FPÖ – Mölzer kritisiert Förderung für „Kreisky“-Film: „Steuergeld darf nicht für rote Selbstbeweihräucherung missbraucht werden“
FPÖ – Mölzer kritisiert Förderung für „Kreisky“-Film: „Steuergeld darf nicht für rote Selbstbeweihräucherung missbraucht werden“
Mit massiver Kritik reagiert der FPÖ-Kultursprecher NAbg. Wendelin Mölzer auf die bekanntgewordene öffentliche Finanzierung des neuen Bruno-Kreisky-Films „BRUNO – Der junge Kreisky“ sowie auf die Tatsache, dass die SPÖ selbst zur Vorpremiere des Streifens lädt. Für Mölzer sei dies ein weiterer Beleg dafür, dass das heimische Fördersystem zunehmend für parteipolitische Prestigeprojekte missbraucht werde.
„Es ist schon bemerkenswert, mit welcher Selbstverständlichkeit hier Millionenbeträge aus öffentlichen Töpfen in Projekte fließen, die am Ende vor allem der politischen Selbstinszenierung der SPÖ dienen“, erklärt der FPÖ-Kultursprecher. Nachdem bereits der sogenannte „Babler-Film“ mit rund 550.000 Euro Steuergeld unterstützt worden sei, folge nun mit dem Bruno-Kreisky-Film das nächste groß angelegte Prestigeprojekt mit offensichtlicher Nähe zur Sozialdemokratie.
„Von einem gewöhnlichen Kulturprojekt kann hier längst keine Rede mehr sein“, kritisiert Mölzer. Immer öfter entstehe der Eindruck, dass öffentliche Filmförderungen gezielt für ideologisch gefärbte Produktionen und parteipolitische Erzählungen eingesetzt würden. Besonders irritierend sei in diesem Zusammenhang, dass der neue Film mit mehreren Millionen Euro aus öffentlichen Quellen – unter anderem aus ORF-Mitteln sowie staatlicher Filmförderung – unterstützt werde. „Es kann nicht sein, dass der österreichische Steuerzahler für Filme zur Kasse gebeten wird, die am Ende offenkundig der politischen Selbstinszenierung der SPÖ dienen. Wenn die Sozialdemokratie ihre historischen Ikonen oder aktuelle Parteiprojekte filmisch verherrlichen will, dann soll sie das aus eigenen Parteimitteln finanzieren – aber sicher nicht mit Millionen aus ORF-Gebühren und staatlicher Filmförderung“, erklärt der FPÖ-Kultursprecher.
Die Einladung der SPÖ zur Vorpremiere sei ein politisches Signal mit fragwürdigem Beigeschmack und offenbare die enge Verbindung zwischen dem Filmprojekt und der Partei. Das zeigt wieder einmal die Doppelmoral der Linken: Zuerst Millionenförderungen aus öffentlichen Geldern kassieren und anschließend den Film wie ein parteieigenes Prestigeobjekt präsentieren. „Wenn eine Partei einen Film behandelt, als wäre es ihr eigenes Werk, dann stellt sich zwangsläufig die Frage, warum der österreichische Steuerzahler dafür aufkommen muss“, so Mölzer weiter.
Der FPÖ-Kultursprecher kündigt daher eine umfassende parlamentarische Anfrage an den zuständigen SPÖ-Kulturminister Babler an. Dabei wolle man insbesondere klären, nach welchen Kriterien die Förderungen vergeben wurden, welche Gremien in die Entscheidungen eingebunden waren und weshalb Projekte mit offensichtlicher Nähe zur SPÖ immer wieder mit hohen Summen unterstützt würden.
„Die Bürger haben ein Recht darauf zu erfahren, wohin ihre Steuergelder fließen und warum parteinahe Produktionen offenbar bevorzugt behandelt werden“, betonte der freiheitliche Abgeordnete. Es könne nicht Aufgabe staatlicher Kulturförderung sein, politische Legendenbildung oder die mediale Verklärung historischer Parteigranden zu finanzieren. Wenn die SPÖ Filme über ihre eigenen Ikonen produzieren wolle, dann solle sie diese aus Parteimitteln oder über ihre parteinahen Organisationen bezahlen.
Kritik übte der FPÖ-Kultursprecher auch grundsätzlich an der aktuellen Struktur der österreichischen Filmförderung. Diese habe sich zunehmend von ihrem eigentlichen Auftrag entfernt. „Statt Qualität, kultureller Vielfalt und wirtschaftlicher Nachhaltigkeit werden oftmals ideologisch motivierte Projekte oder Randproduktionen bevorzugt werden“, so Mölzer.
„Die Filmförderung in Österreich braucht dringend einen Neustart. Öffentliche Gelder dürfen nicht länger für parteipolitische Selbstdarstellung oder links-ideologische Prestigeprojekte missbraucht werden“, erklärt der FPÖ-Kultursprecher. Es brauche transparente Kriterien, nachvollziehbare Entscheidungsprozesse und eine klare Trennung zwischen Kulturförderung und parteipolitischer Propaganda.
Mit Blick auf die Zuschauerzahlen ähnlicher Produktionen merkte der FPÖ-Kultursprecher Mölzer zudem an, dass abzuwarten bleibe, ob der Kreisky-Film überhaupt nennenswertes Interesse beim Publikum auslösen werde. „Ob dieser Film am Ende mehr Menschen ins Kino lockt als das derzeitige rote Prestigeprojekte „Wahlkampf“, bleibt abzuwarten. Entscheidend ist aber etwas anderes: Staatlich finanzierte Parteipropaganda darf in Österreich keinen Platz haben“, stellt Mölzer klar.
Abschließend kündigte die Mölzer an, sich weiterhin konsequent gegen die politische Instrumentalisierung öffentlicher Fördergelder einzusetzen. „Die österreichischen Steuerzahler dürfen nicht länger als Finanzierungsquelle für parteipolitische Imagekampagnen missbraucht werden. Wir werden hier genau hinschauen und entsprechende Konsequenzen einfordern“, so der FPÖ-Kultursprecher abschließend.
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