Gemeinsame Ausstellung mit dem Haus der Bayerischen Geschichte
Gemeinsame Ausstellung mit dem Haus der Bayerischen Geschichte
Schau über Hitlers Jugend des St. Pöltner Hauses der Geschichte wird in Regensburg fortgesetzt
Noch bis 7. August 2027 ist die Ausstellung „Brennpunkt Bayern – Hitler und der Kampf um die Demokratie“ im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg zu sehen. Die Schau entstand in Kooperation mit dem Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich und stellt eine Fortsetzung der Ausstellung „Der junge Hitler. Prägende Jahre eines Diktators 1889–1914“ dar. Diese war 2020 in St. Pölten zu sehen und behandelte Hitlers Jugend im gesellschaftlichen Umfeld der Donaumonarchie. Das Haus der Bayerischen Geschichte führt die Erzählung nun mit einem Fokus auf Bayern und die frühen 1920er-Jahre fort.
Die Bayernausstellung 2026 beleuchtet die Frühphase des Nationalsozialismus und versucht zu erklären, warum gerade Bayern in den frühen zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts zum Sammelpunkt rechtsextremer Bewegungen wird. Wirtschaftliche Krisen, politische Gewalt sowie gesellschaftliche Umbrüche lassen die Menschen an der Demokratie zweifeln. Lösungen für die Herausforderungen werden hingegen in einfachen Antworten gesucht – dies begünstigt den politischen Aufstieg Adolf Hitlers.
Auf rund 500 Quadratmetern zeichnet die Ausstellung anhand von fünf Szenen nach, wie sich nach der Revolution von 1918/19 rechtsextreme Bewegungen ausbreiten und Hitler vom außenstehenden Beobachter zum zentralen Akteur wird. Im Mittelpunkt stehen Menschen und Kräfte, die die Demokratie bedrohen, aber auch solche, die sie verteidigen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Darstellung des Krisenjahres 1923: Hyperinflation und die Besetzung des Rheins durch französische Besatzungskräfte führen zu einer Radikalisierung der politischen Auseinandersetzungen. Im November des Jahres versuchen Hitler und seine Anhänger, in einem Putsch die Regierung in Bayern zu stürzen, und planen einen Vorstoß nach Berlin. Das Vorhaben misslingt, im anschließenden Prozess wird der Hochverrat der Putschisten von den Richtern aber erstaunlich milde bestraft – eine große Chance, Hitler zu stoppen, ist damit vertan.
„Die Geschichte des frühen Nationalsozialismus ist auch eine Geschichte von Netzwerken, die in ganz Mitteleuropa aktiv waren“, ergänzt Christian Rapp, wissenschaftlicher Leiter des Hauses der Geschichte Niederösterreich. „Deshalb halte ich unsere Kooperation mit dem Haus der Bayerischen Geschichte für so wichtig. Sie ermöglicht, Hitlers Aktivitäten und Verbündete auch über Bayern hinaus zu dokumentieren.“
Die objektreiche Ausstellung „Brennpunkt Bayern“ wirft den Blick hinter die Kulissen einer Epoche, deren Entwicklungen die deutsche Geschichte nachhaltig prägten. Sie versucht damit aber auch, die Demokratiebildung zu fördern und setzt ein deutliches Zeichen für Extremismusprävention.
Nähere Informationen bei Maren Sacherer, BA, Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation Museum Niederösterreich, E-Mail maren.sacherer@museumnoe.at, Handynummer +43 664 60 499 918, www.museumnoe.at.
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Mag. Ing. Johannes Seiter
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