagwort(e): Jahresergebnis
Geschäftsjahr 2025: SBO treibt strategische Neuausrichtung voran – solide Ergebnisse
2025 in herausforderndem Marktumfeld
19.03.2026 / 07:00 CET/CEST
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Geschäftsjahr 2025: SBO treibt strategische Neuausrichtung voran – solide Ergebnisse
2025 in herausforderndem Marktumfeld
• Umsatz MEUR 455,3, Marktumfeld geprägt von Investitionszurückhaltung
• EBITDA MEUR 71,0 mit 15,6% Marge, EBIT MEUR 38,5 mit 8,5 % Marge
• Diversifizierung vorangetrieben: Erwerb von 3T Additive Manufacturing, Wachstum
bei Geothermie, Carbon Capture & Storage, Helium- und Lithium-Projekten;
Einstieg in Subsea Flow-Control durch NORSOK-Listing
• Marktexpansion in Wachstumsregionen: Niederlassungen in Saudi-Arabien und
Vietnam ausgebaut, neues Reline- und Vertriebszentrum in Houston
• Dividendenvorschlag EUR 0,75 je Aktie, Ausschüttungsquote 50,0%
Ternitz/Wien, 19. März 2026. SBO hat im Geschäftsjahr 2025 trotz eines zunehmend
anspruchsvollen Marktumfelds ihre strategische Neuausrichtung eingeleitet und
vorangetrieben. Die Diversifizierung in neue Industrien und Technologiefelder, die
Expansion in internationale Wachstumsmärkte und Investitionen in
Technologieführerschaft sowie operative Exzellenz bilden die Basis für künftiges,
profitables Wachstum. SBO lieferte ihre technologischen Lösungen in Zukunftsmärkte
wie Geothermie, Carbon Capture & Storage sowie für Helium- und Lithium-Projekte. Mit
der Übernahme von 3T Additive Manufacturing hat SBO ihre Position im 3D-Metalldruck
weiter gestärkt. Parallel dazu konnte SBO ihre Hochleistungswerkstoffe im Subsea
Flow-Control-Markt erfolgreich einsetzen und ihre Niederlassungen in Saudi-Arabien
und Vietnam ausbauen. Mit diesen Schritten positioniert sich SBO als führender
Anbieter von Hochpräzisionstechnologien für anspruchsvollste Anwendungen über die
Öl- und Gasindustrie hinaus.
SBO hat die Basis für künftiges, nachhaltiges Wachstum weiter gefestigt, obwohl das
Marktumfeld anhaltend herausfordernd war. Ein Überangebot am Ölmarkt,
handelspolitische Unsicherheiten durch die Einführung von neuen Zöllen und ein
niedriger Ölpreis führten zur Investitionszurückhaltung von Kunden und rückläufigen
Bohr- und Komplettierungsaktivitäten. „Um die kurzfristigen Herausforderungen zu
meistern, bleiben unsere operative Exzellenz, Kostendisziplin und das Management der
Industriezyklen zentrale Erfolgsfaktoren. Wir tun, was notwendig ist, und haben
dabei stets die kurz-, mittel- und langfristige Perspektive im Blick. Denn unser
Fokus liegt klar auf der konsequenten Umsetzung unserer Strategie – wir investieren
in Diversifizierung, Marktexpansion und Innovation, um langfristig Wert zu
schaffen“, sagt Klaus Mader, CEO von SBO.
Trotz des schwierigen Umfelds hat SBO Marktchancen ergriffen und durch Kosten- und
Effizienzmanagement solide Ergebnisse 2025 erzielt. Der Umsatz von SBO belief sich
auf MEUR 455,3 (2024: MEUR 560,4, -18,8%). Haupttreiber dieser Entwicklung war die
geringere Kundennachfrage, die durch das Marktumfeld sowie reduzierte
Investitionstätigkeit belastet wurde. Die Zurückhaltung der Kunden schlug sich
insbesondere in der Precision Technology (PT)-Division nieder, während das
Umsatzniveau der Energy Equipment (EE)-Division stabiler blieb. Der niedrigere
Auftragseingang lag im Gesamtjahr bei MEUR 406,3 (2024: MEUR 483,7), davon MEUR 99,2
im vierten Quartal, das somit um rund 10% über dem Jahrestiefpunkt des dritten
Quartals 2025 lag. Der Auftragsbestand zum Jahresende betrug MEUR 89,5 (2024:
MEUR 141,8).
