Premiere in Österreich: Gausium-Reinigungsroboter fährt autonom mit dem Schindler-Aufzug

Premiere in Österreich: Gausium-Reinigungsroboter fährt autonom mit dem Schindler-Aufzug

_In der Schule im Park in Bludenz übernimmt ein Reinigungsroboter erstmals in Österreich selbstständig den Etagenwechsel per Aufzug. Möglich macht das eine digitale Schnittstelle von Schindler Österreich, die den Roboter direkt mit der Aufzugssteuerung verbindet. So kann er den Schindler-Aufzug rufen, das gewünschte Stockwerk anwählen und seine Arbeit ohne menschliche Hilfe fortsetzen._

Der von der Stadt Bludenz finanzierte Reinigungsroboter des Herstellers Gausium übernimmt die Reinigung der Allgemeinflächen im historischen Schulgebäude und im Neubau. Bereitgestellt und für den Einsatz vor Ort integriert wurde der autonome Reinigungsroboter vom österreichischen Importeur Denzel Robotics gemeinsam mit einem seiner Vertriebspartner. Von den Schülerinnen und Schülern „Putzi“ getauft, arbeitet der Roboter selbstständig über alle sechs Stockwerke des Gebäudes – und nutzt dabei den Schindler-Aufzug für den autonomen Etagenwechsel.

„PUTZI“ ALS SELBSTVERSTÄNDLICHER HELFER IM SCHULALLTAG

In der Schule im Park ist die Innovation längst mehr als ein technisches Pilotprojekt: „Putzi ist mittlerweile fast wie ein neuer Mitschüler Teil unserer Schulfamilie. Die Schülerinnen und Schüler begegnen ihm im Alltag zwar nur selten, weil er vor allem abends unterwegs ist. Gleichzeitig macht er moderne Technik für sie erlebbar – und gerade mit unserem MINT-Schwerpunkt ist das ein schöner zusätzlicher Lernmoment“, sagt Schuldirektor Simon Hagen.

Besonders auf den weitläufigen Verkehrsflächen zeigt der Roboter, was er im Alltag leisten kann: „Unser Schulgebäude hat sehr große Gang- und Allgemeinflächen – genau dort kann Putzi seine Stärken ausspielen. Er übernimmt selbstständig die Reinigung dieser Flächen und fährt mit dem Lift durch das Gebäude. So entlastet uns moderne Technik dort, wo sie im Schulalltag am meisten bringt“, so Hagen.

Dabei bleibt die Aufgabenverteilung klar: „_Putzi ersetzt die tägliche Reinigung nicht, sondern ergänzt sie. Klassenräume, Bereiche unter Tischen oder große Glasflächen werden weiterhin von Menschen gereinigt. Der Roboter übernimmt die Aufgaben, für die er besonders gut geeignet ist, und wird so ganz selbstverständlich Teil des Schulalltags_“, sagt der Schuldirektor.

2.450 QUADRATMETER, SECHS STOCKWERKE, EIN AUTONOMER HELFER

Seinen Einsatz beginnt „Putzi“ planmäßig nach Unterrichtsende. Dann arbeitet er sich Stockwerk für Stockwerk durch das Gebäude mit rund 2.450 Quadratmetern Nutzfläche. Je nach Gegebenheiten reinigt er etwa 400 bis 700 Quadratmeter pro Stunde. Nach rund 4,5 Stunden Saugbetrieb muss er wieder geladen werden. Weil sein Arbeitsplan mehrere Etagen umfasst, nutzt er den Aufzug täglich.

Dabei navigiert der Roboter selbstständig und aktualisiert seine Umgebungskarte in Echtzeit. Mithilfe von Sensoren, dreidimensionaler Umgebungswahrnehmung und Deep Learning erkennt er Personen und Hindernisse, weicht ihnen aus und passt seine Route laufend an. Mit maximal 0,8 Metern pro Sekunde bewegt er sich so auch auf belebten Gängen sicher.

