FPÖ – Schnedlitz: „Hackerzugriff auf AK-Mitgliederdaten verlangt sofortige Transparenz!“

FPÖ – Schnedlitz: „Hackerzugriff auf AK-Mitgliederdaten verlangt sofortige Transparenz!“

Nach dem Angriff auf die AK Oberösterreich ist die Zahl der Betroffenen unbekannt – Mitglieder brauchen Klarheit und wirksamen Schutz

Nach dem Hackerangriff auf die Arbeiterkammer Oberösterreich steht fest, dass sich die Angreifer Zugang zu Mitgliederdaten verschafft haben. Es steht auch fest, dass die Arbeiterkammer die Daten nicht ausreichend geschützt hat.

FPÖ-Generalsekretär und Heimatschutzsprecher NAbg. Michael Schnedlitz fordert umgehende und lückenlose Informationen: „Wer rund 650.000 Mitglieder betreut und sie nicht ausreichend schützt, obwohl er sich wesentlich aus verpflichtenden Beiträgen finanziert, trägt eine besonders hohe Verantwortung für deren Daten. Eine allgemeine Warnung vor falschen Nachrichten reicht nicht. Jedes Mitglied muss erfahren, welche Datenkategorien betroffen sein können, welche Risiken bestehen und wie es sich konkret schützen kann.“

Die Datenschutz-Grundverordnung sieht bei einem voraussichtlichen Risiko grundsätzlich eine unverzügliche Meldung an die Datenschutzbehörde, möglichst binnen 72 Stunden nach Bekanntwerden, vor. Bei einem voraussichtlich hohen Risiko sind auch die Betroffenen unverzüglich zu informieren. Ob und wann eine solche Meldung erfolgte und wie die AK das Risiko bewertet, ist bisher öffentlich nicht nachvollziehbar. „Die Kammer muss offenlegen, wann der Datenzugriff erkannt wurde, welche Behörden verständigt wurden und welche Schutzmaßnahmen bereits laufen. Transparenz ist hier kein Entgegenkommen, sondern Pflicht gegenüber den Mitgliedern“, so Schnedlitz. Er verlangt außerdem, dass die AK offenlegt, wie sie versucht hat, die Daten zu schützen, und wo man versagt hat. Schnedlitz weiter: „Welche Firmen waren mit dem Schutz beauftragt? Welche mit der Aufklärung? Wer hat versagt? Handelt es sich um Firmen aus dem Umfeld der AK, von Funktionären oder einer Partei – etwa der SPÖ? Wurde die beste Firma ausgewählt? All diese und weitere Fragen müssen umgehend transparent offengelegt werden!“

Wie konnte es überhaupt zu diesem Hackerangriff kommen?

Besonders gefährlich seien nun mögliche Phishing-Nachrichten per SMS, WhatsApp oder E-Mail. Die AK warnt selbst davor, dass derzeit weder Gewinnspiele noch Zahlungen angekündigt würden. „Niemand darf nach dem unbefugten Datenzugriff auch noch zum Opfer von Betrügern werden. Die AK muss ihre Mitglieder aktiv erreichen und darf die Verantwortung nicht auf eine Hotline abschieben“, betonte Schnedlitz, der auch eine Überprüfung auf Fahrlässigkeit hinsichtlich der Cybersicherheit einfordert.

Die FPÖ fordert eine sofortige öffentliche Chronologie des Angriffs und eine Darstellung, wie es zu diesem Angriff kommen konnte, die Offenlegung der betroffenen Datenkategorien und der Behördenmeldungen, eine unabhängige Sicherheitsprüfung sowie direkte Schutzinformationen an alle potenziell Betroffenen. „Pflichtbeiträge verpflichten zu höchster Datensicherheit. Jetzt braucht es Wahrheit, Schutz und nachvollziehbare Konsequenzen“, erklärte Schnedlitz abschließend.

Freiheitlicher Parlamentsklub
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