Wiener Grüne fordern mehr Einsatz gegen Hitze in der Stadt
Wiener Grüne fordern mehr Einsatz gegen Hitze in der Stadt
Hitzepaket für mehr Abkühlung im Innen- und Außenbereich präsentiert
Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, Kreislaufversagen, Krankenhausaufenthalte und im schlimmsten Fall Todesfälle: Die Wiener Grünen befürchten durch die anhaltende Hitze in der Stadt eine massive Gefährdung der Gesundheit der Wiener*innen. Die nicht amtsführenden Stadträt*innen Judith Pühringer und Peter Kraus haben heute bei einer Pressekonferenz im Schatten eines Baumes im Rathauspark einen Plan gegen die Hitze in der Stadt präsentiert. Der rot-pinken Stadtregierung werfen die Grünen „ambitionsloses Agieren“ bei der Wirksamkeit der bisher erfolgten Abkühlungsmaßnahmen vor.
Das grüne Maßnahmenpaket umfasst die Kühlung von Innenräumen sowie die Abkühlung des öffentlichen Raumes. So soll etwa die Förderung für Außenjalousien erhöht und Fernkälte bei Neubauten und Gebäudesanierungen zum Standard werden. Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen sollen ebenso abgekühlt werden wie Kindergärten und Schulen. „Dass eine einfache Lösung wie das konsequent nächtliche Querlüften oder die Annahme von gespendeten Ventilatoren in Schulen wegen bürokratischer Hürden nicht möglich ist, kann niemand in der Stadt verstehen“, beklagte Pühringer.
Mehr Bäume im Straßenraum, mehr Geld für Klimaanpassung in den Bezirken – etwa von den Ausgleichsabgaben für Baumfällungen –, der Schutz der sogenannten Frischluftschneisen in der Stadt und der konsequente Einsatz von klimatisierten Fahrzeugen der Wiener Linien sollen die Hitzebelastung im öffentlichen Raum minimieren, fordern die Grünen. Außerdem seien rasche Maßnahmen zur Stabilisierung des Wasserhaushalts der Lobau notwendig, um diesen wichtigen Naturraum zu sichern.
Hitzeschutz sei aber auch eine soziale Frage. „Die Menschen in Wien sind nicht alle gleich von der Hitze betroffen. Die Stadtregierung muss vor allem jene schützen, die der Hitze am meisten ausgeliefert sind – Menschen mit geringerem Einkommen, Kinder, Jugendliche, ältere oder kranke Menschen. Die öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Spitäler, Öffis und auch dicht bebaute Gebiete, die sich stark aufheizen, müssen endlich klimafit werden“, verlangte Pühringer.
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