DIGITALE SCHNITTSTELLE STEUERT DEN ETAGENWECHSEL

Technisches Herzstück ist die cloudbasierte Kommunikation zwischen Roboter und Aufzug über Schindler CoLab: Der Roboter ist mit seiner Cloud verbunden, die ihrerseits Daten mit der Cloud des digital angebundenen Aufzugs austauscht. So erhält das System unter anderem Informationen darüber, ob gerade eine Fahrt stattfindet und wie viele Personen sich aktuell in der Aufzugskabine befinden. Der Roboter kann den Schindler-Aufzug dadurch selbstständig in seinen Arbeitsablauf einbeziehen, Fahrten anfordern und seine Reinigung auf der nächsten Etage fortsetzen.

DENZEL ROBOTICS: „ENTSCHEIDEND IST, DASS DIE TECHNOLOGIE IM ALLTAG FUNKTIONIERT“

„Bei der Implementierung autonomer Robotik geht es nicht nur um die technischen Möglichkeiten des Systems, sondern vor allem darum, diese sicher und zuverlässig in den konkreten Arbeitsalltag zu integrieren. In Bludenz sehen wir, wie Reinigungsrobotik auch in einem komplexen, mehrgeschossigen Gebäude selbstständig eingesetzt werden kann. Die Anbindung an den Aufzug ist dabei ein wichtiger Baustein, um den Einsatz über einzelne Bereiche hinaus zu ermöglichen“, sagt Ing. Mag. Jürgen Höller, CEO von Denzel Robotics.

EINSATZFELDER IN ÖFFENTLICHEN UND GEWERBLICHEN GEBÄUDEN

Die Integration ist auch für Hotels, Krankenhäuser, Büro- und Wohngebäude sowie andere mehrgeschoßige Immobilien relevant. Dort können Serviceroboter Reinigungs-, Transport- oder Logistikaufgaben über mehrere Etagen hinweg übernehmen. Softwareupdates halten die Schnittstelle technisch und sicherheitsbezogen auf dem aktuellen Stand.

SCHWABE-HÄDER: „DER AUFZUG ERÖFFNET NEUE HORIZONTE FÜR ROBOTERANWENDUNGEN“

„Der Bedarf an verlässlichen Roboteranbindungen im Gebäudebetrieb steigt. Die digitale Schnittstelle ermöglicht den durchgängigen Einsatz autonomer Systeme über mehrere Etagen – und eröffnet zukünftig zusätzliche Möglichkeiten. Dieses erste Projekt in Österreich zeigt, was bereits möglich ist, weitere Projekte sind bereits in der Umsetzung“, sagt Janine Schwabe-Häder, Geschäftsführerin von Schindler Österreich. „_Interesse sehen wir bei Schulen und der öffentlichen Hand, in Industrie und Produktion sowie im Gesundheitswesen. Auch für Wohn- und Bürogebäude führen wir Gespräche._“

ASIEN ZEIGT, WAS MORGEN STANDARD SEIN KÖNNTE

Schwabe-Häder rechnet damit, dass die Einbindung autonomer Systeme in hochwertigen Bauprojekten zunehmend zum Standard wird: „_Ein Blick nach Asien zeigt, wie selbstverständlich Serviceroboter dort bereits in Gebäuden unterwegs sind. Diese Entwicklung wird auch bei uns an Dynamik gewinnen. Entscheidend ist, Robotik, automatische Aufzugs-Türen und Aufzugssteuerung frühzeitig aufeinander abzustimmen_.“

Die Lösung ist nicht auf Neubauten beschränkt. „_Ist ein Aufzug digital angebunden und mit geeigneter Steuerung sowie automatischen Türen ausgestattet, lässt sich die Schnittstelle unkompliziert integrieren. Bei älteren Anlagen kann je nach Zustand und baulichen Gegebenheiten eine Teilmodernisierung nötig sein. Grundsätzlich ist die Lösung in Gebäuden jeden Alters realisierbar_“, so Schwabe-Häder abschließend.

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Geschäftsführer, Denzel Robotics GmbH
Ing. Mag. Jürgen Höller
Telefon: Tel. +43 664 80741 3208
Website: https://www.denzelrobotics.at

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