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei MEUR 71,0
(2024: MEUR 101,9). Der Rückgang ist vorrangig auf die geringere Auslastung und das
reduzierte Umsatzniveau in der PT-Division zurückzuführen, wobei gezielte
Kostensenkungsmaßnahmen und Kapazitätsanpassungen den geringeren Umsätzen
entgegenwirkten. Ebenso unterstützten die bereits im Vorjahr eingeleiteten Maßnahmen
in der EE-Division die verbesserte Profitabilität in EE. In Summe betrug die
EBITDA-Marge 15,6% (2024: 18,2%). Das Betriebsergebnis (EBIT) reduzierte sich auf
MEUR 38,5 (2024: MEUR 70,1) mit einer EBIT-Marge von 8,5% (2024: 12,5%). Das
Ergebnis vor Steuern lag bei MEUR 32,7 (2024: MEUR 63,6). Das Ergebnis nach Steuern
erreichte MEUR 23,6 (2024: MEUR 45,3). Das Ergebnis je Aktie (EPS) für 2025 kam auf
EUR 1,50 (2024: EUR 2,88).
Auf Basis des soliden Ergebnisniveaus und der positiven Cash-Generierung wird der
Vorstand der Hauptversammlung eine Dividende von EUR 0,75 je Aktie vorschlagen. Das
entspricht einer Ausschüttungsquote von 50%.
Kapazitätsanpassungen in PT greifen, EE steigert Profitabilität deutlich
Die Precision Technology-Division erzielte 2025 einen Umsatz von MEUR 189,5 (2024:
MEUR 285,3). Das Geschäftsjahr war geprägt von einer geringeren Nachfrage der
SBO-Kunden, die als Folge des herausfordernden Marktumfeldes ihre Investitionen
deutlich reduzierten oder verschoben und sich auf die Wartung und Reparatur
bestehender Tools konzentrierten. Das EBITDA der PT-Division lag bei MEUR 30,6 mit
einer Marge von 16,1% (2024: MEUR 67,0; 23,5%). Mit gezielten Kapazitätsanpassungen
sowie damit verbundenen Kosten- und Effizienzmaßnahmen wurde der negative Einfluss
des Marktumfelds teilweise kompensiert. Das EBIT belief sich auf MEUR 18,0 mit einer
Marge von 9,5% (2024: MEUR 56,7; 19,9%).
Die Energy Equipment-Division erzielte 2025 einen Umsatz von MEUR 265,8 (2024:
MEUR 275,2). Bereinigt um die negativen Wechselkurseffekte aus der Translation lag
der Umsatz im Berichtsjahr bei MEUR 277,9 und damit über dem Vorjahresniveau (+1%).
Ausschlaggebend für die Entwicklung waren neue Produkteinführungen,
Marktanteilsgewinne in den USA sowie die geographische Expansion im Nahen Osten. Das
EBITDA der EE-Division erreichte MEUR 45,8 (2024: MEUR 37,8), unterstützt durch die
Umsetzung der operativen und strukturellen Maßnahmen, die bereits im Vorjahr
eingeleitet wurden. Daraus resultierend stieg die EBITDA-Marge auf 17,2% (2024:
13,7%). Das EBIT lag bei MEUR 26,3 mit einer Marge von 9,9% (2024: MEUR 16,7; 6,1%).
Exzellente Bilanzstruktur und hohe Cash-Position trotz Währungseffekten
Das Eigenkapital von SBO lag zum 31. Dezember 2025 bei MEUR 421,9 (2024:
MEUR 492,7). Die Reduktion ist nahezu ausschließlich durch die negative Entwicklung
des US-Dollars und die damit verbundene Reduktion der Währungsumrechnungsrücklage um
MEUR 67,0 bedingt. Die daraus resultierende Eigenkapitalquote von 47,2% zum 31.
Dezember 2025 (2024: 50,0%) liegt trotz Rückgang gegenüber dem Vorjahr weiterhin auf
einem hohen Niveau.
