FH/HAW sind Österreichs Garant für soziale Durchlässigkeit im Hochschulsystem

FH/HAW sind Österreichs Garant für soziale Durchlässigkeit im Hochschulsystem

Die aktuelle _Studierenden-Sozialerhebung 2025_ zeigt klar: Österreichs Fachhochschulen (FH)/Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) leisten einen entscheidenden Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit im Bildungssystem.

So stammt an FH/HAW ein deutlich größerer Anteil der Studierenden aus nicht-akademischen Haushalten. 63 Prozent der Studienanfänger:innen sind sogenannte „First-Generation Students“ – also die ersten in ihrer Familie, die ein Studium aufnehmen. An Universitäten liegt dieser Anteil hingegen nur bei 48 Prozent.

Beim Zugang zur Hochschule zeigen sich folglich klare Unterschiede: Während Universitäten weiterhin stark vom Bildungshintergrund der Eltern geprägt sind, gelingt es FH/HAW deutlich besser, soziale Barrieren abzubauen. Der Zugang ist hier nachweislich durchlässiger.

Besonders stark wirken FH/HAW dort, wo klassische Bildungspfade nicht greifen: Berufsbegleitende Studienangebote ermöglichen es vor allem Menschen mit Erwerbstätigkeit, familiären Verpflichtungen oder nicht-traditionellen Bildungsbiografien, ein Studium aufzunehmen. In diesen Programmen liegt der Anteil an First-Generation Students sogar bei 70 Prozent.

„Diese Zahlen bestätigen, was wir seit Jahren betonen: FH/HAW fördern ganz klar die soziale Durchlässigkeit im österreichischen Hochschulsystem“, so FHK-Präsidentin Ulrike Prommer. „Bei uns gelingt es, Bildungschancen unabhängig von Herkunft, Einkommen oder familiärem Hintergrund zu eröffnen. Unsere Hochschulen sind ein wirksames Mittel gegen vererbte soziale Ungleichheit.“

Auch zeigt die Studie, dass FH/HAW für Studierende mit Migrationshintergrund sowie Personen aus bildungsferneren Schichten besonders attraktiv sind. Sie bieten Zugänge, wo andere Bildungswege oft versperrt bleiben.

Die FHK sieht sich durch die Ergebnisse in ihrer Forderung nach einem weiteren Ausbau und einer nachhaltigen Finanzierung des Sektors bestätigt: „Unsere Hochschulen öffnen akademisches Wissen für unterrepräsentierte Gruppen und fördern exzellente Köpfe aus allen gesellschaftlichen Schichten. Eine Investition in unsere Hochschulen ist eine Investition in Chancengerechtigkeit, Zukunftsfähigkeit und sozialen Frieden“, so FHK-Generalsekretär Kurt Koleznik.

Fachhochschul-Konferenz (FHK)
Mag. Kurt Koleznik
Telefon: 0664/4244294
E-Mail: kurt.koleznik@fhk.ac.at

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