Zukunftsorientierte und nachhaltige Raumentwicklung: BMWKMS, BMIMI und BMLUK präsentieren Arbeitshilfe für die kommunale Planung

Zukunftsorientierte und nachhaltige Raumentwicklung: BMWKMS, BMIMI und BMLUK präsentieren Arbeitshilfe für die kommunale Planung

Praxisleitfaden schafft österreichweit einheitliche Qualitätsstandards – Präsentation bei Kommunalmesse und 4. Fachtagung zur Stärkung von Stadt- und Ortskernen in Zeltweg

Mit dem neuen Praxisleitfaden für integrierte räumliche Entwicklungskonzepte (IEK) liegt erstmals eine gemeinsam vom Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS), dem Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) sowie dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) entwickelte und ressortübergreifend abgestimmte Arbeitshilfe für die kommunale Planung vor. Der Leitfaden schafft österreichweit einheitliche Qualitätsstandards für integrierte Entwicklungsprozesse und verbessert die Abstimmung von Investitionen und Förderungen auf regionale Entwicklungsziele.

EINHEITLICHE QUALITÄTSSTANDARDS

Integrierte räumliche Entwicklungskonzepte bilden die Grundlage für eine zukunftsorientierte und nachhaltige Raumentwicklung. Sie ermöglichen es Städten, Gemeinden und Regionen, räumliche, wirtschaftliche, ökologische und soziale Herausforderungen gemeinsam zu betrachten, Entwicklungsziele strategisch festzulegen und öffentliche Mittel wirksam einzusetzen. Gleichzeitig stärken sie die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Akteurinnen sowie Akteuren und schaffen Transparenz bei kommunalen Entwicklungsprozessen.

Vizekanzler und Kulturminister Andreas Babler (BMWKMS): „Mit dem neuen Praxisleitfaden wird eine einheitliche Grundlage geschaffen, um Orts- und Stadtkerne zu stärken, Leerstände zu vermeiden und Investitionen dort einzusetzen, wo sie den größten Nutzen für die Menschen und ihre Gemeinden entfalten. Das ist ein wichtiger Schritt für eine nachhaltige Baukultur und eine zukunftsfähige Regionalentwicklung.“

Der Praxisleitfaden definiert erstmals österreichweit einheitliche Zielsetzungen und Mindeststandards für integrierte räumliche Entwicklungskonzepte. Als informelles Instrument der Raumentwicklung schafft das IEK einen qualitätssichernden Rahmen für strategische Entwicklungsprozesse und bildet zugleich die Schnittstelle zwischen Planung und Förderpolitik. Dadurch können Investitionen und Fördermaßnahmen auf EU-, Bundes- und Landesebene besser aufeinander abgestimmt, Doppelgleisigkeiten vermieden und öffentliche Mittel effizienter eingesetzt werden.

Bundesminister Peter Hanke (BMIMI): „Integrierte Entwicklungskonzepte sind ein wichtiger Hebel, um wirtschaftliche Dynamik mit ökologischer Resilienz und Innovationsräumen zu verknüpfen. Der Leitfaden bietet die nötigen Werkzeuge, um Synergien effizient zum Wohle unserer Städte und Gemeinden zu nutzen.“

GEMEINSAME STRATEGIE

Der Praxisleitfaden ist das Ergebnis der interministeriellen Arbeitsgruppe zur Stärkung von Orts- und Stadtkernen und knüpft unmittelbar an zentrale Zielsetzungen des Regierungsprogramms 2025–2029 an. Dazu zählen unter anderem die Belebung von Ortskernen, die qualitätsvolle Innenentwicklung, der sparsame Umgang mit Boden, die bessere Koordinierung von Förderungen sowie die enge Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Gemeinden.

Bundesminister Norbert Totschnig (BMLUK): „Lebendige Orts- und Stadtkerne sind Orte der Begegnung und der Identifikation. Wo Wohnen, Arbeiten, Versorgung, Bildung, Kultur und Freizeit in kurzen Wegen zusammenspielen, entsteht eine starke Gemeinschaft. Integrierte Entwicklungsplanung bündelt vorhandene Stärken, setzt neue Impulse und sichert Lebensqualität nachhaltig.“

Im Rahmen der weiteren Zusammenarbeit werden die beteiligten Ressorts bestehende Förderprogramme schrittweise weiterentwickeln und noch besser aufeinander abstimmen. Ziel ist es, öffentliche Mittel wirksamer einzusetzen, Förderzugänge zu vereinfachen und integrierte Entwicklungsansätze weiter zu stärken. Der Praxisleitfaden bildet dafür die gemeinsame fachliche Grundlage.

ÖFFENTLICHE PRÄSENTATION

Der Leitfaden wird sowohl bei der Kommunalmesse am 1. und 2. Oktober in Salzburg präsentiert als auch bei der 4. Fachtagung zur Stärkung von Stadt- und Ortskernen, die am 6. und 7. Oktober 2026 in Zeltweg (Steiermark) stattfindet. Über die zuständigen Interessenvertretungen wird die Arbeitshilfe allen Gemeinden sowie weiteren relevanten Stakeholderinnen und Stakeholdern zur Verfügung gestellt.

Hier der Link zum Praxisleitfaden: https://www.bmwkms.gv.at/themen/kunst-und-kultur/sparten/architektur-baukultur/baukultur/publikationen.html#iek-integrierte-raeumliche-entwicklungskonzepte-01115-1

Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS
)
Sektion IV – Kunst und Kultur
Abteilung Architektur, Baukultur, Denkmalschutz und UNESCO Welterbe
iv4@bmwkms.gv.at

Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI)
Abteilung III/3 – Energie- und Umwelttechnologien
iii3@bmimi.gv.at

Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und
Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK)
Abteilung III/7 – Innovation, Lokale Entwicklung und Zusammenarbeit
abt-37@bmluk.gv.at

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