Stögmüller: Hände weg von Freiwilligem Sozialjahr und Umweltjahr

Stögmüller: Hände weg von Freiwilligem Sozialjahr und Umweltjahr

Grüne fordern Erhalt der Anerkennung als Zivildienstersatz – „Wer freiwilliges Engagement stärken will, darf es nicht gleichzeitig schlechterstellen“

„Für uns Grüne ist klar: Das Freiwillige Sozialjahr und das Freiwillige Umweltjahr müssen als anerkannter Zivildienstersatz erhalten bleiben. Junge Menschen, die sich freiwillig für den Dienst an unserer Gesellschaft entscheiden, verdienen Unterstützung und Anerkennung und keine neuen Hürden“, sagt der Wehrsprecher der Grünen, David Stögmüller, zu den laufenden Verhandlungen über die Zukunft des Zivildienstes.

Besonders das Freiwillige Sozialjahr (FSJ) sei eine wichtige Säule für den Sozialbereich. „Wir reden ständig darüber, wie wir mehr Menschen für Pflege und soziale Berufe gewinnen können. Das FSJ macht genau das: Junge Menschen erleben diese Arbeit unmittelbar und viele entscheiden sich danach dafür, im Sozial- oder Pflegebereich zu bleiben. Gerade für junge Männer ist es eine wichtige Möglichkeit, mit Berufsfeldern in Kontakt zu kommen, in denen Männer nach wie vor deutlich unterrepräsentiert sind“, sagt Stögmüller.

Auch das Freiwillige Umweltjahr müsse weiterhin als Zivildienstersatz anerkannt werden. „Ob im Sozialbereich oder im Umwelt- und Naturschutz: Wer sich freiwillig länger engagiert, übernimmt Verantwortung für unsere Gesellschaft. Es wäre völlig widersinnig, diese Bereitschaft im Zuge einer Reform weniger attraktiv zu machen.“

Stögmüller warnt davor, die Wehr- und Zivildienstreform für Verschlechterungen bei bestehenden Freiwilligendiensten zu nutzen: „Eine Reform darf nicht darin bestehen, eine Möglichkeit nach der anderen einzuschränken. Das FSJ und das Umweltjahr funktionieren, sie bringen junge Menschen ins freiwillige Engagement und sie sind bereits heute als Zivildienstersatz anerkannt. Das soll auch so bleiben. Und natürlich braucht es dort entsprechende Anpassung, die wir in den laufenden Gesprächen und in Abstimmung mit den Trägern in die Verhandlungen einbringen werden.“

„Wenn die Regierung für ihre Reform eine Zweidrittelmehrheit und damit unsere Zustimmung will, dann muss klar sein: Freiwilliges Engagement darf dabei nicht unter die Räder kommen. FSJ und Umweltjahr müssen erhalten und als Zivildienstersatz anerkannt bleiben“, hält Stögmüller fest.

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