28. Mai: Internationaler Aktionstag für Frauengesundheit – Geschlechtsspezifische Unterschiede endlich ernst nehmen

28. Mai: Internationaler Aktionstag für Frauengesundheit – Geschlechtsspezifische Unterschiede endlich ernst nehmen

Der Internationale Aktionstag für Frauengesundheit am 28. Mai lenkt erneut den Blick auf ein Thema, das trotz seiner hohen gesellschaftlichen Relevanz noch immer zu wenig Beachtung findet: die unterschiedlichen gesundheitlichen Realitäten von Frauen. Auch in Österreich bestehen – trotz eines gut ausgebauten Gesundheitssystems – geschlechtsspezifische Ungleichheiten, die nicht länger übersehen werden dürfen.

„Frauengesundheit ist keine Randfrage, sondern eine zentrale Frage der sozialen Gerechtigkeit. Wer gleiche Chancen will, muss auch gleiche Gesundheit ernst nehmen“, betont FCG Bundesfrauenvorsitzende Mag.a Ursula Hafner.

Bereits vor 40 Jahren setzte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit der Ottawa-Charta einen Meilenstein für ein umfassendes Gesundheitsverständnis. Gesundheit entsteht demnach im Alltag der Menschen – dort, wo sie wohnen, lernen, leben und arbeiten. Gesundheitsförderung ist daher eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die politisches Engagement ebenso erfordert wie gesundheitsförderliche Lebenswelten und starke Gemeinschaften.

Dennoch werden geschlechtsspezifische Unterschiede in der medizinischen Forschung nach wie vor unzureichend berücksichtigt. Diese Lücke hat konkrete Auswirkungen auf Diagnose, Behandlung und Prävention von Erkrankungen.

„Frauen tragen in vielen Bereichen die Hauptlast – im Beruf, in der Familie und in der unbezahlten Care-Arbeit. Umso wichtiger ist es, ihre Gesundheit gezielt zu schützen und zu stärken. Sie ist eng mit sozialen Rahmenbedingungen, Erwerbsarbeit und gesellschaftlichen Rollenbildern verbunden“, führt Mag.a Ursula Hafner aus, die auch die Funktion als Vorsitzender-Stellvertreterin in der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) bekleidet.

Der Internationale Aktionstag für Frauengesundheit ist somit auch ein klarer Handlungsauftrag: Denn Frauengesundheit ist keine Randfrage – sie ist ein zentraler Indikator für soziale Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft.

„Geschlechtergerechte Gesundheitsversorgung darf kein Zukunftsprojekt bleiben. Wir brauchen endlich Forschung, Prävention und Versorgung, die die Lebensrealitäten von Frauen konsequent mitdenken“, fordert Mag.a Ursula Hafner abschließend, „Frauengesundheit berührt das Leben von uns allen. Wer Frauen stärkt, stärkt Familien und letztlich unsere gesamte Gesellschaft.“

Fraktion Christlicher Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter
Mag. Denis Strieder, BA
Pressereferent
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