Zum 100. Todestag Antoni Gaudís: ORF-„kulturMATINEE“ und „kreuz & quer reportage“ am 7. Juni
Zum 100. Todestag Antoni Gaudís: ORF-„kulturMATINEE“ und „kreuz & quer reportage“ am 7. Juni
Ab 9.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON
Anlässlich des 100. Todestags des katalanischen Architekten Antoni Gaudí – weltbekannt vor allem durch seine seit 144 Jahren in Bau befindliche gigantische Kathedrale Sagrada Família in Barcelona – widmet sich am Sonntag, dem 7. Juni 2026, zunächst die „kulturMATINEE“ um 9.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON „Gaudí – Architekt der Moderne in Barcelona“. „Der Klang der Sagrada Família“ steht dann um 12.30 Uhr im Mittelpunkt einer „kreuz & quer reportage“ (auch am Dienstag, 9. Juni, um 23.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON).
„Gaudí – Architekt der Moderne in Barcelona“ (9.05 Uhr)
Die Basilika der Sagrada Família – der Heiligen Familie – in Barcelona ist das Hauptwerk des katalanischen Architekten Antoni Gaudí (1852–1926). Seit ihrem Baubeginn im Jahr 1882 prägt sie die Skyline der Metropole und gilt heute als eines ihrer wichtigsten Wahrzeichen, das Anziehungspunkt für Besucher:innen aus aller Welt ist. Dabei ist die imposante Kirche nicht das einzige Bauwerk, das der führende Vertreter des Modernismus seiner Stadt hinterlassen hat. Sein kreativer Geist hat Barcelona einen unverwechselbaren Stempel aufgedrückt – in einer Zeit, die geprägt war von den Umbrüchen und Verwerfungen am Beginn des 20. Jahrhunderts. Der Film von Edouard Toda und Pascal Cuissot über den visionären Künstler Gaudí beschreibt anhand der Basilika und weiterer Hauptwerke, wie dem Wohn- und Geschäftsgebäude Casa Batlló oder der Architektur im Park Güell, die einzigartige Formensprache ihres Schöpfers. Seine bahnbrechenden Ideen waren getragen vom Respekt für Mensch und Natur – zugleich war Antoni Gaudí ein Meister technischer Innovation.
„Der Klang der Sagrada Família“ (12.30 Uhr)
1882 wurde ihr Grundstein gelegt, seit mittlerweile 144 Jahren ist die Sagrada Família in Bau. Papst Leo XIV. wird höchstpersönlich Barcelona besuchen, um am 10. Juni den Christus-Turm der Basilika „Sagrada Família“ einzuweihen – den nunmehr höchsten Kirchturm der Welt. Ein Anlass für den Papstbesuch ist auch der 100. Todestag von Architekt Antoni Gaudí, für den ein Seligsprechungsverfahren läuft. Mit der Fertigstellung des zentralen Christus-Turms ist das weltberühmte Gotteshaus fast vollendet. Im Inneren fehlt etwa noch die große Orgel.
„kreuz und quer“ begleitet den österreichischen Komponisten, Organisten und römisch-katholischen Priester Konstantin Reymaier nach Barcelona. Reymaier hat sich sowohl als Virtuose als auch durch seine entscheidende Mitarbeit am Neubau der Wiener Riesenorgel einen Namen gemacht. Schon als Vierjähriger wollte er Organist werden, mit 14 Jahren schaffte er bereits die Aufnahmsprüfung an die Musikuniversität. Es folgte eine Karriere als Musiker und Professor in England und Graz, ehe er mit 42 zum Priester geweiht wurde. Musik und Spiritualität sind seine großen Themen, die ihn auch mit der Sagrada Família verbinden.
Der Bau der Basilika ist noch nicht abgeschlossen, noch in Arbeit ist etwa die Fassade der Glorie. Und im Inneren fehlt noch die von Gaudí konzipierte Orgel. Gaudí hatte die Vision, die Orgelpfeifen in 45 Metern Höhe anzubringen, was eine technische und akustische Herausforderung darstellt. Der Organist Juan de la Rubia und die Präsidentin der Sagrada Família, Rosa Alsina Pagès, waren zu diesem Zweck auch schon in Wien, weil es auch dort, im Stephansdom, eine große Distanz zwischen Spieltisch und Orgelempore gibt. Ein Thema, mit dem sie sich gerne mit Konstantin Reymaier austauschen. Die von Robert Neumüller gestaltete „kreuz & quer reportage“ wirft einen Blick auf Gaudís Meisterwerk und die Menschen, die sich damit beschäftigen – ein musikalisches Porträt eines der Weltwunder der Gegenwart.
http://presse.ORF.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender