ÖH Uni Innsbruck: Stadt Innsbruck und IVB lassen Studierende im Regen stehen
ÖH Uni Innsbruck: Stadt Innsbruck und IVB lassen Studierende im Regen stehen
Die Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der Universität Innsbruck (ÖH Uni Innsbruck) kritisiert das Verhalten der Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB) im Rahmen der Verhandlungen über die Stadtradaktion für Studierende scharf. Trotz intensiver Bemühungen seitens der Studierendenvertretung beharrte die IVB auf ihrem astronomischen Letztangebot von über 120.000 Euro pro Jahr für alle Studierenden an der Universität Innsbruck – eine Verfünffachung des ursprünglichen Preises von unter 25.000 Euro pro Jahr für alle Studierenden an der Universität Innsbruck aus dem Jahr 2022.
EIN POLITISCHES ARMUTSZEUGNIS FÜR STADT UND IVB
Das drohende Aus der Stadtradaktion für Studierende ist Resultat eines Mangels an politischem Willen der Stadt Innsbruck und der IVB. Doch während Innsbrucks Studierende um ihre leistbare Mobilität fürchten müssen, versucht sich die IVB mit fragwürdigen Taschenspielertricks aus der Affäre zu ziehen, verbreitet falsche Behauptungen und arbeitet mit höchst irreführenden Vergleichen.
Dank des Rückhalts der Studierenden durch unsere Petition konnten wir einen Verhandlungstermin erwirken. Anstatt jedoch, diese neue Chance zu nutzen und die existenziellen Anliegen der Studierenden ernst zu nehmen, versteckt sich die IVB-Führung hinter einer Nebelwand aus Zahlen, die in dieser Form schlichtweg falsch sind:
* DIE HISTORISCHE REALITÄT: Laut dem offiziellen Vertrag zwischen der ÖH Uni Innsbruck und der IVB aus dem Jahr 2022 verlangte die IVB für eine Laufzeit von 11 Monaten exakt 22.680,00 Ꞓ. Nicht 3 Monate, wie von der IVB behauptet.
* DER VERSTECKTE KAHLSCHLAG: Bei ihrem vermeintlich „neuen Angebot“ verschweigt die IVB einen wesentlichen Punkt: Rund 30 % der Studierenden wird die Nutzung gestrichen! Das sind Zahlenspielereien auf Kosten der Studierenden.
* DIE WAHRE SUMME: Rechnet man – wie bisher – mit allen Studierenden der Universität Innsbruck, liegt der Preis bei mehr als 120.000 Ꞓ.
IVB und Stadt wollen das Stadtrad auf dem Rücken der Studierenden finanzieren. Mangelnde Förderungen der Stadt sollen also wieder einmal über die Studierenden ausgeglichen werden.
„Wir haben bis zuletzt verhandelt und nach Kompromissen gesucht. Doch die IVB hat sich keinen Millimeter bewegt. Dass die Stadt Innsbruck hier nicht regulierend eingreift und ihre eigenen Betriebe zurückpfeift, ist ein politisches Armutszeugnis“, erklärt ÖH-Vorsitzender Julian Herb.
DIE ÖH BLEIBT AKTIV
Studierende sind nicht das Geldbörserl der IVB. Studierendengelder sind nicht dafür da, die Budgetlöcher der IVB zu stopfen. Wir setzen uns weiterhin für leistbare Mobilität für Studierende ein. Unsere Petition wird weitergeführt, um den Druck auf die Stadtpolitik zu erhöhen.
Gleichzeitig betont das Vorsitzteam, dass die Gesprächskanäle nicht gekappt sind: „Wir sind nach wie vor gesprächsbereit. Voraussetzung dafür ist jedoch ein faires Angebot für eine nachhaltig finanzierbare Lösung. Der Ball liegt nun bei Stadt und IVB.“
Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der Universität Innsbruck
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit Kim Schneider
Telefon: +43 677 61392342
E-Mail: oeffentlichkeitsarbeit-oeh@uibk.ac.at
Website: https://www.oehweb.at
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