75. Städtetag: Brodnig zu Digitaler Gewalt: „Um politisch und gesellschaftlich aktiv zu bleiben, braucht es starken Einsatz“

75. Städtetag: Brodnig zu Digitaler Gewalt: „Um politisch und gesellschaftlich aktiv zu bleiben, braucht es starken Einsatz“

Leichtfried: Städtetag leistet wichtigen Beitrag für Aufklärung und Prävention

Der 75. Österreichische Städtetag wird heute, Donnerstag, mit vier Arbeitskreisen und einem Fachvortrag fortgesetzt. Im Folgenden finden Sie Themen, Zitate der Keynotespeaker*innen und den Livestream auf www.staedtetag.at/livestream.

DER ARBEITSKREIS „DIGITALE GEWALT – ANALOGE FOLGEN“ – das Thema ist auch ein Schwerpunkt der heurigen Resolution – diskutiert wie Abwertungen, Demütigungen und Drohungen in den Alltag wirken, denn Hass im Netz ist längst kein rein digitales Phänomen mehr. Besonders betroffen sind Frauen, Minderheiten und andere vulnerable Gruppen. Woher dieser Hass kommt, welche rechtlichen Rahmenbedingungen und welche Gegenstrategien es braucht sowie die Verantwortung von Städten und Gemeinden, beleuchtet unter anderem Keynote-Speakerin INGRID BRODNIG, die betont: „Auch auf kommunaler Ebene hat digitale Gewalt eine einschüchternde und hemmende Wirkung: Damit Menschen weiterhin politisch und gesellschaftlich aktiv sind, braucht es einen starken Einsatz gegen diese unfairen Methoden.“ JÖRG LEICHTFRIED, Staatssekretär im Innenministerium, sagt dazu: „Regeln unseres demokratischen Rechtsstaates gelten on- und offline. Denn Soziale Medien dürfen niemals Orte von Hass, Gewalt und Extremismus sein. Es braucht Aufklärung und Prävention und der Städtetag leistet mit dieser Diskussion einen wichtigen Beitrag.“

Weitere Diskutant*innen sind Bürgermeisterin INES SCHILLER (Bad Ischl), ALINA ZACHAR, stellvertretende Leiterin des 24-Stunden Frauennotrufes der Stadt Wien, SUSANNE LACKNER, Koordinatorin für digitale Dienste und Vorsitzenden-Stellvertreterin der KommAustria. Moderiert wird der Arbeitskreis von BARBARA HAAS, Leitende Redakteurin der Kleinen Zeitung.

ARBEITSKREIS ZU „ZUKUNFT DES WOHNENS“

DER ARBEITSKREIS „DIE ZUKUNFT DES WOHNENS – LEISTBAR, SOZIAL UND KLIMARESILIENT“ befasst sich mit den Herausforderungen des österreichischen Wohnungsmarktes: steigenden Preisen, demographischen Anforderungen und der Notwendigkeit, Wohnraum klimafit zu gestalten. Außerdem erfolgt eine Einschätzung aktueller Initiativen der Europäischen Union im Bereich Wohnen und Bauen. Keynote-Speaker STEFAN MOSER (Referatsleiter Europäische Kommission, DG Regio) betont: „Da die Wohnungskrise Gemeinschaften in ganz Europa betrifft, ist die Zusammenarbeit mit und zwischen den Mitgliedsstaaten auf nationaler, regionaler und kommunaler Ebene wichtiger denn je. Die Gründung der Europäischen Wohnungsallianz ist ein entscheidender Schritt, um gemeinsame Antworten auf diese Herausforderung zu finden und uns durch gute Praktiken gegenseitig zu unterstützen.“ Weitere Diskutant*innen kommen aus der Kommunalpolitik sowie der Wohnungspolitik: Bürgermeisterin SUSANNE KALTENEGGER (Bruck/Mur), Bürgermeister JOHANNES ANZENGRUBER (Innsbruck), Bürgermeisterin SABINE NADERER-JELINEK (Leonding), Vizebürgermeister KAY-MICHAEL DANKL (Salzburg), ANTONIA ROITHER-VOIGT (Geschäftsführerin ARWAG), JUDITH M. LEHNER (Senior Scientist TU Wien, Research Center for New Social Housing), MAXIMILIAN LINTNER (Abteilungsleiter Amt der Kärntner Landesregierung) und DANIELA UNTERHOLZNER (Geschäftsführung Schwarzatal). Moderation: WOLFGANG GERLICH (PlanSinn).

