vida zu KFG-Novelle: Höhere Gewichtsgrenzen für Lkw sind Schritt in die falsche Richtung
vida zu KFG-Novelle: Höhere Gewichtsgrenzen für Lkw sind Schritt in die falsche Richtung
Hebenstreit: Mehr Tonnen im Straßenverkehr bedeuten höhere Sicherheitsrisiken – Bundesregierung muss bezüglich häufigerer Schwerverkehrskontrollen die Initiative ergreifen
Kritisch reagiert die Gewerkschaft vida auf die heute im Verkehrsausschuss des Nationalrats beschlossene Novelle des Kraftfahrgesetzes (KFG), mit der unter anderem eine Anhebung der Gewichtsgrenzen für Lkw, insbesondere für Baustellenfahrten beschlossen wurde.
„Gewichtsgrenzen gibt es aus gutem Grund“, sagt Roman Hebenstreit, Vorsitzender der Gewerkschaft vida. Schon jetzt seien schon viel zu viele überladene Fahrzeuge und Schwerfahrzeuge auf Österreichs Straßen unterwegs, was anhand der Kontrollen durch die Behörden ersichtlich sei. „Das gefährdet nicht nur die Sicherheit der Beschäftigten im Transportsektor, sondern ebenso jene aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer“, warnt Hebenstreit.
„Wenn diesbezügliche Warnungen von Gewerkschaft und Experten bezüglich der Erhöhung der Gewichtsgrenzen schon in den Wind geschlagen wurden, dann fordern wir die Bundesregierung auf, zumindest bei der Erhöhung der Zahl der Schwerverkehrskontrollen die Initiative zu ergreifen“, so der vida-Vorsitzende. „Zusätzliche und schärfere Kontrollen sorgen für mehr Sicherheit auf Österreichs Straßen und schaffen so auch faire Wettbewerbsbedingungen für jene Unternehmen und Arbeitgeber, die sich an die Regeln halten“, betont Hebenstreit.
Die neue Regelung sieht vor, dass Fahrzeuge – ausgestattet mit einer Kippvorrichtung für die Ladefläche oder einem Ladekran –, mit denen Bau- und Aushubmaterialien, Arbeitsausrüstung und Baumaschinen innerhalb einer Entfernung von 75 Kilometern Luftlinie transportiert werden, im Rahmen der zulässigen Achslasten das Gesamtgewicht um das Eigengewicht der Kippvorrichtung oder des Ladekrans übersteigen dürfen.
FOLGENDE WERTE DÜRFEN DABEI JEDOCH NICHT ÜBERSCHRITTEN WERDEN:
Fahrzeuge mit zwei Achsen max. 20 Tonnen
Fahrzeuge mit drei Achsen max. 29 Tonnen
Fahrzeuge mit mehr als drei Achsen max. 37 Tonnen
Kraftwagen mit Anhänger max. 42 Tonnen
Sattelkraftfahrzeuge max. 42 Tonnen
Gewerkschaft vida/Öffentlichkeitsarbeit
Hansjörg Miethling
Telefon: +43 664 6145 733
E-Mail: hansjoerg.miethling@vida.at
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