NEOS: Offene Debatte über weitere Pensionsreform darf kein Tabu sein

NEOS: Offene Debatte über weitere Pensionsreform darf kein Tabu sein

Gasser: „Auch in Österreich müssen wir offen und ideologiefrei über eine Anpassung des Antrittsalters an die Lebenserwartung sprechen.“

„Der deutsche Bundeskanzler hat heute angekündigt, die Vorschläge der Rentenkommission vollständig umzusetzen und damit einen wichtigen und notwendigen Schritt für die langfristige Absicherung des Sozialsystems zu setzen. Mit der Koppelung des gesetzlichen Rentenantrittsalters an die Lebenserwartung orientieren sich unsere Nachbarn nun am erfolgreichen Vorbild der Schweden und zeigen deutlich: Ein ‚Weiter-wie-bisher‘ ist angesichts der demografischen Entwicklung verantwortungslos“, betont NEOS-Sozialsprecher Johannes Gasser.

„In der Bundesregierung haben wir NEOS mit dem Nachhaltigkeitsmechanismus bereits wichtige Maßnahmen gesetzt, die unser System langfristig für kommende Generationen absichern. Es muss aber klar sein, dass es noch weitere Maßnahmen braucht und wir nicht die aktuellen Entwicklungen einfach ignorieren dürfen. Die deutsche Rentenreform sollten wir deshalb auch in Österreich zum Anlass nehmen, um jetzt offen, ehrlich und vor allem ideologiefrei über die Zukunft unseres Pensionssystems zu diskutieren“, sagt Gasser.

Immerhin fließe aktuell jeder vierte Euro aus dem Budget ins Pensionssystem und durch die steigende Alterung der Gesellschaft werde dieser Betrag in den kommenden Jahren noch weiter steigen. „Wer diese Entwicklung ignoriert, der riskiert, dass der finanzielle Spielraum für Entlastungen und Zukunftsinvestitionen in Bildung, Gesundheit, Infrastruktur und vieles mehr immer kleiner wird. Es muss klar sein, dass wir jetzt ehrlich und offen über die Frage des Pensionsantrittsalters diskutieren müssen. Die Menschen leben heute nicht nur länger, sondern bleiben auch länger gesund und arbeitsfähig. Deshalb sollte es kein Tabu sein, über eine Anpassung des Antrittsalters an die Lebenserwartung zu diskutieren. Wer das kategorisch ausschließt, verschließt die Augen vor den Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte.“

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