SPÖ-Regner: Lohntransparenz wieder auf Kurs!
SPÖ-Regner: Lohntransparenz wieder auf Kurs!
SPÖ-EU-Abgeordnete warnt vor „Korrekturversuchen“ für Lohntransparenz auf EU-Ebene
Am Wochenende hat Sozialministerin Korinna Schuman noch vor Ablauf der Umsetzungsfrist einen Gesetzesvorschlag für die Lohntransparenzrichtlinie vorgelegt. SPÖ-EU-Abgeordnete Evelyn Regner hat die Richtlinie auf EU-Ebene mitverhandelt und sieht einen wichtigen Schritt für Frauen in ganz Europa: „Die Wirtschaftslobby hat in den vergangenen Monaten mit vereinten Kräften so massiven Gegenwind erzeugt, dass die Lohntransparenzrichtlinie kurz vor dem Kentern stand. Die Sozialministerin hatte einen harten Kampf zu schlagen und trotzdem ist ihr eine Kurskorrektur gelungen. Dass wir jetzt einen Kompromiss vorliegen haben, sind somit mehr als gute Nachrichten, nicht nur für Österreich, sondern für ganz Europa. Denn der Gegenwind weht nicht nur in Österreich, sondern in der gesamten EU. Derzeit ist EU-weit nur fünf Staaten eine Umsetzung gelungen. Wirtschaft, aber auch konservative und liberale Parteien stellen sich der Umsetzung dieser wegweisenden Gesetzgebung für mehr Gleichstellung am Arbeitsplatz in den Weg. Dabei läuft das Argument über überborderde Bürokratie wie eine hängengebliebene Schallplatte in Dauerschleife. Ein Argument, das auf schwaches Fundament gebaut ist, da ohnehin kleine und mittelgroße Unternehmen von den Berichtspflichten weitestgehend ausgenommen sind.“ ****
Regner weiter: „Auch wenn wir in Österreich nun einen großen Schritt weitergekommen sind, lauert immer noch die reale Gefahr, dass die Lohntransparenzrichtlinie auf EU-Ebene wieder geöffnet wird. Das wäre genau das falsche Signal. Die Richtlinie leistet einen signifikanten Beitrag für mehr Gleichstellung in der Arbeitswelt und hat die Macht, das Lohngefälle zwischen Frau und Mann endlich zu schließen. Das Prinzip von gleichem Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit kann durch die Lohntransparenzrichtlinie endlich zur Wirklichkeit werden. Gleichzeitig müssen wir endlich damit aufhören, europäische Gesetze – von Umweltschutz bis Gleichstellungsmaßnahmen – wieder aufzuschnüren, sobald es an die Umsetzung geht, nur weil die Industrie laut genug schreit. So funktionieren europäische Demokratie und somit unser Rechtsstaat nicht!“ (Schluss) ff
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der SPÖ-Delegation im
Europaparlament
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