Die liquiden Mittel betrugen zum Jahresende 2025 MEUR 281,5 (2024: MEUR 314,7),
wobei rund die Hälfte des Rückgangs gegenüber dem Vorjahr wiederum
translationsbedingt war. Die Nettoverschuldung zum 31. Dezember 2025 stieg auf
MEUR 78,1, nach MEUR 56,0 in 2024. Folglich lag das Gearing bei 18,5% (2024: 11,4%).
Im Geschäftsjahr 2025 wurde ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
(operativer Cashflow) von MEUR 72,4 erzielt (2024: MEUR 98,4). Die Investitionen in
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (CAPEX) beliefen sich auf MEUR 50,0
(2024: MEUR 34,6). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit enthält im
Geschäftsjahr 2025 weiters die Zahlungen für den Erwerb der Anteile an der 3T
Additive Manufacturing Limited in Höhe von MEUR 4,7 sowie die in 2025 erfolgte
Zahlung des verbleibenden Kaufpreisanteils aus dem Unternehmenserwerb Praxis in Höhe
von MEUR 3,9. Daraus ergab sich ein Freier Cashflow von MEUR 25,5 (2024: MEUR 66,8).
Bereinigt um die Zahlungen für den Erwerb von Tochtergesellschaften liegt der Freie
Cashflow in 2025 bei MEUR 34,1.
Marktausblick: Öl & Gas bleiben relevant, Zukunftsmärkte wachsen dynamisch
Nach den aktuellen Einschätzungen der Internationalen Energieagentur (IEA) wird die
weltweite Energienachfrage auch in den kommenden Jahrzehnten weiter steigen. Öl und
Gas haben mit einem gemeinsamen Anteil von derzeit über 50% eine dominante Rolle im
globalen Energiemix, der in einem weiterhin wachsenden Primärenergiemarkt auch 2050
auf rund 47% bis 49% geschätzt wird. Parallel dazu entwickeln sich neue
Wachstumsmärkte mit hoher Dynamik. Das Wachstum der Energiequelle aus Geothermie
soll Prognosen zufolge zwischen 2025 und 2035 Investitionen von mehr als USD 120
Milliarden anziehen. Ebenso soll die Bohraktivität bei Carbon Capture & Storage
(CCS) von etwas über 200 CCS-Wells im Jahr 2025 auf mehr als 1.000 Wells bis 2030
deutlich steigen. Für die Gesamtmärkte für Helium wird eine Wachstumsrate von 7% und
für Lithium sogar 19% prognostiziert.
Die Marktgröße für Metal Additive Manufacturing Services lag im Jahr 2025 bei rund
USD 1,5 Milliarden und soll bis 2030 auf USD 4,8 Milliarden anwachsen. In diesem
dynamischen Umfeld ist SBO nicht zuletzt durch die jüngst abgeschlossene Akquisition
von 3T Additive Manufacturing Limited optimal positioniert. „Die langfristigen
Fundamentaldaten für unser Geschäft sind intakt: Öl und Gas bleiben wichtig im
globalen Energiemix. Gleichzeitig eröffnen sich in Zukunftsmärkten wie Geothermie,
CCS, Helium und Lithium, im 3D-Metalldruck sowie Flow Control erhebliche
Wachstumschancen. SBO ist durch Diversifizierung, technologische Führerschaft und
finanzielle Stärke bestens positioniert, um diese Chancen zu nutzen“, sagt CEO
Mader.
Unternehmensausblick 2026: Übergangsjahr in PT, Wachstumschancen in EE
Auch wenn aktuelle Analysen auf eine Stabilisierung des Marktes für 2026 hindeuten,
erwartet SBO aufgrund des anhaltenden Öl-Überangebots, volatiler Ölpreise,
geopolitischer Unsicherheiten und eines sich laufend verändernden Zollumfelds ein
weiterhin anspruchsvolles Marktumfeld. Seit dem 28. Februar hat sich zudem die
geopolitische Lage im Nahen Osten durch militärische Aktionen und Gegenmaßnahmen
deutlich verschärft und verändert. „Wir verfolgen die Entwicklungen sehr genau. Die
Sicherheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort steht für uns an erster
Stelle. Das derzeit größte Geschäftsrisiko im Nahen Osten ist die Störung der
Logistik- und Transportwege. Weitere Auswirkungen werden maßgeblich von Dauer und
Entwicklung des Konflikts abhängen“, so Klaus Mader.
