WKÖ-Experte Gleißner: Senkung der Lohnnebenkosten sichert Jobs und stärkt den Standort

WKÖ-Experte Gleißner: Senkung der Lohnnebenkosten sichert Jobs und stärkt den Standort

Aktuelle Berechnung von EcoAustria zeigt klare Effekte zur Schaffung von Beschäftigung

Zur aktuellen Aussendung der Arbeiterkammer stellt Rolf Gleißner, Sozialexperte der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), klar: Eine Senkung der Lohnnebenkosten ist ein wichtiger Hebel für mehr Beschäftigung und höhere Wettbewerbsfähigkeit, was die führenden Ökonomen, EU, OECD und IWF unisono bestätigen und empfehlen. „Österreich zählt bei den Lohnnebenkosten international zur Spitze. Aktuell liegen diese bei rund 29,6 Prozent des Bruttolohns. Das verteuert Arbeit massiv und bremst Beschäftigung sowie Investitionen“, so der Leiter der Abteilung für Sozial- und Gesundheitspolitik in der WKÖ.

Aktuelle Berechnungen von EcoAustria zeigen deutlich: Jeder Prozentpunkt, um den die Lohnnebenkosten gesenkt werden, schafft zwischen 10.000 und 12.000 zusätzliche Jobs. „Der Zusammenhang ist eindeutig: Hohe Lohnnebenkosten bedeuten geringere Wettbewerbsfähigkeit – und geringere Wettbewerbsfähigkeit bedeutet weniger Jobs“, betont Gleißner.

STANDORT UNTER DRUCK

Im internationalen Vergleich liegt Österreich bei den Abgaben auf Arbeit deutlich über wichtigen Wettbewerbern. Das schwächt die Position heimischer Betriebe im globalen Wettbewerb und erschwert Neueinstellungen. „Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten entscheiden die Arbeitskosten darüber, ob Betriebe investieren und Personal aufbauen oder nicht“, so Gleißner.

Eine Senkung der Lohnnebenkosten stärkt nicht nur Unternehmen, sondern hat breite positive Effekte: bessere Beschäftigungschancen, insbesondere für Geringqualifizierte, höhere Investitionsbereitschaft sowie mehr Stabilität für bestehende Arbeitsplätze. „Aber auch die Kaufkraft wird gestärkt, wie eine WIFO-Studie bestätigt, weil eine Lohnnebenkostensenkung längerfristig zu höheren Reallöhnen führt“, sagt der Experte.

REFORMEN STATT LEISTUNGSKÜRZUNGEN

Außerdem betont er, dass Entlastungen nicht zu Leistungseinschränkungen führen müssen. „Der Unfallversicherungsbeitrag wurde gesenkt, ohne dass die AUVA-Standorte schließen oder Leistungen kürzen musste. Es geht um strukturelle Reformen, mehr Effizienz und einen zielgerichteten Mitteleinsatz. Hier bestehen erhebliche Potenziale“, so Gleißner.

Die Wirtschaftskammer Österreich spricht sich daher für eine schrittweise Senkung der Lohnnebenkosten aus – mit dem Ziel, sich dem Niveau wichtiger Handelspartner wie Deutschland anzunähern. „Eine Entlastung der Arbeit ist eine der wirksamsten Maßnahmen, um Beschäftigung zu sichern und neue Jobs zu schaffen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, diesen Schritt zu setzen“, so der WKÖ-Experte abschließend. (PWK184/DFS)

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