Starke Arbeit. Harter Job. Sicherheit muss immer mitbauen.

Starke Arbeit. Harter Job. Sicherheit muss immer mitbauen.

GBH zum Workers´ Memorial Day: Jeder Unfall ist einer zu viel

Wer am Bau arbeitet, bewegt etwas. Gerade anlässlich des Workers´ Memorial Day (28. April) erinnert die Gewerkschaft BAU-HOLZ (GBH) daran, was diese Arbeit bedeutet – und welches Risiko viele Beschäftigte täglich tragen. BAU-HOLZ-Beschäftigte schaffen Häuser, Straßen, Schulen und damit Zukunft. Ohne sie würde in Österreich nichts entstehen. Sie sind echte Anpacker. Echte Green-Worker. Menschen, die mit ihrer Arbeit jeden Tag sichtbar etwas leisten. Deshalb ist für die GBH klar: Wer unser Land baut, verdient maximalen Schutz.

DIE GUTE NACHRICHT ZUERST

Die Unfallzahlen am Bau sind in den vergangenen Jahren leicht zurückgegangen. 2021 wurden noch 16.471 Arbeitsunfälle verzeichnet, 2024 waren es 14.517. Das zeigt: Die vielen Maßnahmen im Bereich Arbeitsschutz wirken. Sicherheitsvorgaben, Prävention, Schulungen und Kontrollen helfen. Doch ebenso klar ist: Wir dürfen uns darauf niemals ausruhen. Denn hinter jeder Zahl steht ein Mensch. Ein Kollege. Eine Kollegin. Eine Familie. Ein Leben.

JEDER UNFALL IST EINER ZU VIEL

Allein 2024 verloren 18 Menschen am Bau ihr Leben. Und wie schnell aus einer Zahl eine menschliche Tragödie wird, zeigte heuer der schwere Unfall in Wien, bei dem vier Bauarbeiter bei einem Gerüst-Einsturz ums Leben kamen. GBH-Bundesvorsitzender Abg. z. NR Josef Muchitsch: „So etwas darf niemals einfach hingenommen werden. Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und allen Kolleginnen und Kollegen vor Ort. Für uns steht fest: Jeder schwere Unfall muss lückenlos aufgeklärt werden. Nicht, um vorschnell Schuldige zu benennen. Sondern um zu verstehen: Was ist passiert? Was kann verbessert werden? Wie verhindern wir so etwas künftig bestmöglich? Denn nur, wer aus Fehlern lernt, kann besser werden.“

ARBEITSSCHUTZ RETTET LEBEN

Eine Statistik der AUVA zeigt klar: Fast jeder fünfte Arbeitsunfall in Österreich passiert am Bau. Mehr als jeder vierte tödliche Arbeitsunfall betrifft sogar unsere Branche. Dazu kommen über 303.000 Krankenstandstage nach Bauunfällen in nur einem Jahr. Das zeigt: Arbeitsschutz ist kein Nebenthema. Arbeitsschutz schützt Leben.

BESONDERS BEI LANGEN ARBEITSTAGEN STEIGT DAS RISIKO

Ab der 8. Arbeitsstunde steigt das Unfallrisiko deutlich an. Gerade in einer körperlich fordernden Branche wie Bau und Holz ist das ein klares Warnsignal. Denn viele Unfälle passieren durch Stress, Überlastung, Müdigkeit, Konzentrationsverlust oder körperliche Erschöpfung. Muchitsch: „Wer Schwerarbeit leistet, braucht Schutz, Pausen und faire Arbeitsbedingungen.“

INTERNATIONALER FOKUS: VON BEWUSSTSEIN ZU KONKRETEN REGELN

Der Workers´ Memorial Day steht heuer international im Zeichen von Hitzestress. Die Bau- und Holzarbeiter-Internationale (BHI) fordert unter dem Motto „Von der Sensibilisierung zu Vereinbarungen“ konkrete Maßnahmen und verbindliche Regeln zum Schutz der Beschäftigten. Vieles, was international gefordert wird, ist am Bau in Österreich dank einer starken und gelebten Sozialpartnerschaft bereits Realität. Gleichzeitig zeigt sich: Auch in anderen Branchen kommt Bewegung in den Arbeitnehmerschutz – nicht zuletzt durch den Druck der Gewerkschaften.

HITZESCHUTZVERORDNUNG NEU: GESUNDHEITSSCHUTZ IST PFLICHT

Seit 1. Jänner 2026 gilt die neue Hitzeschutzverordnung für alle, die im Freien arbeiten. Betriebe sind verpflichtet, Maßnahmen zum Schutz vor Hitze und UV-Strahlung zu setzen. Die Hitzefrei-Regelung am Bau bleibt für BUAK-Betriebe bestehen. Ab 32,5 Grad Celsius im Schatten kann Hitzefrei gegen Bezahlung gewährt werden – für Arbeitnehmer:innen am Bau, die unter das Schlechtwetterentschädigungsgesetz fallen. Für die GBH ist klar: Diese Schutzmaßnahmen müssen konsequent umgesetzt werden – auf jeder Baustelle.

GBH: WER UNSERE ZUKUNFT BAUT, VERDIENT BESTMÖGLICHEN SCHUTZ

Unsere Branchen sind starke Branchen. Sie schaffen Werte. Sie schaffen Zukunft. Sie gestalten unser Land. Gerade deshalb gilt: Je härter die Arbeit, desto wichtiger der Schutz der Menschen dahinter.

Die Gewerkschaft BAU-HOLZ kämpft weiter dafür,

* dass Baustellen noch sicherer werden,
* dass Kontrollen konsequent stattfinden,
* dass Schutzmaßnahmen laufend verbessert werden,
* und dass jeder Beschäftigte gesund nach Hause kommt.

Für die GBH ist klar: Am Bau soll nicht nur gut gearbeitet werden – am Bau soll auch sicher gearbeitet werden.

Muchitsch abschließend: „Unsere Mitglieder leisten täglich harte und unverzichtbare Arbeit. Wer unser Land baut, verdient nicht nur Respekt und fairen Lohn, sondern vor allem maximale Sicherheit und Schutz am Arbeitsplatz. Dafür kämpfen wir als Gewerkschaft BAU-HOLZ jeden Tag – seit fast 160 Jahren.“

GBH-Presse
Thomas Trabi, M.A.
Telefon: 0664/614 55 17
E-Mail: presse@gbh.at

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