FMK: Smartphone im Urlaub – Die wichtigsten Tipps zu Notruf, Roaming und Sicherheit
FMK: Smartphone im Urlaub – Die wichtigsten Tipps zu Notruf, Roaming und Sicherheit
Bodyguard im Handgepäck / Smartphone wird zum wichtigen Reisebegleiter / Smartphone-Checkliste vor dem Urlaub
2026 wird ein starkes Reisejahr. Laut Ruefa-Reisekompass planen 90 % der Österreicher:innen, insgesamt rund 21 Tage im Urlaub zu verreisen. Viele zieht es dabei ins Ausland – Italien ist mit 32 % das beliebteste Reiseziel außerhalb Österreichs.
Neben dem Pass, der Zahnbürste, den wichtigsten Medikamenten und dem Kuschelpolster sollte im Handgepäck auch das Smartphone nicht fehlen. Denn es ist nicht nur Kamera, Navigationshilfe und Kommunikationsmittel, sondern vor allem ein wichtiger Sicherheitsfaktor.
WELCHE NOTRUFNUMMER GILT EUROPAWEIT?
Die europaweit einheitliche Notrufnummer lautet 112.
Der Euro-Notruf funktioniert:
* kostenlos
* ohne Vorwahl
* auch ohne Guthaben
* auch ohne aktiven Mobilfunkvertrag
Die Notrufnummer 112 gilt in allen EU-Mitgliedstaaten sowie unter anderem in Großbritannien, Norwegen, Island, Liechtenstein, der Schweiz, Monaco, der Ukraine, Serbien, Montenegro und Nordmazedonien.
KANN DAS SMARTPHONE INNERHALB DER EU OHNE ZUSATZKOSTEN GENUTZT WERDEN?
Ja, Dank der EU-Regelung „Roam like at Home“ können Reisende ihr Smartphone innerhalb der Europäischen Union grundsätzlich zu denselben Konditionen nutzen wie in Österreich.
Die Regelung gilt außerdem in:
* Island
* Liechtenstein
* Norwegen
* Moldau
* Ukraine
Voraussetzung ist ein vorübergehender Aufenthalt im Ausland.
Beim Grenzübertritt erhalten Kundinnen und Kunden automatisch eine SMS ihres Mobilfunkanbieters mit Informationen zu den geltenden Tarifen.
WORAUF SOLLTE MAN AUSSERHALB DER EU ACHTEN?
Außerhalb der Europäischen Union gelten unterschiedliche Roaming-Tarife.
Das FMK empfiehlt daher:
* vor Reiseantritt die Website des Mobilfunkanbieter zu besuchen – alle Informationen zum Roaming im Urlaubsland finden sich hier
* und bei Bedarf ein passendes Roaming-Paket, der Einfachheit halber, beim eigenen Netzbetreiber zu buchen
GIBT ES EINE KOSTENBEGRENZUNG BEIM ROAMING?
Ja, erreicht die Datennutzung ein Kostenlimit von 60 Euro, erfolgt automatisch eine Benachrichtigung per SMS.
Weitere Kosten entstehen erst nach ausdrücklicher Zustimmung der Kundin oder des Kunden.
VORSICHT AUF SCHIFFEN UND IN FLUGZEUGEN
Auf Schiffen und in Flugzeugen werden häufig spezielle Mobilfunknetze genutzt.
Dadurch können andere Tarife gelten als im Reiseland. In solchen Fällen greift die automatische EU-Kostenbegrenzung unter Umständen nicht.
Das FMK empfiehlt daher besondere Vorsicht bei der mobilen Datennutzung auf Fähren, Kreuzfahrtschiffen und während Flügen.
SOLLTE DIE MOBILBOX IM AUSLAND DEAKTIVIERT WERDEN?
Ja, insbesondere außerhalb der EU.
Das FMK empfiehlt, die Mobilbox vor Reiseantritt zu deaktivieren oder nur bei tatsächlichem Bedarf zu verwenden.
WAS IST BEI VERLUST ODER DIEBSTAHL DES SMARTPHONES ODER HANDYS ZU TUN?
Geht das Smartphone oder das Handy verloren oder wird es gestohlen, sollte unverzüglich der Mobilfunkanbieter kontaktiert werden, damit die SIM-Karte sofort gesperrt werden kann.
Wichtig: Die Sperrhotline des Mobilfunkanbieters sollte vor Reiseantritt separat notiert werden, denn die Speicherung im verlorenen Smartphone hilft dann nicht weiter…
WIE KANN DAS SMARTPHONE VOR MISSBRAUCH GESCHÜTZT WERDEN?
Das FMK empfiehlt folgende Sicherheitsmaßnahmen:
* Bildschirmsperre aktivieren
* SIM-PIN aktivieren
* Ortungsdienste einschalten
* Software aktuell halten
* wichtige Daten sichern
Diese Maßnahmen erschweren den unbefugten Zugriff und erleichtern das Wiederfinden eines verlorenen Geräts.
WARUM SOLLTEN KONTAKTE IM INTERNATIONALEN FORMAT GESPEICHERT WERDEN?
Im Ausland funktionieren Telefonnummern nur im internationalen Format.
Beispiel:
* aus der österreichischen Mobilfunknummer 06xx 1234567
* wird +43 6xx 1234567
Vor Reiseantritt sollten gespeicherte Kontakte überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.
SMARTPHONE-CHECKLISTE VOR DEM URLAUB
✓ Notrufnummer 112 kennen
✓ Roaming-Konditionen prüfen
✓ Gegebenenfalls Roaming-Paket beim eigenen Netzbetreiber buchen
✓ Mobilbox deaktivieren, wenn man im EU-Ausland unterwegs ist und darauf verzichten kann
✓ Sperrhotline des eigenen Mobilfunkbetreibers separat notieren
✓ Bildschirmsperre aktivieren
✓ SIM-PIN aktivieren
✓ Ortungsdienste einschalten
✓ Die wichtigsten Kontakte auf internationales Format umstellen
✓ Ladegerät checken – passen Spannung uns Stecker im Zielland?
✓ Individuelle Markierung auf der Schutzhülle vermeidet Verwechslungen – etwa wenn mehrere Geräte auf einem Tisch liegen
Forum Mobilkommunikation – FMK
Gregor Wagner, Pressesprecher
Telefon: Mobil: +43 664 619 25 12 Fix: +43 1 588 39 15
E-Mail: wagner@fmk.at
Website: https://www.fmk.at
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