ARBEITSKREIS ZU GEMEINDEKOOPERATIONEN

DER ARBEITSKREIS „GEMEINDEKOOPERATIONEN – ERFOLGREICHE MODELLE FÜR STÄDTE UND GEMEINDEN“ beschäftigt sich mit Chancen und Möglichkeiten von Kooperationen und Best-Practice-Beispielen. Österreichs Städte und Gemeinden haben mit einer prekären finanziellen Lage zu kämpfen. Es braucht daher nicht nur Reformen im Bundesstaat wie jener der Grundsteuer, sondern auch Effizienzsteigerungen auf kommunaler Ebene. Keynote-Speakerin KAROLINE MITTERER, Bereichskoordinatorin für Öffentliche Finanzen im KDZ-ZENTRUM FÜR VERWALTUNGSFORSCHUNG: „Ein stärker regionales Denken und Agieren stärkt die Gemeindeautonomie, da dies Abhängigkeiten reduzieren kann. Hierzu braucht es aber geeignete Rahmenbedingungen, welche Bund und Länder schaffen müssen.“

Weitere Diskutant*innen im Arbeitskreis: Bürgermeisterin ELISABETH BLANIK (Lienz), Bürgermeister WALTER GOHM (Frastanz und Präsident des Vorarlberger Gemeindeverbandes) sowie Bürgermeister MARIO ABL (Trofaiach). Moderation: Journalistin und Autorin CLAUDIA REITERER.

ARBEITSKREIS „EFFIZIENTER ENERGIE- UND ROHSTOFFEINSATZ“

DER ARBEITSKREIS „EFFIZIENTER ENERGIE- UND ROHSTOFFEINSATZ IM FOKUS DER KREISLAUFWIRTSCHAFT ZUR ERREICHUNG DER KLIMAZIELE“ beschäftigt sich mit dem Paradigmenwechsel hin von der Abfall- zur Kreislaufwirtschaft. Nicht nur die Industrie, sondern auch Städte und Gemeinden sind zukünftig noch mehr gefordert, Abfallströme möglichst sortenrein und getrennt voneinander zu sammeln. Neben dem Ausbau von erneuerbaren Energieträgern und der Erzeugung von grünem Wasserstoff bilden auch die Versorgung mit Energie und deren Speicherung, um den wachsenden Bedarf an Elektrizität zu decken, wichtige Forschungsgebiete. Keynote-Speakerin EVA GEROLD (Lehrstuhl für Nichteisenmetallurgie, Montanuniversität Leoben): „Energiespeicher sind ein zentraler Schlüssel für das Gelingen der Energiewende und die Versorgungssicherheit in unseren Städten. Gleichzeitig müssen Batterien von Beginn an als Teil einer Kreislaufwirtschaft gedacht werden – mit effizienten Recyclingprozessen und der Rückgewinnung kritischer Rohstoffe. Nur so können Klimaschutz, Ressourcensicherheit und industrielle Wettbewerbsfähigkeit langfristig miteinander verbunden werden.“ Keynote-Speaker ROLAND POMBERGER (Leiter des Lehrstuhls für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft, Montanuni Leoben: „Abfallwirtschaft ist der zentrale Teil der Kreislaufwirtschaft. Die österreichischen Kreislaufwirtschaftsziele können nur durch einen massiven Ausbau der Sekundärrohstoffe erreicht werden. Deshalb müssen wir die Herstellung und den Einsatz von Sekundärrohstoffen privilegieren.“

