ORF-Niederösterreich brachte „Universum History“ zu Schülerinnen und Schülern aus ganz Niederösterreich

ORF-Niederösterreich brachte „Universum History“ zu Schülerinnen und Schülern aus ganz Niederösterreich

Wie wird aus einer historischen Idee eine spannende Fernsehdokumentation? Dieser Frage gingen Schüler:innen der Oberstufe aus ganz Niederösterreich im ORF-Landesstudio Niederösterreich nach. Im Rahmen von „Universum History on Tour – Wie Geschichte entsteht“ gewährte der ORF jungen Menschen am Freitag, dem 19. Juni 2026, einen exklusiven Blick hinter die Kulissen preisgekrönter ORF-Geschichtsdokumentationen.

Caroline Haidacher, Sendungsverantwortliche der ORF-Reihe „Universum History“, sowie Regisseurin und Drehbuchautorin Iris Fegerl, die zahlreiche historische Dokumentationen für ORF, ARTE und ZDF realisiert hat, zeigten gemeinsam, wie aus Recherche, Quellenarbeit und aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen international produzierte Hochglanz-Dokumentationen entstehen – und welche dramaturgischen, visuellen und ethischen Entscheidungen dabei getroffen werden.

Geschichte erzählen heißt Verantwortung übernehmen

„Geschichte ist nie neutral – jede Erzählung bedeutet Auswahl, Perspektive und Verantwortung“, betonte Caroline Haidacher im Gespräch mit den Jugendlichen. „Uns ist wichtig zu zeigen, wie viel Recherche, Diskussion und Abwägung hinter einer einzigen filmischen Entscheidung steckt. Genau das macht Qualitätsjournalismus aus. Und Geschichte wird dann spannend, wenn klar wird, was sie mit unserem heutigen Leben zu tun hat“, erklärte Haidacher weiters, „Ob Menschenrechte, Identität oder Rollenklischees – viele Fragen von heute haben tiefe historische Wurzeln.“

Vom historischen Stoff zur filmischen Umsetzung

Regisseurin Iris Fegerl gab Einblicke in den kreativen Prozess der Umsetzung: „Eine gute Geschichtsdokumentation entsteht nicht am Set, sondern lange davor – in der Recherche, in Gesprächen mit Historiker:innen und in der Frage, welche Geschichte wir heute erzählen wollen“, so Fegerl. „Gerade junge Menschen spüren sehr genau, ob ein Stoff für ihre Lebensrealität relevant ist oder nicht.“

Historische Themen mit Gegenwartsbezug

Anhand ausgewählter Ausschnitte aus „Universum History“-Produktionen wurde die Bandbreite historischer Erzählformen sichtbar. Präsentiert wurden u. a. „Die Mütter des Minotaurus – Kretas mächtige Frauen“, „Fluch des Mittelmeers“ sowie Ausschnitte der Reihe „Meilensteine queerer Geschichte“. Auch das einzigartige ORF-Multiplattform-Projekt für Instagram, ORF ON und ORF 1, „Das Wunderteam – Als Österreich Fußballgeschichte schrieb“, wurde diskutiert.

Medienkompetenz statt Frontalunterricht

Der Zugang von „Universum History on Tour“ ist bewusst unkonventionell: keine klassische Pädagogik, keine Belehrung, sondern Unterhaltung, direkte Ansprache und Offenheit. „Wir wollen nicht erklären, wie Geschichte ‚richtig‘ zu verstehen ist, sondern zeigen, wie sie entsteht“, sagte Iris Fegerl. „Dann können junge Menschen selbst kritisch hinterfragen – und genau das ist das Ziel.“

Geschichte für junge Menschen verständlich und relevant machen

„Dass Schülerinnen und Schüler aus ganz Niederösterreich bei uns im Landesstudio erleben konnten, wie eine ORF-Geschichtsdokumentation entsteht, zeigt, wie lebendig und relevant öffentlich-rechtlicher Rundfunk sein kann. Der ORF Niederösterreich nimmt damit seinen Bildungsauftrag wahr und macht Geschichte für junge Menschen verständlich und relevant“, so Landesdirektor Alexander Hofer nach der Veranstaltung.

Die ORF-Reihe „Universum History“ widmet sich seit 2013 jeden Freitag um 22.35 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON mit modernsten Filmtechniken und einem klaren Bezug zur Gegenwart den bedeutenden Wendepunkten der Menschheitsgeschichte.

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