FPÖ – Schütz: Hacker baut Ampeln, wo Straßen fehlen.

FPÖ – Schütz: Hacker baut Ampeln, wo Straßen fehlen.

Freiheitliche kritisieren Prioritätensetzung von Gesundheitsstadtrat in Bezug auf OP-Wartelisten.

„Mehr Transparenz im Gesundheitswesen ist grundsätzlich zu begrüßen. Niemand hat etwas dagegen, wenn Patientinnen und Patienten besser informiert werden. Doch Gesundheitsstadtrat Hacker setzt einmal mehr die falschen Prioritäten. Eine Online-Plattform für Operationstermine klingt zwar modern, löst aber kein einziges Problem. Sie droht vielmehr, den Menschen falsche Hoffnungen zu machen“, erklärt die Gesundheitssprecherin der Wiener FPÖ, LAbg. Angela Schütz, MA.

Erfahrungen aus anderen Bundesländern hätten bereits gezeigt, dass sich die Realität des Krankenhausbetriebs nicht seriös in einer einfachen Online-Warteliste darstellen ließe. Operationstermine hingen von einer Vielzahl medizinischer Faktoren ab, wie etwa von Vorerkrankungen und notwendigen Voruntersuchungen über die individuelle Dringlichkeit bis hin zur Verfügbarkeit spezialisierter Teams, Operationssäle und Intensivkapazitäten. Laufende Änderungen seien daher die Regel und nicht die Ausnahme.

„Um eine solche Plattform überhaupt aktuell und verlässlich zu halten, braucht es einen enormen personellen und organisatorischen Aufwand. Genau diese Ressourcen brauche es bei der Versorgung der Patientinnen und Patienten“, so Schütz.

Am Ende entstehe keine echte Transparenz, sondern nur der Eindruck von Scheintransparenz. Den Menschen werde suggeriert, ihre Wartezeit lasse sich online verlässlich nachvollziehen, obwohl sich Termine aus medizinischen Gründen laufend ändern können. „Das schafft am Ende mehr Frust als Klarheit.“ Die Freiheitlichen begrüßen Automatisierungs- und Digitalisierungschritte, „aber eine Liste ersetzt keine Behandlung. Im roten Wien investiert Gesundheitsstadtrat Hacker lieber in digitale Schaufensterprojekte, anstatt die eigentlichen Probleme anzugehen. Das ist, als würde man Ampeln aufstellen, wo die Straßen dafür noch fehlen“, kritisiert Schütz. „Die Wienerinnen und Wiener brauchen ausreichend Personal, mehr Operationskapazitäten und kürzere Wartezeiten. Denn von einer Online-Liste wird niemand auch nur einen Tag früher operiert“, schließt Schütz.

Klub der Wiener Freiheitlichen
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