Disoski/Grüne zum 4. Todestag von Jina Mahsa Amini: „Frau, Leben, Freiheit lässt sich nicht zum Schweigen bringen“

Disoski/Grüne zum 4. Todestag von Jina Mahsa Amini: „Frau, Leben, Freiheit lässt sich nicht zum Schweigen bringen“

Anlässlich des vierten Todestages von Jina Mahsa Amini erinnert Meri Disoski, außen- und europapolitische Sprecherin der Grünen und Vorsitzende der bilateralen parlamentarischen Gruppe Österreich–Iran, an die 22-jährige Kurdin, deren Tod in iranischem Polizeigewahrsam im September 2022 die Protestbewegung „Frau, Leben, Freiheit“ auslöste.

„Vier Jahre nach dem Tod von Jina Mahsa Amini herrscht das iranische Regime weiterhin mit brutaler Härte und Terror gegen die eigene Bevölkerung. Menschen werden verfolgt, willkürlich inhaftiert, gefoltert und hingerichtet, weil sie Freiheit und grundlegende Rechte einfordern. Frauen und Mädchen werden weiterhin systematisch entrechtet. Bei der Niederschlagung der Proteste im Jänner hat das Regime Tausende Menschen massakriert. Und trotzdem ist der Ruf nach ‚Frau, Leben, Freiheit‘ nicht verstummt. Menschen leisten weiterhin Widerstand und riskieren dafür ihre Freiheit und ihr Leben“, sagt Disoski.

Gleichzeitig leben die Menschen im Iran seit Monaten mit den Folgen des Krieges und der US-israelischen Angriffe auf ihr Land. „Sie sind damit einer doppelten Gewalt ausgesetzt: der Repression und dem Terror des eigenen Regimes und den Angriffen von außen. Die Menschen im Iran dürfen weder vom eigenen Regime unterdrückt noch von außen zum Spielball geopolitischer Interessen gemacht werden“, meint Disoski.

Das Regime setzt Hinrichtungen gezielt als Instrument politischer Repression ein. Laut Human Rights Watch wurden allein zwischen 18. März und Ende August mindestens 59 Menschen aufgrund politisch motivierter Vorwürfe hingerichtet. Mindestens 29 von ihnen waren im Zusammenhang mit den Protesten von Dezember 2025 und Jänner 2026 festgenommen worden. Mehrere waren erst 18 oder 19 Jahre alt.

Auch aktuell droht politischen Gefangenen die Vollstreckung ihrer Todesurteile: „Die Hinrichtungen müssen unverzüglich aufhören. Österreich und Europa müssen den Druck auf das iranische Regime aufrechterhalten und sich gleichzeitig mit aller diplomatischen Kraft für ein Ende des Krieges einsetzen. Denn es sind die Menschen im Iran, die den höchsten Preis zahlen: für den Terror ihres eigenen Regimes und für einen Krieg, den sie nicht begonnen haben. Vier Jahre nach Jina Mahsa Aminis Tod gilt unsere Solidarität ihnen – den Frauen, den politischen Gefangenen und all jenen, die trotz brutalster Repression weiter für Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung kämpfen. Jin, Jiyan, Azadî – Frau, Leben, Freiheit“, hält Disoski fest.

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