Chancenbonus startet: Ausschreibungen für zusätzliches Personal beginnen
Chancenbonus startet: Ausschreibungen für zusätzliches Personal beginnen
Bildungsminister Christoph Wiederkehr: „Mit dem Chancenbonus bringen wir zusätzliche Unterstützung genau dorthin, wo sie am dringendsten gebraucht wird.“
Ab dem Schuljahr 2026/27 setzt das Bildungsministerium den Chancenbonus um: Mit 65 Millionen Euro jährlich werden Schulen in sozial und wirtschaftlich schwierigem Umfeld gezielt gestärkt. Rund 800 neue Stellen – von Lehrpersonen über Schulpsychothera-peut/innen bis hin zu Theaterpädagog/innen – sollen Schulentwicklung, Chancengerechtigkeit, Wohlbefinden und Lernerfolg nachhaltig verbessern. Bewerbungen werden über das Österreichische Zentrum für psychologische Gesundheitsförderung im Schulbereich (ÖZPGS) abgewickelt.
Bildungsminister Christoph Wiederkehr betont: „Mit dem Chancenbonus gelingt ein weiterer großer Schritt in unserer Aufholjagd. Wir lösen damit ein Versprechen ein und investieren trotz Budgetknappheit in die Schulen, die es am dringendsten brauchen. Jetzt beginnt die Umsetzung: Ab sofort werden die zusätzlichen Stellen ausgeschrieben. Damit bringen wir mehr Unterstützung an die Schulen und stärken die Chancengerechtigkeit nachhaltig. Unser Ziel ist, dass die Potenziale der Kinder und Jugendlichen im Vordergrund stehen – und nicht der Bildungshintergrund der Eltern.“
800 ZUSÄTZLICHE VOLLZEITÄQUIVALENTE
Im Rahmen des Chancenbonus stehen den 400 teilnehmenden Schulen insgesamt rund 800 zusätzliche Vollzeitäquivalente zur Verfügung. Dabei entscheidet jede Schule selbst und in Abstimmung mit der Schulaufsicht, welche Ressourcen sie konkret entlang ihrer Bedarfslage benötigt. Neben Lehrpersonen, Schulpsycholog/innen und Schulsozialarbeiter/innen, konnten insgesamt 7 weitere Personalkategorien beantragt werden.
Auf Basis der eingelangten Ressourcenanträge sind derzeit österreichweit neben zusätzlichen Lehrpersonen, die mit knapp 440 mehr als die Hälfte der angeforderten Stellen umfassen, folgende Stellen über das ÖZPGS ausgeschrieben:
* 32 Schulpsycholog/innen
* 72 Schulsozialarbeiter/innen
* 87 Sozialpädagog/innen
* 39 Psychotherapeut/innen
* 39 Theaterpädagog/innen
* 19 Musik- und Tanzpädagog/innen
* 31 Legasthenietrainer/innen
* 23 Dyskalkulietrainer/innen
Zusätzlich werden auch Bewegungscoaches künftig zur Verfügung stehen.
MEHR CHANCEN FÜR JEDES KIND
Insgesamt werden 400 Schulen vom Chancenbonus profitieren, darunter 244 Volksschulen und 156 Mittelschulen. Die Auswahl der teilnehmenden Schulen erfolgte auf Basis objektiver Kriterien entlang der sozioökonomischen Ausgangslage (SÖL) einer Schule. Die SÖL wird auf Basis unabhängiger Daten der Statistik Austria berechnet und berücksichtigt dabei den Bildungsstand der Eltern, den ökonomischen sowie sprachlichen Hintergrund. Je höher die sozioökonomische Ausgangslage einer Schule ist, desto günstiger sind die Bedingungen für den Bildungserfolg der Schüler/innen. Die Tatsache, dass es Schulen, mit schwieriger Ausgangslage immer wieder gelingt, dennoch gute Ergebnisse zu erzielen, zeigt, was hier geleistet wird und bestätigt, dass zusätzliche Ressourcen, genau hier Großes bewirken können.
Ziel des Chancenbonus ist die Verbesserung der Lernbedingungen an Schulen mit besonderen Herausforderungen. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie gelingt es, Kinder trotz schwieriger Rahmenbedingungen stark zu machen – im Lernen, in der Persönlichkeit und im Leben? Das ist nicht allein eine Frage der Ressourcen. Es ist eine Frage der Haltung, der Zusammenarbeit und der konsequenten Schulentwicklung. Genau hier setzt der Chancenbonus an und stärkt Schulen in ihrer weiteren Entwicklung.
Internationale Erfahrungen zeigen, dass die gezielte Ausstattung von Schulen in sozioökonomisch benachteiligten Regionen mit zusätzlichen Ressourcen besonders wirksam ist. Mit dem Chancenbonus setzt Österreich diesen Ansatz nun erstmals in großem Umfang um und stärkt damit die Bildungsgerechtigkeit im gesamten Schulsystem.
Link zur Bewerbungsplattform: karriere.oezpgs.at/jobs
BMB
Susanne Leiter
Pressesprecherin
Telefon: +43 1 53120-5006
E-Mail: susanne.leiter@bmb.gv.at
Website: https://www.bmb.gv.at
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