Europa unter Druck: Warum Standards zum Machtfaktor im globalen Wettbewerb werden

Europa unter Druck: Warum Standards zum Machtfaktor im globalen Wettbewerb werden

Geopolitische Spannungen, fragile Lieferketten und der Wettlauf um Schlüsseltechnologien setzen Europa zunehmend unter Druck.

IN DEM AKTUELLEN UMFELD GEWINNEN STANDARDS EINE NOCH STRATEGISCHERE BEDEUTUNG: WER SIE MITGESTALTET, BEEINFLUSST MÄRKTE, TECHNOLOGIEN UND INTERNATIONALE WETTBEWERBSFÄHIGKEIT. IN ÖSTERREICH ENGAGIEREN SICH INZWISCHEN MEHR ALS 5.000 EXPERTINNEN UND EXPERTEN IN DER STANDARDISIERUNG – TENDENZ STEIGEND.

Die Rolle von Standards hat sich verändert. Was lange als technisches Detail galt, entwickelte sich zunehmend zu einem geopolitischen Instrument. Standards definieren Schnittstellen, sichern Qualität und legen fest, wie Technologien weltweit eingesetzt werden. Damit entscheiden sie auch darüber, welche Lösungen sich international durchsetzen.

„Wer Standards mitgestaltet, gestaltet Märkte mit“, sagt Valerie Höllinger, CEO von Austrian Standards. „Gerade in einer Welt zunehmender Unsicherheit schaffen Standards Orientierung, stärken Vertrauen und machen Europa handlungsfähiger.“

DIESE ENTWICKLUNG SPIEGELT SICH AUCH IN ÖSTERREICH WIDER

2025 arbeiteten rund 5.000 Expertinnen und Experten aus etwa 3.000 Organisationen in nationalen, europäischen und internationalen Gremien an Standards. Mehr als 400 davon sind neu hinzugekommen.

Eine zentrale Rolle spielt dabei die Vernetzung: Über nationale, europäische und internationale Strukturen sorgt Austrian Standards dafür, dass österreichische Expertise in globale Standardisierungsprozesse eingebracht wird. So wird sichergestellt, dass die Stimme Österreichs auf internationaler und europäischer Ebene gehört wird und aktiv in die Entwicklung neuer Standards einfließt.

BESONDERS AUFFÄLLIG IST DIE BREITE BETEILIGUNG DER WIRTSCHAFT

44,47 Prozent aller entsendenden Organisationen sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU), innerhalb der Interessengruppe „Wirtschaft“ liegt ihr Anteil sogar bei 65 Prozent.

„Dass sich gerade KMU verstärkt einbringen, ist ein wichtiges Signal. Sie sichern ihre Wettbewerbsfähigkeit nicht nur über Innovation, sondern zunehmend auch über die aktive Mitgestaltung von Standards“, so Höllinger.

STANDARDS ALS FUNDAMENT FÜR INNOVATION UND EUROPAS HANDLUNGSFÄHIGKEIT

Standards entstehen im Konsens von Fachleuten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Sie zeigen praxistaugliche Prozesse auf, erleichtern internationale Zusammenarbeit und sorgen dafür, dass Innovationen schneller und verlässlicher in den Markt kommen.

Gerade vor dem Hintergrund globaler Verschiebungen wird deutlich: Standardisierung ist längst mehr als ein technisches Regelwerk – sie ist ein strategischer Hebel für Resilienz, Innovationskraft und wirtschaftliche Souveränität in Europa.

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5.034 ÖSTERREICHISCHE EXPERTINNEN UND EXPERTEN AUS 3.018 ORGANISATIONEN ARBEITETEN 2025 AN STANDARDS.

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435 PERSONEN SIND NEU HINZUGEKOMMEN UND ENGAGIEREN SICH NUN AKTIV IN DER STANDARDISIERUNG.

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44,47 % ALLER ENTSENDENDEN ORGANISATIONEN SIND KMU, IN DER INTERESSENGRUPPE „WIRTSCHAFT“ SOGAR 65 %.

Weitere Details im KMU Bericht von Austrian Standards.

Hier geht es zum Download der Grafiken.

ÜBER AUSTRIAN STANDARDS

Austrian Standards ist die österreichische Organisation für Standardisierung & Innovation und Teil eines internationalen Netzwerks in 175 Ländern. Ziel: Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu finden, Innovationen zu fördern und die Wettbewerbs- und Exportfähigkeit der österreichischen und europäischen Wirtschaft zu steigern. Standards entstehen hier nicht am Reißbrett, sondern in der Praxis: Über 5.000 Expert:innen aus rund 3.000 unterschiedlichen Organisationen, Disziplinen und Branchen aus Wirtschaft, Forschung, Verwaltung und NGOs bringen ihr Know-how ein. Austrian Standards vernetzt sie auf europäischer und internationaler Ebene – etwa über ISO, CEN oder ETSI – und sorgt dafür, dass Österreich weltweit mitgestaltet. Der wirtschaftliche Nutzen von Standards ist groß: Rund 20 Prozent des realen BIP-Wachstums in Österreich gehen auf Standards zurück – das entspricht etwa 1 Milliarde Euro pro Jahr. Standards generieren 6,5 Prozent des jährlichen Beschäftigungswachstums, was rund 1.500 zusätzlichen Vollzeitäquivalenten pro Jahr entspricht, und tragen zu 30 Prozent des Wachstums der allgemeinen Arbeitsproduktivität bei. Mit digitalen Lösungen, Fachpublikationen, Events, Seminaren und Zertifizierungen unterstützt Austrian Standards deren praktische Anwendung. Austrian Standards beschäftigt rund 150 Mitarbeitende und wurde 2024 mit equalitA, dem Gütesiegel für innerbetriebliche Frauenförderung, ausgezeichnet. Austrian Standards

Austrian Standards
Mirjana Verena Mully
Telefon: +43 676 897124301
E-Mail: mirjana-verena.mully@austrian-standards.at
Website: https://www.austrian-standards.at/de

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