FPÖ- Schütz/Frühmesser zu Wiener Frauenpreis: Alltagsheldinnen hätten eine eigenständige Würdigung verdient

FPÖ- Schütz/Frühmesser zu Wiener Frauenpreis: Alltagsheldinnen hätten eine eigenständige Würdigung verdient

Frauenpolitik und Frauenrechte müssen als eigenständige Anliegen sichtbar bleiben

Anlässlich der Verleihung des 25. Wiener Frauenpreises üben die Obfrau der Freiheitlichen Frauen LAbg. Angela Schütz und die Frauensprecherin der Wiener FPÖ LAbg. Lisa Frühmesser-Götschober Kritik an der Entscheidung, den „femchor“ in der Kategorie „Alltagsheldin“ auszuzeichnen. „In unserer Stadt gibt es unzählige Frauen, die jeden Tag Außergewöhnliches leisten, ohne dafür auf einer Bühne zu stehen: Frauen, die Angehörige pflegen, Kinder erziehen, Familie und Beruf unter einen Hut bringen, sich ehrenamtlich engagieren, Nachbarschaftshilfe leisten oder unter schwierigen Bedingungen für ihre wirtschaftliche Selbstständigkeit kämpfen. Für uns sind das die wirklichen Alltagsheldinnen unserer Stadt.“

Der ausgezeichnete femchor versteht sich selbst nicht als klassischer Frauenchor, sondern als feministischer Chor, der für Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nicht-binäre, trans und agender Personen offensteht. Schütz und Frühmesser-Götschober betonen, dass die Kritik nicht gegen die Mitglieder oder deren Engagement gerichtet sei: „Jede Initiative darf selbstverständlich für ihre Anliegen eintreten. Die entscheidende Frage ist aber, welchen Schwerpunkt die Stadt bei einem ausdrücklich als Wiener Frauenpreis bezeichneten Preis setzt.“

Frauenpolitik muss als eigenständiges Politikfeld erkennbar bleiben und darf nicht in einer allgemeinen Identitäts- und Diversitätspolitik aufgehen. Denn Frauen stehen vor ganz konkrete Herausforderungen – von wirtschaftlicher Abhängigkeit und Altersarmut über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bis hin zu Gewalt und Fragen der persönlichen Sicherheit. „Frauen sichtbar zu machen darf nicht nur ein Motto für einen Festakt sein. Wir hätten uns gerade zum 25. Jubiläum des Wiener Frauenpreises ein deutliches Zeichen für jene Frauen gewünscht, deren unbezahlte Arbeit, Pflege, Kindererziehung, beruflicher Einsatz und ehrenamtliches Engagement unsere Gesellschaft Tag für Tag tragen“, schließen die Freiheitlichen.

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