Mehr Mädchenfreundlichkeit an Österreichs HTLs

Mehr Mädchenfreundlichkeit an Österreichs HTLs

MINTality Stiftung, Industriellenvereinigung und 25 HTLs starten Initiative für mehr Mädchen in technischen Ausbildungen

WIEN, 23. JUNI 2026. MIT EINEM ÖSTERREICHWEIT EINZIGARTIGEN SCHULTERSCHLUSS SETZEN DIE MINTALITY STIFTUNG, DIE INDUSTRIELLENVEREINIGUNG (IV) UND 25 HÖHERE TECHNISCHE LEHRANSTALTEN (HTLS) EIN STARKES ZEICHEN FÜR MEHR MÄDCHEN IN TECHNISCHEN AUSBILDUNGEN. IM RAHMEN DER INITIATIVE M:NDSET HTL VERPFLICHTEN SICH DIE SCHULEN, KONKRETE MASSNAHMEN UMZUSETZEN, UM IHRE STANDORTE MÄDCHENFREUNDLICHER UND ATTRAKTIVER FÜR WEIBLICHE TALENTE ZU GESTALTEN. DAMIT BETEILIGT SICH BEREITS RUND EIN DRITTEL ALLER ÖSTERREICHISCHEN HTLS AN DIESEM LANGFRISTIGEN VERÄNDERUNGSPROZESS.

MEHR MÄDCHEN FÜR TECHNIK GEWINNEN

„WIR WISSEN, DASS MÄDCHEN GROSSES INTERESSE AN TECHNIK UND INNOVATION MITBRINGEN. ENTSCHEIDEND IST, OB SIE SICH ANGESPROCHEN UND WILLKOMMEN FÜHLEN. KOMPETENZ ALLEIN REICHT NICHT – WER SICH NICHT WILLKOMMEN FÜHLT, BLEIBT WEG. GENAU DAS WOLLEN UND MÜSSEN WIR ÄNDERN.“, sagt Dr. Therese Niss, Gründerin und Vorständin der MINTality Stiftung.

Der Handlungsbedarf ist daher groß: Mädchen sind an vielen HTLs weiterhin deutlich unterrepräsentiert, der Mädchenanteil liegt vielerorts unter 20 Prozent. Gleichzeitig ist die Abbruchquote unter Schülerinnen vergleichsweise hoch: Der Schwund ist um rund sechs Prozentpunkte höher als bei ihren männlichen Kollegen. Gleichzeitig fehlen der Wirtschaft technische Fachkräfte.

Die MINTality Stiftung engagiert sich seit mehreren Jahren dafür, Mädchen und junge Frauen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu begeistern und stereotype Rollenbilder aufzubrechen. Mit Projekten, Schulkooperationen und sichtbaren weiblichen Vorbildern begleitet die Stiftung Mädchen entlang ihres Bildungswegs und setzt sich für mehr Chancengerechtigkeit in technischen Ausbildungen ein.

EIN STARKES SIGNAL FÜR MEHR SICHTBARKEIT UND CHANCENGLEICHHEIT

Genau hier setzt M:ndset HTL an. Gemeinsam mit Schülerinnen wurden Maßnahmen entwickelt, die weibliche Vorbilder sichtbarer machen, geschlechtersensible Kommunikation stärken und Mädchen aktiv in Schulmarketing und Öffentlichkeitsarbeit einbinden. Gleichzeitig sollen Schulkultur und Lernumfeld so weiterentwickelt werden, dass sich Schülerinnen selbstverständlich willkommen fühlen und ihre Potenziale bestmöglich entfalten können.

Besonders sichtbar wurde dieses gemeinsame Bekenntnis zuletzt bei einer „HTL-Take-over-Aktion“ in WIEN, OBERÖSTERREICH, SALZBURG, NIEDERÖSTERREICH, TIROL UND DER STEIERMARK. Schülerinnen, Lehrkräfte und Schulleitungen traten dabei gemeinsam öffentlich für mehr Sichtbarkeit von Mädchen in technischen Ausbildungen ein. Für die beteiligten HTLs ist die Initiative ein klares Signal für einen Kulturwandel an technischen Schulen. „HTL UND MÄDCHEN! DAS PASST ZUSAMMEN. DARUM IST (AN DER HTL PONGAU) DIE WEITERENTWICKLUNG UNSERES STANDORTES ZUR WEIBLICHEREN HTL VON GROSSER BEDEUTUNG!“, so PROF. DI AXEL KRONEWITTER (DIREKTOR DER HTL SAALFELDEN – HTL PONGAU)

WIRTSCHAFT UND SCHULEN ZIEHEN AN EINEM STRANG

Neben den Schulen und der MINTality Stiftung sieht auch die Industriellenvereinigung in M:ndset HTL einen wichtigen Schritt für den Bildungs- und Wirtschaftsstandort Österreich.

“VIELFALT STÄRKT INNOVATIONSKRAFT UND WETTBEWERBSFÄHIGKEIT. WIR BRAUCHEN DESHALB MEHR MÄDCHEN UND FRAUEN IN MINT-AUSBILDUNGEN UND -BERUFEN. MIT UNSEREM ENGAGEMENT BEI M:INDSET HTL WOLLEN WIR MITHELFEN, IM TECHNIKBEREICH EIN UMFELD ZU SCHAFFEN, UM MÄDCHEN UND FRAUEN NICHT NUR FÜR ZUKUNFTSBEREICHE ZU BEGEISTERN, SONDERN SIE AUCH LANGFRISTIG DORT ZU HALTEN. IN DEN SCHULEN EBENSO WIE IN DEN UNTERNEHMEN“, bringt es der Präsident der Industriellenvereinigung Georg Knill auf den Punkt.

EIN LANGFRISTIGER KULTURENTWICKLUNGSPROZESS

Dass dieser Kulturwandel bereits begonnen hat, zeigen die engagierten Direktorinnen und Direktoren der teilnehmenden Schulen selbst. Mädchenstärkung ist kein Zusatzprojekt, sondern ein Qualitätsmerkmal moderner Bildung. Schulen, die Vielfalt aktiv gestalten, schaffen bessere Rahmenbedingungen für alle Schülerinnen und Schüler. „Die Welt der Technik darf nicht allein den Männern überlassen werden! Wir brauchen mehr feministische Männer!“, betont MAG. THOMAS ANGERER (DIREKTOR DER HTL WIEN WEST)

Alle Beteiligten verfolgen ein gemeinsames Ziel: den Anteil von Mädchen in technischen Ausbildungen nachhaltig zu erhöhen und damit auch die Innovationskraft Österreichs zu stärken. Denn die Technologien der Zukunft brauchen unterschiedliche Perspektiven und mehr junge Frauen, die diese Zukunft aktiv mitgestalten.

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Über die MINTality Stiftung

MINTality Stiftung
Anna Koschitz
Telefon: 06642201253
E-Mail: anna.koschitz@mintality.at

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