19. Bundestag der GÖD-Justizgewerkschaft: Werner Gschwandtner mit 100 % als Bundesvorsitzender bestätigt
19. Bundestag der GÖD-Justizgewerkschaft: Werner Gschwandtner mit 100 % als Bundesvorsitzender bestätigt
Am 16. April 2026 fand in Wien der 19. Bundestag der GÖD-Justizgewerkschaft statt. Dabei wurde Werner Gschwandtner gemeinsam seinem Team eindrucksvoll mit 100 % Zustimmung als Bundesvorsitzender wiedergewählt.
Gemeinsam mit den beiden Stellvertretern Richard Plank (FSG) und Dagmar Weiß (GÖD-FCG) sowie den weiteren Mitgliedern des Bundesvorstands sind damit die besten Voraussetzungen für ein umfangreiches Arbeitsprogramm in den kommenden Jahren geschaffen.
„Dieses starke Vertrauen ist für uns Auftrag und Verpflichtung zugleich. Wir werden uns weiterhin mit voller Kraft für die Interessen der Kolleginnen und Kollegen in der österreichischen Justiz einsetzen“, betonte Gschwandtner.
Neben den Wahlen standen auch zentrale Zukunftsfragen der Justiz im Mittelpunkt des Bundestages. Die Schwerpunkte lagen auf der geplanten Aufgabenreform, der Attraktivierung der Berufe im Justizressort sowie der Akademisierung der Diplomrechtspfleger:innen und Leitenden Justizbediensteten.
Einstimmig wurde dazu ein Antrag an den Bundeskongress der GÖD beschlossen, dessen Ziel es ist, mit personellen, organisatorischen und politischen Mitteln die Attraktivierung der Berufe im Justizressort sowie die Akademisierung konsequent voranzutreiben.
Die Justizbediensteten leisten einen wesentlichen Beitrag zu einem modernen und funktionierenden Rechtsstaat. Besonders im Bereich der Digitalisierung haben sie maßgeblich zur Weiterentwicklung der österreichischen Justiz beigetragen. Gleichzeitig sind die Anforderungen deutlich gestiegen – insbesondere im IT-Bereich sowie im gehobenen Dienst.
Mehr als 80 Prozent der gerichtlichen Zivilverfahren werden von Diplomrechtspfleger:innen eigenverantwortlich erledigt. Dennoch ist die Justiz bei den dienst- und besoldungsrechtlichen Rahmenbedingungen im Vergleich zu gleichwertigen Berufen deutlich ins Hintertreffen geraten.
Die Justizgewerkschaft fordert daher unter anderem die Einführung eines sechssemestrigen Bachelorstudiums für Diplomrechtspfleger:innen, ein eigenes Bachelorstudium für Leitende Justizbedienstete, eine neue Grundausbildungsverordnung ab 2027, besoldungsrechtliche Verbesserungen sowie die Aufwertung zahlreicher qualifizierter Verwendungen im Fachdienst.
„Eine starke, moderne und attraktive Justiz braucht bestmögliche Rahmenbedingungen für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nur so können wir auch künftig Qualität, Effizienz und Rechtssicherheit gewährleisten“, so Gschwandtner abschließend.
GÖD-Justizgewerkschaft
Bundesvorsitzender GÖD-Justizgewerkschaft
HR Werner Gschwandtner
Telefon: 0664-8437743
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