LK Baden: Wissenstransfer zu minimalinvasiver Laser-OP bei Prostatavergrößerung
LK Baden: Wissenstransfer zu minimalinvasiver Laser-OP bei Prostatavergrößerung
LR Kasser: Der fachliche Austausch über Ländergrenzen hinweg stärkt die medizinische Zusammenarbeit und moderne Behandlungsmethoden
An der Abteilung für Urologie im Landesklinikum Baden-Mödling ersetzt eine moderne minimalinvasive Laseroperation bei sehr großen gutartigen Prostatavergrößerungen die offene Schnittoperation. Die dabei aufgebaute Expertise wird mittlerweile auch im Rahmen eines internationalen fachlichen Austausches an Kolleginnen und Kollegen weitergegeben.
Da die Laserenukleation eine spezielle Ausbildung mit einer entsprechende Lernkurve erfordert, spielt die Weitergabe praktischer Erfahrung eine wichtige Rolle. „Es freut mich sehr, dass die urologische Abteilung des Landesklinikums Baden sich in den vergangenen Jahren eine hohe Expertise auf dem Gebiet der Laseroperation erarbeitet hat. Genau diese Erfahrung wird nun auch an andere medizinische Fachkolleginnen und -kollegen weitergegeben. Das zeigt, mit welcher Expertise und internationaler Vernetzung in unseren Kliniken gearbeitet wird. Der fachliche Austausch über Ländergrenzen hinweg stärkt nicht nur die medizinische Zusammenarbeit, sondern trägt auch dazu bei, moderne Behandlungsmethoden zum Wohle der Patientinnen und Patienten weiterzuentwickeln“, so der für die NÖ Kliniken zuständige Landesrat Anton Kasser.
Die Urologie des Landesklinikums Baden-Mödling zählt zu den wenigen Abteilungen in Österreich, die bei gutartiger Prostatavergrößerung eine moderne minimalinvasive Laseroperation anbieten: die Thulium-Laser-Enukleation der Prostata (ThuLEP). Hierfür wird ein neuer moderner, leistungsstarken Thulium-YAG-Laser eingesetzt. Diese Operationsmethode kommt insbesondere bei sehr großen Prostatavergrößerungen zum Einsatz und ermöglicht betroffenen Patienten, wieder selbstständig Wasser zu lassen – auch dann, wenn sie zuvor auf einen Dauerkatheter angewiesen waren.
„Die Operationstechnik wurde vor mehr als vier Jahren am Standort Baden eingeführt und seither kontinuierlich weiterentwickelt. Bei sehr großer Prostata hat das minimalinvasive Verfahren die offene Schnittoperation mittlerweile vollständig ersetzt. Der Eingriff erfolgt dabei über die Harnröhre und kommt ohne Hautschnitt aus. Zudem verkürzt diese Methode die Wundheilungsphase und auch die Aufenthaltsdauer im Klinikum“, erklärt Urologe OA Priv. Doz. Dr. Stephan Seklehner.
Kürzlich hospitierten Urologen aus Šibenik, Kroatien, am Standort Baden. Dabei erhielten sie Einblicke in die Operationstechnik und konnten praktische Erfahrungen für die zukünftige Einführung der Methode an ihrem eigenen Klinikstandort sammeln.
„Der fachliche Austausch über Klinik- und Landesgrenzen hinweg ist ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Weiterentwicklung. Wenn spezialisiertes Wissen und praktische Erfahrung weitergegeben werden, profitieren davon langfristig vor allem die Patientinnen und Patienten“, betont Abteilungsvorstand Prim. Univ. Doz. Dr. Claus Riedl.
Weitere Informationen bei Gudrun Wittmann, BA, MSc, Landesklinikum Baden-Mödling, +43 (0) 676 858 55 31540, pressebn@noe-lga.at, pressemd@noe-lga.at
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