FPÖ – Berger: „Chronisch kranke Kinder brauchen Ergebnisse statt bloßer Ankündigungen!“

FPÖ – Berger: „Chronisch kranke Kinder brauchen Ergebnisse statt bloßer Ankündigungen!“

Freiheitliche Familiensprecherin fordert umfassende und flexible Unterstützung für betroffene Kinder

Einen dringenden Appell für eine bessere und flexiblere Unterstützung von chronisch kranken Kindern richtete FPÖ-Familiensprecherin NAbg. Ricarda Berger in ihrer gestrigen Rede im Nationalrat an die Bundesregierung. Es sei die klare Aufgabe der Politik, dort anzusetzen, wo Kinder durch schwere Krankheiten vom Schulalltag und ihrem sozialen Umfeld abgeschnitten werden. „Für Kinder, die tagtäglich kämpfen, ist ein normaler Schultag oft nicht möglich. Sie fehlen im Unterricht, sie verlieren den Anschluss und oft leider Gottes auch den Kontakt zu ihren Freunden in den Schulen“, erklärte Berger.

Technische Hilfsmittel wie Telepräsenzsysteme seien dabei eine von mehreren wichtigen Möglichkeiten. „Wir sprechen von Telepräsenzsystemen, sogenannten Schulavataren und ja, diese können im Einzelfall selbstverständlich helfen. Sie können eine Verbindung zur Klasse schaffen, wenn ein Kind körperlich nicht anwesend sein kann. Sie können auch vor Isolation schützen, sie können sie reduzieren und zumindest so auch eine Teilhabe ermöglichen. Und diese Möglichkeit sollte man nutzen, wo sie auch sinnvoll ist“, so die Familiensprecherin.

Diese Technologie allein sei jedoch zu wenig. Es brauche ein breiteres, unbürokratisches Angebot, das auf die jeweilige Situation des Kindes zugeschnitten ist. „Wenn ein Schulbesuch über längere Zeit nicht möglich ist, dann müssen andere Wege offen stehen. Hausunterricht, individuelle Fördermodelle oder flexible Lernformen. Wichtig ist es auf alle Fälle, dass das betroffene Kind bestmöglichst unterstützt wird und ganz ohne zusätzliche Hürden“, forderte Berger. Die negativen Erfahrungen aus der sogenannten Corona-Pandemie müssten eine Warnung sein. „Wir haben in der Corona-Zeit bedauerlicherweise gesehen, wie sehr und wie schnell auch Kinder vereinsamen können, wenn eine Teilnahme am Schulunterricht nicht möglich ist. Das kann fatale psychische Folgen haben, auch das wissen wir mittlerweile. Und zu solchen Fällen darf es nicht mehr kommen.“

Abschließend formulierte Berger eine unmissverständliche Forderung an die Regierung: „Es muss das klare Ziel sein, dass kein Kind zurückgelassen werden darf, nicht im Klassenzimmer und auch nicht außerhalb des Klassenzimmers. Unterstützen wir sie dort, wo es gebraucht wird, Flexibilität auch dort, wo sie notwendig ist. Und ich würde Sie bitten, endlich Ergebnisse zu liefern, anstatt nur Ankündigungen, denn es geht schließlich um unsere Kinder!“

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