Junge Industrie diskutiert in Brüssel über Generationengerechtigkeit und Europas Zukunftsfähigkeit
Junge Industrie diskutiert in Brüssel über Generationengerechtigkeit und Europas Zukunftsfähigkeit
Lunch Debate im Europäischen Parlament: Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftskompetenzen als Schlüssel für Wohlstand kommender Generationen
Im Rahmen ihrer Delegationsreise nach Brüssel lud die Junge Industrie gemeinsam mit der österreichischen Europaabgeordneten Sophia Kircher zu einer Lunch Debate im Europäischen Parlament zum Thema „INTERGENERATIONAL FAIRNESS“. Im Mittelpunkt der Diskussion standen die Auswirkungen des demografischen Wandels auf Europas Wettbewerbsfähigkeit sowie die Frage, wie politische Entscheidungen langfristig generationengerecht gestaltet werden können.
Europa steht angesichts einer alternden Bevölkerung und eines schrumpfenden Erwerbspersonenpotenzials vor tiefgreifenden Herausforderungen. Um auch künftig Wohlstand, Innovation und wirtschaftliche Stärke zu sichern, brauche es einen klaren Fokus auf zukunftsorientierte Rahmenbedingungen, Bildung und Wettbewerbsfähigkeit. „Generationengerechtigkeit bedeutet nicht, bestehenden Wohlstand zwischen den Generationen zu verteilen. Sie bedeutet, neuen Wohlstand zu schaffen. Dafür braucht Europa langfristiges Denken, wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen und den Mut, konsequent in Innovation, Bildung und Future Skills zu investieren“, betonte Eduard Fröschl, Bundesvorsitzender der Jungen Industrie.
Auch der Gastgeberin MEP Sophia Kircher liegt das Thema am Herzen: „Wir müssen Politik konsequenter aus der Perspektive künftiger Generationen denken. Hier ist vor allem die Strategie der EU-Kommission zur _Intergenerational Fairness_ und der geplante Youth Check wichtig. Gute europäische Politik muss schon vor dem Inkrafttreten überprüft werden, welche Folgen sie für junge Menschen hat, und zwar quer durch alle Politikfelder. Gleichzeitig ist es wichtig, die Generationen nicht gegeneinander auszuspielen. Vielmehr müssen wir die Grundlagen für eine erfolgreiche Zukunft schaffen, indem wir jungen Menschen durch die Entscheidungen von heute nicht den Gestaltungsspielraum von morgen nehmen“, so die Präsidentin der größten politischen Jugendorganisation Europas, YEPP.
Aus Sicht der Jungen Industrie müsse sich europäische Politik stärker an ihren langfristigen Auswirkungen orientieren. Dazu gehören umfassende Folgenabschätzungen während des gesamten Gesetzgebungsprozesses, ein verbindlicher Wettbewerbsfähigkeits-Check für wesentliche EU-Gesetzesvorhaben sowie ein konsequenter Abbau bürokratischer Belastungen. Nur so könne Europa seine Attraktivität als Innovations- und Wirtschaftsstandort nachhaltig stärken.
Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussion lag auf den Kompetenzen der Zukunft. Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels seien Investitionen in digitale Kompetenzen, künstliche Intelligenz, MINT-Ausbildung sowie unternehmerisches Denken entscheidend. Gleichzeitig müsse Europa attraktive Rahmenbedingungen schaffen, um Talente auszubilden, zu halten und internationale Fachkräfte anzuziehen.
Die Lunch Debate bot Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wirtschaft die Gelegenheit, konkrete Lösungsansätze für eine generationengerechte und wettbewerbsfähige Zukunft Europas zu diskutieren. Neben Gastgeberin EU-Abgeordneter Sophia Kircher nahmen auch die EU-Abgeordneten Andreas Schwab und Alexander Bernhuber an der Diskussion teil. Die Veranstaltung war Teil der Brüssel-Delegationsreise der Jungen Industrie.
Ein Foto von Sophia Kircher, Eduard Fröschl und Alexander Bernhuber bei der Lunch Debate im Europäischen Parlament finden Sie hier.
Junge Industrie
Franziska Sumberaz
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