Rechtsextreme auf dem Vormarsch – Wegschauen ist keine Option

Rechtsextreme auf dem Vormarsch – Wegschauen ist keine Option

ÖGJ warnt nach Verfassungsschutzbericht vor Radikalisierung junger Menschen und fordert klare Haltung zum 8. Mai

Der aktuelle Verfassungsschutzbericht bestätigt eine besorgniserregende Entwicklung: Rechtsextremismus zählt zu den größten Bedrohungen für Österreich. Im vergangenen Jahr wurden 1.986 rechtsextreme Straftaten registriert – ein Anstieg von rund 34 Prozent. Besonders alarmierend: Die Täter:innen werden immer jünger, Radikalisierung findet zunehmend online statt, und rechtsextreme Gruppen arbeiten gezielt mit neuen Codes, Begriffen wie „Remigration“ sowie Desinformation und Verschwörungserzählungen.

„Rechtsextremismus tarnt sich heute moderner – mit neuer Sprache und neuen Codes. Aber dahinter steckt dieselbe menschenverachtende Ideologie“, warnt ÖGB-Bundesjugendsekretär Matthias Hauer. „Wer das verharmlost, macht sich mitschuldig.“

Zusätzlich zeigt der Bericht eine zunehmende Vernetzung gewaltbereiter Neonazi-Jugendgruppen sowie Überschneidungen mit anderen extremistischen Szenen – etwa der frauenfeindlichen Incel-Bewegung. Frauenhass und toxische Männlichkeit werden immer stärker zum ideologischen Kitt.

AUFKLÄRUNG UND ERINNERUNG SIND PFLICHT

Für die Österreichische Gewerkschaftsjugend ist klar: Gerade jetzt braucht es mehr Aufklärung und klare Haltung. Rund um den 8. Mai, den Tag der Befreiung, organisiert die ÖGJ wie jedes Jahr ein Antifa-Seminar, um Jugendliche und Lehrlinge zu sensibilisieren.

„Der 8. Mai ist kein Tag für leere Worte. Er erinnert uns daran, wohin Hass, Ausgrenzung und Wegsehen führen“, so Hauer. „Diese Verantwortung müssen wir weitertragen – besonders an junge Menschen.“

Die Gewerkschaftsbewegung sieht sich dabei in einer besonderen historischen Pflicht. „Gewerkschafter:innen gehörten zu den ersten Opfern des NS-Regimes. Gerade deshalb gilt für uns: Kein Fußbreit den Faschist:innen – damals wie heute“, betont Hauer. „Rechtsextreme wollen spalten. Wir stehen für Solidarität und ein gutes Leben für alle.“

ÖGB – Kommunikation
Mag.a Barbara Kasper
Telefon: +43 664 614 5221
E-Mail: barbara.kasper@oegb.at

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