Aus einem historischen Militärgebäude wird ein neuer Universitätsstandort
Aus einem historischen Militärgebäude wird ein neuer Universitätsstandort
Spatenstich für modernes Institutsgebäude der Akademie der bildenden Künste Wien im Wiener Arsenal
Mit dem heutigen Spatenstich startet die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) die Sanierung, den Ausbau und den Zubau der sogenannten Ballonhalle im Wiener Arsenal. Das denkmalgeschützte ehemalige Militärgebäude, das knapp vor Kriegsende 1917/18 errichtet wurde, wird nun von der Bundesimmobiliengesellschaft als Liegenschaftseigentümerin und Bauherrin für eine neue Nutzung durch die Akademie der bildenden Künste Wien adaptiert: Auf einer Nutzfläche von rund 3.600 m2 entsteht ein universitäres Zentrum, das der Konservierung / Restaurierung und der Materialwissenschaft gewidmet ist.
Die Bauarbeiten beginnen mit dem heutigen Spatenstich; zuvor fanden bauvorbereitende Maßnahmen statt. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 geplant; die Inbetriebnahme durch die Universität erfolgt Anfang 2028. Die BIG investiert über 45 Millionen Euro. Ziel ist die Schaffung eines universitären Standorts für das Institut für Konservierung und Restaurierung sowie das Institut für Naturwissenschaften und Technologie in der Kunst, der historische Substanz mit modernster Infrastruktur verbindet.
„Historische Bausubstanz und moderne Forschungsinfrastruktur kommen in der Ballonhalle auf besondere Weise zusammen. Mit der Weiterentwicklung des denkmalgeschützten Gebäudes entsteht ein neuer Ort für Kunst, Wissenschaft und Forschung im Herzen des Wiener Arsenals. Wo früher militärische Infrastruktur untergebracht war, schaffen wir heute moderne Arbeits- und Studienbedingungen. In der Ballonhalle wird deutlich, wie sich der Begriff von Verteidigung erweitert: Bildung, Wissenschaft, Kunst und kritisches Denken sind zentrale Voraussetzungen für Souveränität und eine starke demokratische Gesellschaft“, betont EVA-MARIA HOLZLEITNER, BUNDESMINISTERIN FÜR FRAUEN, WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG.
„Mit der Weiterentwicklung der historischen Ballonhalle und dem modernen Zubau schaffen wir einen neuen und bedeutsamen Standort für die Akademie der bildenden Künste Wien. Hier entstehen Werkstätten, Labore, Ateliers und Seminarräume. Damit verbinden wir die qualitätsvolle Nutzung des Bestands mit einer klaren architektonischen Weiterentwicklung und leisten zugleich einen wichtigen Beitrag zur Baukultur, während wir optimale Rahmenbedingungen für Forschung, Lehre und künstlerische Praxis schaffen“, so CHRISTINE DORNAUS, GESCHÄFTSFÜHRERIN DER BIG.
„Mit der Transformation der historischen Ballonhalle entsteht ein zukunftsweisender Standort für die Akademie der bildenden Künste Wien, der die Verbindung von innovativer Forschung und kulturellem Erbe exemplarisch sichtbar macht. Dieses Bauprojekt im Umfeld des Arsenals schafft nicht nur dringend benötigte räumliche und technische Voraussetzungen für das Institut für Konservierung und Restaurierung sowie das Institut für Naturwissenschaften und Technologie in der Kunst, sondern stärkt zugleich die Rolle der Akademie als international vernetzter Ort für Kunst und Wissenschaft“, so der REKTOR DER AKADEMIE DER BILDENDEN KÜNSTE WIEN, JOHAN HARTLE.
NEUE WERKSTÄTTEN UND LABORE
Der Entwurf von Schenker Salvi Weber Architekten wurde im Rahmen eines Architekturwettbewerbs als Siegerprojekt gekürt. In dem rund 15 Meter hohen Innenraum der Ballonhalle werden mit einer „Box auf Stelzen“ zwei weitere Geschoße errichtet, in denen Seminarräume untergebracht sein werden. In das Erdgeschoß darunter kommen Aula, Bibliothek und Veranstaltungsflächen. Das charakteristische Tonnendach und die hohen Fensterflächen bleiben erhalten und der Raumcharakter mit dieser Konstruktion weiterhin erlebbar. Der Zubau besteht aus einer eingeschossigen Halle für Werkstätten und Ateliers sowie einem viergeschossigen Turm für Büro- und Laborflächen. Diese Erweiterung setzt ein selbstbewusstes architektonisches und städtebaulich wirksames Zeichen; die teilweise Überschwebung des ursprünglichen Kopfgebäudes bildet eine elegante Verbindung und gleichzeitig eine bewusste Zäsur zwischen Alt und Neu.
Angestrebt wird für den Neubau eine Zertifizierung mit dem Standard klimaaktiv Gold. Großflächige Entsiegelungsmaßnahmen sowie neue Grünflächen im Vorbereich schaffen eine zusätzliche Aufenthaltsqualität für Studierende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Neubaus sowie thermische Optimierungen durch Dämmmaßnahmen und neue Fenster im bestehenden Gebäude sorgen künftig für einen verringerten Energieverbrauch.
BILDMATERIAL ZUM DOWNLOAD
Visualisierung: Ballonhalle
Emilie Brandl
Pressesprecherin
Bundesimmobiliengesellschaft
Telefon: +43 664 807 45-1130
E-Mail: emilie.brandl@big.at
Website: https://www.big.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender