SPÖ-Grossmann: Sex ohne Konsens ist eine Vergewaltigung!

SPÖ-Grossmann: Sex ohne Konsens ist eine Vergewaltigung!

„Nur Ja heißt Ja“ muss endlich überall in Europa gelten

Heute hat das Europäische Parlament die Europäische Kommission erneut mit Nachdruck aufgefordert, endlich einen Gesetzesvorschlag für eine EU-weite Definition von Vergewaltigung vorzulegen. Die SPÖ-EU-Abgeordnete und frauenpolitische Sprecherin Elisabeth Grossmann schließt sich dieser Forderung an und verlangt ein Ende der Blockade durch die Kommission und einzelne Mitgliedstaaten: „Jede dritte Frau erlebt in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt. Jede zwanzigste Frau wird vergewaltigt. Und nur ein Drittel der Betroffenen wagt den Schritt zur Anzeige, wohl wissend, dass sie nicht nur verhört, sondern auch verurteilt, hinterfragt und oft für die Taten des Täters verantwortlich gemacht werden. Bei kaum einem anderen Verbrechen wird das Verhalten, die Motive, die Kleidung, die sexuelle Vergangenheit und der Lebensstil der betroffenen Person so stark unter die Lupe genommen wie bei einer Vergewaltigung. Der Gang vors Gericht wird für viele Betroffene damit zur zweiten Qual. Sie müssen ihre Ohnmacht erklären, sich rechtfertigen und immer wieder beweisen, dass sie sich ‚genug‘ gewehrt haben, während Täter am Ende dieses zermürbenden Prozesses viel zu oft straffrei bleiben. In vielen Mitgliedstaaten stützt sich die Justiz noch immer auf veraltete Gesetze, die die Realität von Gewalt nicht vollumfänglich umfassen und neurobiologische Reaktionen wie Erstarren, Gedächtnisverlust oder Dissoziation ignorieren. So entsteht ein System, das Betroffene im Stich lässt und Täter schützt.“ ****

Grossmann weiter: „Genau deshalb braucht es endlich eine europaweite Reform des Sexualstrafrechts. Nach dem Prinzip ‚Nur Ja heißt Ja’ muss zu konsensualem Geschlechtsverkehr ausdrücklich zugestimmt werden. Keine Frau in Europa sollte Angst haben müssen, dass ihr Leid vor Gericht infrage gestellt wird, nur weil sie in dem Moment eines sexuellen Übergriffs nicht in der Lage war, ein ausdrückliches Nein auszusprechen und sich zu wehren.“ (Schluss) ls

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der SPÖ-Delegation im
Europaparlament
Jasmin Wagner
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