Mehrere internationale Oilfield-Service-Unternehmen, darunter auch wesentliche
Kunden von SBO in der Precision Technology-Division, sehen das Jahr 2026 als
„Übergangsjahr“. SBO rechnet in der PT-Division im ersten Halbjahr 2026 weiterhin
mit einem verhaltenen Umsatzniveau. Im zweiten Halbjahr sollte sich die Lage
verbessern, sobald die höheren Auftragseingänge seit Q4 2025 umsatzwirksam werden.
SBO fokussiert hier auf Kosteneffizienz und Kapazitätsmanagement. In der Energy
Equipment-Division sieht SBO Wachstumschancen durch die fortschreitende
Internationalisierung des Well Completion-Geschäfts, unterstützt durch die
Inbetriebnahme der lokalen Fertigung in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das im
Jänner neu eröffnete Reline- und Vertriebszentrum in Houston wird dazu beitragen,
die Marktposition des Bohrmotorengeschäfts in den USA weiter zu stärken.
Strategische Priorität: Diversifizierung in Zukunftsmärkte
SBO sieht auch im Jahr 2026 weiteres Wachstum im Bereich Bohrung und Komplettierung
von Next-Generation-Geothermie sowie bei der Erschließung von
CCS-, Lithium- und Helium-Projekten. Aufbauend auf die Expertise im Advanced
Additive Manufacturing wird SBO auch 2026 weiter in Luft- und Raumfahrt,
Verteidigung, Halbleiter, Energie und andere Industrien expandieren.
„Dank exzellenter Bilanzstruktur und hoher liquider Mittel setzen wir unsere
Strategie gezielt entlang der vier Eckpfeiler Diversifizierung, Marktexpansion,
Technologieführerschaft und operative Exzellenz um. Mit der vorhandenen finanziellen
Stärke treiben wir organisches Wachstum, strategische Partnerschaften und gezielte
Akquisitionen auch 2026 aktiv voran“, schließt CEO Klaus Mader.
Geschäftsbericht:
[1] https://www.sbo.at/en/investor-relations/reports-publications#annual-publications
Die wichtigsten Kennzahlen von SBO auf einen Blick
EINHEIT 2025 2024
Umsatz MEUR 455,3 560,4
EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) MEUR 71,0 101,9
EBITDA-Marge % 15,6 18,2
EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) MEUR 38,5 70,1
EBIT-Marge % 8,5 12,5
Ergebnis vor Steuern MEUR 32,7 63,6
Ergebnis nach Steuern MEUR 23,6 45,3
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit MEUR 72,4 98,4
Freier Cashflow MEUR 25,5 66,8
Liquide Mittel 31.12. MEUR 281,5 314,7
Nettoverschuldung zum 31.12. MEUR 78,1 56,0
Eigenkapitalquote zum 31.12. % 47,2 50,0
Mitarbeiter 1.539 1.596
Über SBO
SBO AG ist führender Hersteller von hochlegierten, amagnetischen Stählen sowie
hochpräzisen Komponenten und High-Tech-Equipment für den Energiesektor und andere
Industrien. Der globale Hochpräzisions-Technologiekonzern mit Hauptsitz in Ternitz,
Österreich, ist weltweit in mehr als 20 Niederlassungen mit rund 1.500 Mitarbeitern
tätig. Die Gruppe liefert führende Technologien, die auf einem hochinnovativen
Produktportfolio und starken Patenten basieren. Im Bereich Precision Technology ist
SBO auf hochpräzise Metallkomponenten spezialisiert, die von komplexen Stahlteilen
bis hin zu additiven Fertigungslösungen für Industrien reichen, die maximale
Präzision und Leistung erfordern. In der Energy Equipment-Division bietet SBO
High-Tech-Equipment für das Richtbohren und die Bohrlochkomplettierung inklusive
hochpräziser Flow-Control-Produkte an. Diese Lösungen sind für extreme Bedingungen
ausgelegt und werden in Umgebungen mit hohen Temperaturen und hohem Druck
eingesetzt. Damit bedient SBO wichtige Industrien, darunter Öl und Gas, Energie und
andere Sektoren. SBO notiert im Leitindex ATX der Wiener Börse (ISIN AT0000946652).
Weitere Informationen: www.sbo.at
Kontakt:
Judit Helenyi, Director Investor Relations, SBO AG
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