FPÖ – Brückl: „Lehrermangel in Wien ist Ergebnis jahrelanger verfehlter Bildungspolitik durch Wiederkehr“

FPÖ – Brückl: „Lehrermangel in Wien ist Ergebnis jahrelanger verfehlter Bildungspolitik durch Wiederkehr“

„Statt realistische und nachhaltige Lösungen zur Attraktivierung des Lehrerberufs vorzulegen, reiht Wiederkehr ein Ankündigungsprojekt an das nächste“

Als „hausgemachtes Problem und bildungspolitisches Erbe von NEOS-Minister Wiederkehr“ bezeichnete heute FPÖ-Bildungssprecher NAbg. Hermann Brückl den akuten Lehrermangel in Wien, über den heute in den Ö3-Nachrichten berichtet wurde. „Die tatsächlichen Herausforderungen im österreichischen Bildungssystem liegen nicht im Bereich von PR-Auftritten oder medial inszenierten Ankündigungen, sondern zeigen sich täglich in den Klassenzimmern. Die daraus resultierenden Probleme wurden von Wiederkehr maßgeblich mitverursacht. Er war schließlich fünf Jahre Bildungsstadtrat in Wien. Dort erleben wir heute die Realität an den Schulen mit einem massiven Lehrermangel, zunehmenden Sprachdefiziten bei Schülern sowie einem System, das seine Kernaufgabe – die Vermittlung von Grundkompetenzen – immer weniger erfüllen kann“, so Brückl weiter.

Der FPÖ-Bildungssprecher verwies auf Prognosen der Statistik Austria, die bis zum Schuljahr 2029/2030 einen deutlichen Anstieg der Schülerzahlen erwarten lassen. Gleichzeitig erreicht die Pensionierungswelle unter den Lehrern heuer ihren Höhepunkt. „Damit müsste für den zuständigen Minister längst klar sein, dass der Lehrermangel kein kurzfristiges Phänomen ist, sondern ein strukturelles Problem. Statt jedoch realistische und nachhaltige Lösungen zur Attraktivierung des Lehrerberufs vorzulegen, reiht er ein Ankündigungsprojekt an das nächste. Der NEOS-Minister hat kürzlich wieder versucht, seinen ‚Plan Z‘ der Bevölkerung schmackhaft zu machen, aber ein Plan B (wie löse ich das Problem des akuten Lehrermangels) wäre der bessere Zugang für ein zukunftsfittes österreichisches Bildungssystem“, erklärte Brückl.

„Anstelle immer neuer Leuchtturmprojekte, die an der Lebensrealität der Lehrer vorbeigehen, braucht es eine grundlegende Attraktivierung des Berufs. Das bedeutet bessere Arbeitsbedingungen, eine spürbare Entlastung von Bürokratie und eine klare Fokussierung auf die Vermittlung von Grundkompetenzen wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Ebenso notwendig ist es, durch eine konsequente Integrations- und Sprachpolitik die Herausforderungen in den Klassenzimmern zu reduzieren, damit Unterricht überhaupt wieder in geordnetem Rahmen stattfinden kann. Es ist aber bezeichnend für die Bildungspolitik der letzten Jahre, dass man lieber an Symptomen herumdoktert, anstatt die Ursachen konsequent zu bekämpfen. Die Vielzahl an Ankündigungen von NEOS-Minister Wiederkehr bleibt daher reine Symptombekämpfung und wird das Problem des Lehrermangels nicht lösen“, betonte Brückl.

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