SPÖ-Schieder/Stich: „Airbnb-ification“ stoppen!
SPÖ-Schieder/Stich: „Airbnb-ification“ stoppen!
Sozialdemokrat:innen bringen nationale Wohnpolitik nach Brüssel und debattieren über Kurzzeitvermietungen
Gestern hat Andreas Schieder, S&D-Wohnsprecher im EU-Parlament, eine Veranstaltung mit sozialdemokratischen EU-Abgeordneten und Wohnsprecher:innen der nationalen Parlamente aus der gesamten EU organisiert. Das Treffen brachte sozialdemokratische Kräfte zusammen, um sich über Perspektiven und Ideen zur Bewältigung der Wohnraumkrise auszutauschen. Ganz konkret debattierten die Abgeordneten heute über die Auswirkungen auf die nationalen Wohnungsmärkte und Sozialstandards durch Kurzzeitvermietungen. Für die SPÖ haben Andreas Schieder und Paul Stich teilgenommen. Andreas Schieder, sozialdemokratischer Wohnsprecher im Europäischen Parlament, während der der Debatte: „Knapper Wohnraum geht uns alle etwas an: Kurzzeitvermietungen an Tourist:innen über Airbnb, booking.com und Co. treiben die Wohnkosten in ganz Europa in die Höhe und vertreiben viele Bewohner:innen aus ihren Wohnungen und den Städten. Während Airbnb als harmloses Modell zur Untermiete von Privatwohnungen begann, ist die Plattform längst zum Sammelbecken für kommerzielle Miethaie geworden, die sich eine goldene Nase damit verdienen. Das verzerrt den Markt und lässt Mietpreise in die Höhe schießen. Um das künftig zu verhindern, braucht es endlich striktere und einheitliche Regulierungen in der gesamten EU. Gemeinsam mit den Abgeordneten aus den nationalen Parlamenten tauschen wir uns genau darüber aus. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem ,Affordable Housing Act‘, der Anfang Juli von der EU-Kommission präsentiert werden soll. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, dass die Regulierung von Kurzzeitvermietungen ein Schwerpunkt des geplanten Gesetzes wird und die Wucherpreise in vielen europäischen Städten damit endlich am Schopf gepackt werden.“ ****
Paul Stich, SPÖ-Wohnsprecher im Nationalrat, sagt: „Für uns gilt ein einfacher Grundsatz: Wohnraum ist zum Wohnen da, nicht zum Spekulieren. Quer durch Europa sehen wir: Dort, wo Kurzzeitvermietungen zunehmen, gehen die Preise für das Wohnen in die Höhe. Österreichische Städte und touristisch stark genutzte Gebiete dürfen nicht zu Museen werden, in denen Einheimische keinen leistbaren Wohnraum mehr finden, während sich andere mit Kurzzeitvermietungen eine goldene Nase verdienen. Darüber hinaus sind steigende Kurzzeitvermietungen eine Bedrohung für den sozialen Charakter von Wohnhäusern. Der Zusammenhalt geht durch ständig wechselnde Bewohner:innen verloren, stabile Hausgemeinschaften gehen verloren. Aus Nachbarschaft wird eine gesichtslose Anonymität. Wer für leistbare Wohnungspreise, Sicherheit und Zusammenhalt in der Gesellschaft eintritt, muss mit uns an einem Strang ziehen und für strengere Regeln für Airbnb & Co. eintreten”, so Stich. (Schluss) ls
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der SPÖ-Delegation im
Europaparlament
Lena Easthill
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