Vom Kriegsgrauen zur Friedensvision: 120 Jahre Friedensnobelpreis für Bertha von Suttner
Vom Kriegsgrauen zur Friedensvision: 120 Jahre Friedensnobelpreis für Bertha von Suttner
Veranstaltungsreihe der Bertha von Suttner Privatuniversität St. Pölten rückt Frieden als gesellschaftliche Aufgabe in den Mittelpunkt
Bertha von Suttner engagierte sich international für eine Friedensordnung und eine Welt ohne Krieg. Vor 120 Jahren, im April 1926, wurde ihr der Friedensnobelpreis zugesprochen, den sie im Dezember 1905 erhielt – als erste Frau überhaupt. Angesichts globaler Konflikte gewinnt das Jubiläum neue Bedeutung und lädt dazu ein, Frieden als gesellschaftliche Aufgabe neu zu denken. Vor diesem Hintergrund gestaltet die Suttneruni eine gesellschaftskritische und zugleich festliche Veranstaltungsreihe und lädt dazu ein, über Frieden zu reden. Höhepunkte sind die Lange Nacht der Forschung, ein Fest für den Frieden sowie eine performative Lesung am Tag der Menschenrechte.
Bertha von Suttner warb weltweit für den Frieden und setzte sich für friedliche Konfliktlösungen ein, etwa über internationale Schiedsgerichte wie den Ständigen Schiedshof in Den Haag. Sie gehörte Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu den prägenden Stimmen der frühen Friedensbewegung. Ihre Erfahrungen mit Krieg in den 1880er-Jahren im Kaukasusraum prägten ihr Denken nachhaltig. Im heutigen Georgien erlebte sie während des Aufenthalts mit ihrem Mann die Auswirkungen des Russisch-Türkischen Krieges und das Leid von Soldaten und Zivilbevölkerung aus nächster Nähe – Erfahrungen, die sie in ihren Texten verarbeitete.
Wer den Schilling noch als Währung erlebt hat, erinnert sich an ihr Porträt auf der 1.000-Schilling-Note; heute ist sie auf der österreichischen 2-Euro-Münze verewigt. Ihr lebenslanges Engagement als Pazifistin, Schriftstellerin und Aktivistin machte sie zu einer der bekanntesten historischen Persönlichkeiten des Landes. Bis heute gelten ihre Ideen als Impulse für Institutionen wie den Völkerbund (1919) und die Vereinten Nationen (1945), weshalb sie häufig als Vordenkerin moderner internationaler Friedenspolitik beschrieben wird.
Mit ihrem Roman „Die Waffen nieder!“ (1889) wurde Suttner weltberühmt. Sie nutzte Literatur als Werkzeug für den Frieden, um die Grausamkeiten des Krieges und die Notwendigkeit friedlicher Konfliktlösungen einer breiten Öffentlichkeit bewusst zu machen. Sie engagierte sich für Geschlechtergerechtigkeit und die Gleichstellung von Frauen und trat für das Frauenwahlrecht ein. Bildung verstand sie als zentralen Hebel für Emanzipation und eine friedlich organisierte Gesellschaft.
24. APRIL 2026 – LANGE NACHT DER FORSCHUNG MIT ALFRED, BERTHA UND DEM FRIEDEN: Was ist Frieden? Wie kommt man zum Friedensnobelpreis? Fragen wie diese stehen am Stand der Suttneruni bei der Langen Nacht der Forschung im Mittelpunkt. Besucher*innen treffen dort auf Forschende in Kostümen im Stil von Bertha von Suttner und Alfred Nobel, können sich mit Bertha fotografieren lassen und ein großformatiges Kunstwerk aus Friedenstauben gestalten.
12. JUNI 2026 – EIN FEST FÜR DEN FRIEDEN: Gemeinsam mit Salon Skug auf Rädern findet am Campus St. Pölten ein Fest für den Frieden statt – mit Open-Air-Talk zu „Krieg und Frieden in ungewissen Zeiten“, moderiert von Salon Skug auf Rädern. Beiträge aus der Friedens- und Sozialforschung eröffnen den Abend, anschließend folgt ein Sommerfest mit Musik.
10. DEZEMBER 2026 – „MASCHINENZEITALTER“ – EINE PERFORMATIVE AUSEINANDERSETZUNG: Am internationalen Tag der Menschenrechte bildet Suttners essayistisches Werk „Das Maschinenzeitalter“ den Ausgangspunkt einer performativen Lesung zu Fortschritt, Technik und Menschlichkeit. Der Text wird künstlerisch neu interpretiert und bildet den Abschluss des Themenschwerpunkts.
LANGE NACHT DER FORSCHUNG 2026
Was ist eigentlich Frieden? Wie kommt man zum Friedensnobelpreis? Fragen wie diese laden am Stand der Bertha von Suttner Privatuniversität St. Pölten bei der Langen Nacht der Forschung zur Auseinandersetzung ein. Highlights: Inmitten historischer Fotos und Texte begegnen sie Forschenden in Kostümen im Stil von Bertha von Suttner und Alfred Nobel, können sich mit Bertha fotografieren lassen und gemeinsam ein großformatiges Kunstwerk aus selbst gestalteten Friedenstauben erschaffen.
DATUM: 24.04.2026, 17:00 Uhr – 24.04.2026, 23:00 Uhr
ART: Allgemeine Termine
ORT: Bertha von Suttner Privatuniversität St. Pölten
Bertha von Suttner Privatuniversität St. Pölten
Diana Lettner
Telefon: +43 676 847 228 816
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