Pressl: Europas Zukunft entscheidet sich in unseren Gemeinden
Pressl: Europas Zukunft entscheidet sich in unseren Gemeinden
Kommunale Sommergespräche am 3. und 4. September in Bad Aussee – Gemeinden geben Heimat, schaffen Vertrauen und stärken Europas Demokratie
„Europas Zukunft entscheidet sich in unseren Gemeinden.“ Mit dieser Botschaft appelliert Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl zum Auftakt der Kommunalen Sommergespräche am 3. und 4. September in Bad Aussee an die Verantwortlichen in Europa, bei allen großen Weichenstellungen die Menschen und ihre Lebenswirklichkeit vor Ort nicht aus dem Blick zu verlieren. Sein Anliegen: „Wer Europa und seine kulturelle Vielfalt stärken will, muss die Gemeinden als Heimatanker und Lebenswelt der Menschen stärken.“
Zwei Tage lang verbinden die Sommergespräche europäische Zukunftsfragen mit kommunaler Praxis. Am Donnerstag stehen Infrastruktur, Energie und Investitionen im Mittelpunkt, unter anderem mit dem ehemaligen EU-Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso. Am Freitag diskutieren unter dem Motto „Europa lokal: Sicher. Stabil. Vernetzt.“ unter anderem Beate Meinl-Reisinger, Wolfgang Schüssel, Martin Kocher und Johannes Hahn über Europas Stabilität, Subsidiarität und die Zukunft der EU-Finanzen.
NÄHE STÄRKT DEMOKRATIE
Für Pressl liegt die besondere Stärke der Gemeinden in ihrer Nähe zu den Menschen. Bürgermeister und Gemeinderäte sind persönlich ansprechbar, müssen Entscheidungen erklären und erleben unmittelbar, wo Lösungen gebraucht werden. „In unseren Gemeinden hat Verantwortung ein Gesicht. Hier erleben Menschen, dass ihre Stimme zählt und sie etwas bewegen können. Diese Nähe schafft Vertrauen – und Vertrauen ist die tragende Säule unserer Demokratie“, betont Pressl. „Heimat ist deshalb kein Gegenentwurf zu Europa. Sie bedeutet Zugehörigkeit, Verlässlichkeit und gemeinsame Verantwortung. Die Heimatgemeinde ist ein kulturelles und demokratisches Fundament Europas.“
VERANTWORTUNG BRAUCHT HANDLUNGSSPIELRAUM
Damit Gemeinden diese Rolle erfüllen können, müssen sie aber auch eigenständig gestalten können: Kinderbetreuung sichern, Schulen sanieren, Wasserversorgung ausbauen und in die Zukunft investieren. Dafür fordert der Gemeindebund finanzielle Planungssicherheit und Entscheidungsspielraum vor Ort. „Nähe ohne Handlungsspielraum führt irgendwann zur Enttäuschung – bei den Bürgermeistern und den Bürgerinnen und Bürgern. Bürgermeister dürfen nicht nur die erste Adresse für Anliegen sein. Sie brauchen auch die Möglichkeit, Lösungen umzusetzen“, so Pressl. Konkret heißt das, im mehrjährigen Finanzrahmen der EU die Regionalförderung zu stärken und ganz generell die Subsidiarität in Europa auszubauen. „Was vor Ort besser entschieden und effizienter umgesetzt werden kann, muss vor Ort entschieden werden. Was wir nur gemeinsam bewältigen können, lösen wir im europäischen Verbund“, betont Pressl.
Die Kommunalen Sommergespräche versteht Pressl als kommunale Austauschplattform und Denkfabrik: „Wer Heimat gestaltet, darf am Ortsschild nicht aufhören zu denken. Wir bringen als Gemeindebund die Erfahrungen unserer Gemeinden zusammen und suchen gemeinsam Antworten auf die großen Zukunftsfragen. Unser Auftrag ist, dass Gemeinden für die Menschen Heimat sind und Zukunft gestalten können. Europa gibt den Horizont. Heimat gibt Halt. Gemeinden verbinden beides.“
Die Kommunalen Sommergespräche finden am 3. und 4. September 2026 im Kurhaus Bad Aussee statt. Beide Tage werden live übertragen.
Österreichischer Gemeindebund
Andreas Steiner, BA MA
Pressesprecher
Mobil: 0664/8238476 Tel.: 01/5121480-18
andreas.steiner@gemeindebund.gv.at
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