Begeistern, sichtbar machen, vernetzen: „Women Wanted“ – Frauen gesucht

Begeistern, sichtbar machen, vernetzen: „Women Wanted“ – Frauen gesucht

WKÖ-Fachverband der Versicherungsmakler setzt weiter auf mehr Sichtbarkeit, starke Vorbilder und neue Karriereperspektiven für Frauen in der Versicherungsvermittlung

Mit dem Kamingespräch „Women Wanted – Frauen für die Branche gesucht“, das im Rahmen des Expert:innentreffens 2026 stattgefunden hat, stellt der Fachverband der Versicherungsmakler in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) einmal mehr die Frage in den Mittelpunkt, wie mehr Frauen für die Versicherungsvermittlung gewonnen, erfolgreiche Unternehmerinnen sichtbarer gemacht und weibliche Perspektiven in Wirtschaft und Interessenvertretung gestärkt werden können. Zwar prägen Frauen schon jetzt die Versicherungswirtschaft in Österreich in zahlreichen Funktionen. Mit seiner Initiative „Women Wanted“ möchte der Fachverband der Versicherungsmakler erfolgreiche Unternehmerinnen und weibliche Führungspersönlichkeiten sichtbarer machen, neue Karriereperspektiven aufzeigen und mehr Frauen für die Versicherungsvermittlung begeistern.

_SICHTBARKEIT SCHAFFT CHANCEN_

Den Auftakt der Diskussion machte Katharina Freingruber, Obfrau der Fachgruppe der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten Burgenland, Leiterin des Arbeitskreises „Women Wanted“ und erste Frau an der Spitze einer Fachgruppe der österreichischen Versicherungsmakler. Sie schilderte ihren eigenen Karriereweg und machte deutlich, dass vielen jungen Menschen die vielfältigen Möglichkeiten des Berufs der Versicherungsmaklerin noch immer zu wenig bekannt sind.

„Sichtbarkeit ist eine Grundvoraussetzung für Veränderung. Wenn Frauen erfolgreiche Unternehmerinnen und Funktionärinnen sehen, entsteht ein realistischeres Bild der Möglichkeiten, die unsere Branche bietet. Women Wanted soll Frauen ermutigen, Verantwortung zu übernehmen und die Zukunft unserer Berufsgruppe aktiv mitzugestalten“, betonte Freingruber. Mit Initiativen wie „Versicherungsmakler:in macht Schule“ wolle man deshalb frühzeitig Einblicke in ein Berufsbild geben, das Beratungskompetenz, Unternehmertum und persönliche Begleitung von Menschen miteinander verbindet.

_WEGBEGLEITERINNEN IN ENTSCHEIDENDEN LEBENSMOMENTEN_

Eine branchenübergreifende Perspektive brachte Doris Zoder-Spalek, Geschäftsführerin der mobilen Kinderkrankenpflege (MOKI) Burgenland und „Burgenländerin des Jahres 2026“, in die Diskussion ein. Sie berichtete über ihren persönlichen Weg in Führungsverantwortung und darüber, welche Bedeutung Vorbilder, Zutrauen und Netzwerke für berufliche Entwicklung haben.

Dabei zeigte sich eine überraschende Gemeinsamkeit zwischen der mobilen Kinderkrankenpflege und der Tätigkeit von Versicherungsmakler:innen: Beide Berufsgruppen begleiten Menschen in besonders wichtigen Lebensphasen und sind oft in den schönsten, aber auch in den schwierigsten Momenten des Lebens an ihrer Seite. „Frauen müssen nicht perfekt sein, um Verantwortung zu übernehmen. Oft braucht es vor allem den Mut, Chancen wahrzunehmen, die eigene Kompetenz sichtbar zu machen und Unterstützung im Netzwerk anzunehmen. Role Models können dabei eine wichtige Orientierung bieten“, so Zoder-Spalek.

_FRAUENFÖRDERUNG IST EINE GEMEINSAME AUFGABE_

Die europäische Perspektive brachte Roger van der Linden, Vorsitzender des Brokers Committee des europäischen Interessenvertretungsverbands BIPAR und Präsident des niederländischen Vermittlerverbands Adfiz, in die Diskussion ein. Er machte deutlich, dass die Gewinnung von Frauen für die Versicherungsvermittlung nicht nur Österreich, sondern die gesamte europäische Branche beschäftigt.

Van der Linden verwies darauf, dass gute Versicherungsberatung weit mehr bedeute als die Vermittlung von Produkten. Im Mittelpunkt stünden Vertrauen, Zuhören und das Verständnis für die Lebenssituation der Kund:innen. Gerade deshalb könne es sich die Branche nicht leisten, auf die Kompetenzen und Perspektiven qualifizierter Frauen zu verzichten. „Mehr Diversität stärkt Unternehmen, Berufsvertretungen und letztlich auch die Qualität der Beratung. Frauenförderung ist keine Aufgabe von Frauen allein. Es braucht ebenso die Unterstützung von Unternehmen, Verbänden und männlichen Führungskräften, um Chancen zu eröffnen und Talente sichtbar zu machen“, erklärte van der Linden.

_ZUKUNFT GEMEINSAM GESTALTEN_

In der abschließenden Diskussion standen die Fragen im Mittelpunkt, wie mehr Frauen für die Versicherungsvermittlung begeistert werden können und welche Rolle Vorbilder, Netzwerke und persönliche Ermutigung auf diesem Weg spielen. Einigkeit bestand darüber, dass die Förderung von Frauen keine Aufgabe einzelner Akteur:innen ist, sondern ein gemeinsames Anliegen von Unternehmen, Interessenvertretungen und bestehenden Führungskräften.

Christoph Berghammer, Obmann des WKÖ-Fachverbandes der Versicherungsmakler, betonte abschließend: „‘Women Wanted‘ ist kein einmaliges Projekt, sondern ein langfristiges Bekenntnis des Fachverbandes. Unser Ziel ist es, Frauen sichtbar zu machen, sie zu vernetzen und für die vielfältigen Chancen der Versicherungsvermittlung zu begeistern.“

Fotos der Veranstaltung, die bei korrekter Angabe des Fotocredits Sabine Klimpt | Lichtblick KG honorarfrei zur Verwendung zur Verfügung stehen, gibt es über folgenden Link: WKO Women Wanted (PWK429/JHR)

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