FPÖ – Kassegger/Hammerl: „Spotpreisrekord entlarvt neuerlich Hattmannsdorfers Billigstrom-Märchen“
FPÖ – Kassegger/Hammerl: „Spotpreisrekord entlarvt neuerlich Hattmannsdorfers Billigstrom-Märchen“
Dynamische Stromtarife sind kein Entlastungsmodell, sondern ein Risiko für Haushalte – FPÖ fordert Ende der Energie-PR und echten Systemwechsel für leistbaren Strom
Die heutige Stromauktion für den morgigen Tag hat einen neuerlichen Rekordwert für das Jahr 2026 geliefert. Während der Börsenstrompreis morgen gegen 18 Uhr noch bei rund 10 Cent pro Kilowattstunde liegt, steigt er am Abend bis 20:45 Uhr auf 46,371 Cent pro Kilowattstunde. Für die beiden freiheitlichen Energiesprecher NAbg. Axel Kassegger und NAbg. Paul Hammerl ist das „ein weiteres Alarmsignal für ein völlig verstelltes Energiesystem“.
„Was wir hier sehen, ist das Ergebnis der ideologiegetriebenen Energiepolitik. Zu gewissen Zeiten ist Strom in so großem Überfluss vorhanden, dass Kraftwerke dafür bezahlt werden müssen, dass sie ihre geplante Energieproduktion einstellen, während gleichzeitig andere Kraftwerke hoch gefördert nicht benötigten Strom liefern. In anderen Zeiten explodiert der Preis wiederum, weil immer weniger bandlastfähige Kraftwerke zur Verfügung stehen. Unser Energiesystem ist völlig aus dem Lot geraten. Die schwarz-rot-pinke Regierung verkauft den Bürgern genau dieses Risiko auch noch als Fortschritt“, kritisierten Kassegger und Hammerl.
„ÖVP-Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer hat sich Ende des vergangenen Jahres dafür abgefeiert, dass Energielieferanten künftig dynamische Tarife anbieten müssen, bei denen private Kunden direkt am hochvolatilen Börsepreis partizipieren. Das wurde von der Regierung als Billigstromerfolg verkauft. In Wahrheit werden die Haushalte damit immer stärker den Irrläufern eines völlig instabilen Spotmarkts ausgeliefert“, kritisierten Kassegger und Hammerl.
Bereits während der Energiekrise hätten Experten, Verbraucherschützer, E-Control und die Arbeiterkammer vor den Risiken solcher Verträge gewarnt. „Trotzdem war der Regierung offenbar nichts zu blöd, um ihre eigenen Möchtegernerfolge medial zu inszenieren. Jetzt zeigt sich aber die Realität ganz transparent. Wer Haushalten Spotpreisrisiken als Sparmodell verkauft, betreibt keine Energiepolitik, sondern gefährliche PR-Politik auf dem Rücken der Stromkunden“, erklärten Kassegger und Hammerl.
Ein direkter Preisvergleich zeige inzwischen klar, dass Spottarife im Jahr 2026 für viele Kunden deutlich teurer seien als klassische Fixpreistarife. „Nach den vorliegenden Berechnungen verursachten Spottarife heuer bereits um mehr als 25 Prozent höhere Stromkosten als Fixpreisangebote. Damit ist das hochgejubelte Billigstromgesetz wenige Wochen nach seinem Start tief gefallen. Die Versprechen der Bundesregierung sind wie Seifenblasen zerplatzt“, betonten Kassegger und Hammerl.
Die FPÖ fordert daher ein Ende der energiepolitischen Schönrednerei und einen echten Systemwechsel. „Österreich braucht keine neuen Tarifspielereien, sondern wieder ein funktionierendes Stromsystem. Dazu gehören der Ausbau verlässlicher Erzeugung wie Wasserkraft, die Abschaffung preistreibender CO2-Kosten, ein vernunftgeprägter Netzausbau ohne ideologische Ausbauziele für PV- und Windkraft und die Abkehr von der PR-Showpolitik hin zu mehr Fachexpertise, die sich an Physik und Ökonomie orientiert“, so die beiden FPÖ-Energiesprecher.
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