Universitätsräte warnen vor beispielloser Kürzung des Universitätsbudgets

Universitätsräte warnen vor beispielloser Kürzung des Universitätsbudgets

Die unterzeichnenden Vorsitzenden der Universitätsräte Österreichs nehmen zur aktuellen Diskussion über die Finanzierung der Universitäten in der Leistungsvereinbarungsperiode 2028–2030 wie folgt Stellung:

Aktuellen Pressemeldungen ist zu entnehmen, dass das Universitätsbudget doch noch nicht final feststeht; auch aus den Regierungsparteien sind erfreulicherweise deutliche Stimmen der Kritik am geplanten Einsparungsvolumen zu hören. Es ist unbedingt erforderlich, dass in weiteren Verhandlungen eine befriedigende Lösung gefunden wird, denn die aktuellen Planungen hätten gravierende Folgen.

* Eine Kürzung der Bundesmittel für die Universitäten wäre beispiellos und widerspricht allen bisherigen politischen Aussagen der Bundesregierung zur Förderung von Wissenschaft und Forschung.
* Einsparungspotenziale gibt es in jeder Institution, doch das angekündigte Ausmaß realer Kürzungen wäre von den Universitäten nicht ansatzweise zu bewältigen. Eine solche Budgetreduktion gefährdet den Universitätsbetrieb grundsätzlich – und über die nicht zu haltende Qualität der akademischen Ausbildung die Chancen unserer heutigen Jugend als Absolventinnen und Absolventen auf dem wettbewerbsintensiven Arbeitsmarkt.
* Es erscheint unvorstellbar, dass Universitätsräte den Rektoraten den Abschluss einer Leistungsvereinbarung empfehlen könnten, die einen solchen Substanzverlust umsetzt.

Österreich, als kleines Land ohne nennenswerte Bodenschätze, benötigt innovative und erfolgreiche Universitäten. Seine Universitäten bilden die Basis für wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erfolg. Investitionen in Universitäten sind Investitionen in unser aller Zukunft.

Die Vorsitzenden unterstützen daher die Kritik der Universitätenkonferenz an dem in Aussicht gestellten Budget sowie die in den nächsten Tagen geplanten Protestmaßnahmen.

Gleichzeitig hoffen wir, dass in einem ernsthaften Dialog trotz der budgetären Notwendigkeiten eine nachhaltige tragfähige Finanzierung der Universitäten, insbesondere für die gesamte Leistungsvereinbarungsperiode 2028-2030, gefunden wird.

Dr.in Hildegund Amanshauser, Universität für angewandte Kunst Wien; Univ.-Prof. Dr. Arne Bathke, stellvertretender Vorsitzender Veterinärmedizinische Universität Wien; Mag. Herbert Beiglböck, MBA, Universität Graz; Mag.a Dr.in Andrea B. Braidt, MLitt Privatdoz, Kunstuniversität Linz; Dr.in Eva Dichand, Medizinische Universität Wien; Dr. Bernhard Hainz, Akademie der bildenden Künste Wien; Dr. Michael Heinisch, Medizinische Universität Graz; Prof. Herwig Hösele, Universität für Musik und darstellende Kunst Graz; Dr.in Cattina Leitner, LL. M., Wirtschaftsuniversität Wien; DI Georg List, MBA, stellvertretender Vorsitzender Technische Universität Graz; Univ.-Prof.in Dr.in Elisabeth Lovrek, Universität Wien; Mag.a Angelika Möser, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien; Univ.-Prof.in Dr.in Katharina Pabel, Universität Linz; Dipl.-Ing. Josef Plank, Universität für Bodenkultur Wien; Univ.-Prof.in Dr.in Rosa Reitsamer, Universität Mozarteum Salzburg; Dr. Reinhard Schretter, lic.oec, Universität Innsbruck; Dr.in Marianne Schulze, LL.M., Universität Salzburg; emer. Univ.-Prof.in Dr.in Dr.in Christiane Spiel, Montanuniversität Leoben; Univ.-Prof.in Dr.in rer. nat. Johanna Stachel, Technische Universität Wien; Mag. Werner Wutscher, MPA, Universität Klagenfurt; Dr.in Elisabeth Zanon, Medizinische Universität Innsbruck

Universitätsrat der Universität Wien

Vorsitzende des Universitätsrats der Universität Wien
Univ.-Prof.in Dr.in Elisabeth Lovrek
E-Mail: elisabeth.lovrek@univie.ac.at

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