Equal Pension Day 2026: Die Rechnung für ungleiche Chancen kommt im Alter
Equal Pension Day 2026: Die Rechnung für ungleiche Chancen kommt im Alter
1.050 Euro weniger Pension im Monat für Frauen: ABZ*AUSTRIA fordert mehr Transparenz und betriebliche Verantwortung
Am 9. August ist Equal Pension Day, also der Tag, ab dem Männer in Österreich bereits so viel Pension bezogen haben, wie Frauen erst bis Jahresende bekommen werden. Der Gap liegt bei 39,4 Prozent. Frauen erhalten mit durchschnittlich 1.614 Euro brutto um 1.050 Euro weniger Pension im Monat als Männer (2.664 Euro brutto). Zwar ist die Lücke gegenüber dem Vorjahr (39,7 Prozent) leicht gesunken, für echte Gleichstellung im Alter reicht das aber bei Weitem nicht.
„Hohe Teilzeitquoten, längere Erwerbsunterbrechungen durch Kinderbetreuung und Pflege sowie branchenspezifische Einkommensunterschiede wirken sich über das gesamte Erwerbsleben hinweg aus und schlagen sich am Ende direkt in der Pensionshöhe nieder. Die Folge ist ein deutlich höheres Armutsrisiko für Pensionistinnen in Österreich“, sagt Manuela Vollmann, Geschäftsführerin von ABZ*AUSTRIA.
TRANSPARENZ IST AUCH BETRIEBLICHE VERANTWORTUNG
Im Projekt TRAPEZ-Transparente Pensionszukunft wurde u.a. gemeinsam mit Betrieben eine praxisnahe Toolbox entwickelt, mit der Unternehmer*innen, Personalverantwortliche und Betriebsrät*innen ihre weiblichen Beschäftigten dabei unterstützen können, ihre Pensionsansprüche frühzeitig, etwa durch Sensibilisierung für die langfristigen finanziellen Folgen von Teilzeit und Karenz, zu sichern.
Für Vollmann ist damit klar, an welchen Hebeln jetzt angesetzt werden muss: „Was es braucht, ist das Bewusstsein, wann der Gender Pension Gap entsteht: Nämlich in der Zeit der Familiengründung. Transparenz herzustellen über die eigenen Pensionsansprüche, und zwar schon während des Erwerbslebens, nicht erst kurz vor der Pensionierung, hält sie für zentral. Gleichzeitig müssen Betriebe stärker in die Verantwortung genommen werden, wie es die TRAPEZ-Toolbox vormacht. Und langfristig führt kein Weg an einer gerechteren Aufteilung von Sorgearbeit und einem echten Ausbau der Kinderbetreuung vorbei, denn nur so schließt sich die Pensionslücke strukturell und nachhaltig“, erklärt Vollmann.
Initiiert wurde TRAPEZ – Transparente Pensionszukunft von der Sektion Frauen und Gleichstellung, kofinanziert durch das Programm der Europäischen Union für „Rechte, Gleichstellung und Unionsbürgerschaft“.
TRAPEZ sollte die geschlechtsspezifischen Unterschiede in den Alterspensionen vertieft analysieren, und Handlungsmöglichkeiten aufzeigen, diese zu verringern und die finanzielle Absicherung im Alter, besonders für Frauen, zu verbessern.
ÜBER ABZ*AUSTRIA
ABZ*AUSTRIA ist eine österreichische Non-Profit-Organisation, die sich seit über 30 Jahren für die Gleichstellung von Frauen am Arbeitsmarkt einsetzt. Mit Beratungs-, Bildungs- und Unterstützungsangeboten sowie Projekten wie TRAPEZ trägt ABZ*AUSTRIA dazu bei, die ökonomische Unabhängigkeit von Frauen über das gesamte Erwerbsleben hinweg bis in die Pension zu stärken. Die Vereins-Tochter ABZ*training&consulting gmbh berät und begleitet Unternehmen und Organisationen, die Gender-Mainstreaming-Strategien in ihre Strukturen und Prozessen integrieren wollen und Chancengleichheit und Diversity als Leitmotiv definieren.
ABZ*AUSTRIA
Mag.a Sabine Filzmair, MBA
Telefon: +43 699 166 70 383
E-Mail: sabine.filzmair@abz-austria.at
Website: https://www.abzaustria.at/de
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