ÖVP – Hammerer/Ofner: Gesamtkonzept statt Symptombekämpfung beim Jedmayer

ÖVP – Hammerer/Ofner: Gesamtkonzept statt Symptombekämpfung beim Jedmayer

SPÖ-Neos müssen Drogenprobleme endlich an der Wurzel packen – Illegalem Handel die Geschäftsgrundlage entziehen

Am 2. Juni 2026 findet die seit langem von der ÖVP geforderte Anrainerversammlung zur Situation rund um den Jedmayer und die U6-Station Gumpendorfer Straße statt. „Diese Versammlung ist längst überfällig. Die Menschen vor Ort erleben seit Jahren, wie sich die Lage verschärft, während SPÖ und Neos die Probleme verharmlost, ausgesessen oder kleingeredet haben“, kritisieren Gerhard Hammerer, Obmann der ÖVP Mariahilf, und Felix Ofner, Obmann der ÖVP Rudolfsheim-Fünfhaus.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 82,3 Prozent aller Spritzentauschkontakte in Wien entfallen auf den Standort Jedmayer am Gumpendorfer Gürtel, das sind 179.986 Kontakte und 2.356.836 abgegebene Spritzen im Jahr 2025. Rund um den Jedmayer gibt es die meisten Suchtmitteldelikte pro Einwohner in Wien, die U6-Station Gumpendorfer Straße ist längst ein Kriminalitäts-Hotspot. „Eine derartige Konzentration ist kein Versorgungskonzept, sondern ein politisch produzierter Brennpunkt“, so Hammerer und Ofner.

Kurzfristige Schritte wie die Schutzzone rund um den Fritz Imhoff Park seien richtig, weil sie der Polizei zusätzliche Möglichkeiten gegen Drogenhandel und problematische Entwicklungen geben. „Aber eine Schutzzone allein reicht nicht. Wir brauchen auch eine Alkoholverbotszone und Videoüberwachung rund um die U6-Station Gumpendorfer Straße. Was am Praterstern, am Franz Jonas Platz oder an anderen Brennpunkten möglich ist, darf beim Jedmayer nicht länger blockiert werden“, so Hammerer und Ofner weiter. Entscheidend sei, dass der öffentliche Raum wieder sicherer wird und Anrainerinnen und Anrainer nicht länger die Folgen einer gescheiterten Drogenpolitik tragen müssen.

Entscheidend sei jedoch, das Problem endlich an der Wurzel zu packen. Die ÖVP fordert daher eine grundlegende Änderung bei der Substitutionstherapie: weg von leicht weiterverkaufbaren Tabletten, hin zu flüssiger Abgabe und kontrollierter Einnahme. „Damit würde dem illegalen Handel ein wesentlicher Teil der Geschäftsgrundlage entzogen“, betonen Hammerer und Ofner.

Zusätzlich soll die Verschreibung im Rahmen der Substitutionstherapie stärker an den Hauptwohnsitz gekoppelt werden. Rezepte sollten grundsätzlich nur mehr am Wohnort eingelöst werden können. „Wir fordern SPÖ-Stadtrat Hacker auf, diesen Vorschlag mit der zuständigen SPÖ-Gesundheitsministerin Schumann rasch zu besprechen und umzusetzen. Eine einzige Einrichtung kann nicht die Drogenprobleme einer Zwei-Millionen-Metropole schultern. Wien braucht endlich ein Gesamtkonzept statt weiterer Ausreden“, so Hammerer und Ofner abschließend.

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