AK Oberösterreich lehnt zusätzliche Gesundheitskosten für Patientinnen und Patienten ab
AK Oberösterreich lehnt zusätzliche Gesundheitskosten für Patientinnen und Patienten ab
SOGENANNTE „PATIENTENHOTELS“ SOLLEN IN ZUKUNFT DIE ÜBERNACHTUNGEN IM KRANKENHAUS NACH „KLEINEREN“ OPERATIONEN ERSETZEN. ZUMINDEST WENN ES NACH DEM SPRECHER DER ORDENSSPITÄLER OÖ GEHT. ZIEL SEI ES, KRANKENHÄUSER ZU ENTLASTEN, NEUE KAPAZITÄTEN ZU SCHAFFEN UND ZUGLEICH KOSTEN EINZUSPAREN. WAS SICH AUF DEN ERSTEN BLICK VORTEILHAFT ANHÖRT, KÖNNTE ALLERDINGS VERSCHLECHTERUNGEN UND FINANZIELLE BELASTUNGEN FÜR DIE BETROFFENEN MIT SICH BRINGEN. „Eine Verlagerung der Kosten auf die Patientinnen und Patienten lehnen wir ab. Es muss alles getan werden, um die Zufriedenheit mit dem Gesundheitssystem wieder zu steigern“, SAGT AK-PRÄSIDENT ANDREAS STANGL.
Immer mehr Menschen sind mit dem Zustand des Gesundheitssystems unzufrieden. Nur mehr 40 Prozent der befragten AK OÖ-Mitglieder sind mit den Spitälern in unserem Bundesland zufrieden, 23 Prozent können ihnen gar nichts Positives mehr abgewinnen. Besonders groß ist die Unzufriedenheit bei jenen, die das Gesundheitssystem am meisten benötigen oder über nur geringe finanzielle Mittel verfügen. So sind 38 Prozent jener Personen, deren Einkommen nicht ausreicht, mit den Spitälern unzufrieden, bei Menschen mit chronischen Erkrankungen beträgt dieser Anteil 29 Prozent.
Die Auswirkungen von Ideen wie „Patientenhotels“ sind klar: Leistungen werden zulasten der Versicherten aus dem Krankenhaus ausgelagert. Aber nicht alle Menschen werden sich diese Zusatzausgaben leisten können. Im Vorjahr haben die Österreicher:innen zusätzlich zu den Sozialversicherungsabgaben 24,4 Prozent der Gesundheitsausgaben selbst bezahlt. Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) hat zudem bereits Leistungen gestrichen, wie zum Beispiel Krankentransporte oder Zahnleistungen. „Es darf keine weiteren finanziellen Belastungen für Patientinnen und Patienten geben“, sagt AK-Präsident Andreas Stangl.
Unklar ist zudem, wie die nötige Qualität gewährleistet werden soll. Zu befürchten ist eine Gefährdung des Heilungsprozesses, wenn Patient:innen die oft nötige Betreuung nicht mehr im Krankenhaus erhalten.
„Es braucht eine gerechte, qualitative Gesundheitsversorgung für alle Menschen in Oberösterreich. Wartezeiten auf Leistungen der öffentlichen Gesundheitsversorgung müssen in allen Bereichen drastisch reduziert werden und es braucht faire und nachvollziehbare Terminvergaben bei OP-Terminen“, so AK-Präsident Andreas Stangl.
DIE AK OBERÖSTERREICH FORDERT DAHER:
* Keine weiteren Belastungen der Versicherten.
* Die Gesundheitslandesrätin soll gemeinsam mit den Spitalsträgern echte Lösungen erarbeiten, die für Patient:innen von Vorteil sind.
* Vorhandene Mittel aus der Reformpartnerschaft sollen für qualitative Verbesserungen verwendet werden, anstelle Patient:innen noch mehr zu belasten
Arbeiterkammer Oberösterreich
Isabell Falkner
Telefon: +43 (0)664/8237996
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