Zudem am Podium: IRIS FILZWIESER (Gründerin und Geschäftsführerin – METTOP GmbH, Leoben), THOMAS KIENBERGER (Leiter des Lehrstuhls für Energieverbundtechnik, Montanuniversität Leoben), GERNOT KREINDL (Referatsleiter Stadtgemeinde Leoben und Geschäftsführer Abfallwirtschaftsverband Leoben); Moderation: HELMUT ANTREKOWITSCH (Leiter des Lehrstuhls für Nichteisenmetallurgie, Montanuniversität Leoben).

FACHVORTRAG „KLIMANEUTRALITÄT IN DER INDUSTRIE“

Der FACHVORTRAG „KLIMANEUTRALITÄT IN DER INDUSTRIE: WIE FORSCHUNG, STÄDTE UND UNTERNEHMEN ZUSAMMENSPIELEN“ von KERSTIN PFLEGER-SCHOPF (Head of Research Group „All Driven Industrial Energy Systems“, Montanuniversität Leoben) beschäftigt sich mit der Weiterentwicklung komplexer Energiesysteme auf dem Weg zur Klimaneutralität. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie Energieversorgungssysteme künftig zuverlässig, leistbar und nachhaltig gestaltet werden können. Im Fokus stehen der Ausbau erneuerbarer Energien und die Weiterentwicklung von Energieinfrastrukturen. Elektromobilität, Wärmepumpen, Energiespeicher und deren Integration in bestehende Netze spielen ebenso eine Rolle. KERSTIN PFLEGER-SCHOPF betont in ihrer Keynote: „Klimaneutralität ist nicht nur eine energie- und umweltpolitische Aufgabe, sondern auch ein wichtiger Impuls für industrielle Entwicklung und regionale Wertschöpfung. Genau hier setzt das Innovationsnetzwerk NEFI – New Energy for Industry an. Lösungen ‚Made in Austria‘ werden gemeinsam mit Akteur*innen aus Forschung, Industrie und Wirtschaft entwickelt und durch Umsetzungsbeispiele demonstriert.“

ZWTL.: LIVESTREAMS

Hier gelangen Sie AB 9:30 UHR zum LIVESTREAM DER ARBEITSKREISE und ab 14:30 Uhr zum Fachvortrag: https://www.staedtetag.at/livestream/

AM NACHMITTAG FINDEN AB 14:30 UHR FACHEXKURSIONEN UND FACHBESICHTIGUNGEN statt.

Am FREITAG, 12. JUNI wurden für die Besucher*innen NEUN ATTRAKTIVE RAHMENPROGRAMME in und um Leoben organisiert.

Mehr Informationen über den Österreichischen Städtebund und das detaillierte Programm des 75. Österreichischen Städtetages in Leoben finden Sie unter www.staedtebund.gv.at und www.staedtetag.at

DEN LIVESTREAM DER GESAMTEN VERANSTALTUNG UND VIDEOS ZUM NACHSCHAUEN finden Sie unter www.staedtetag.at/livestream

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Laufend aktuelle FOTOS (Copyright Städtebund/Markus Wache/Armin Russold) zum Download unter: www.picdrop.com/markuswache/Staedtetag_2026

(Forts.)

Elisabeth Hirt
Kommunikation Österreichischer Städtebund
Mobil: 0676 8118 89990
E-Mail: elisabeth.hirt@staedtebund.gv.at

Katharina Kunz, Österreichischer Städtebund
Tel.: 0676 8118 89983
E-Mail: katharina.kunz@staedtebund.gv.at

Kerstin Neukamp
Pressesprecherin Stadt Leoben
Mobil: 0676 844 062 373
E-Mail: kerstin.neukamp@leoben.at

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