Tierschützer:innen fordern Konsequenzen für Horrorstall
Tierschützer:innen fordern Konsequenzen für Horrorstall
50 Personen schließen sich trotz Regenwetters VGT-Demomarsch bis vor die BH St. Pölten an
Trotz angeblich engmaschiger Kontrollen in den vergangenen drei Jahren deckte der VGT Ende August zum bereits vierten Mal horrende Zustände in einem Mastbetrieb mit Ziegen, Schafen und Rindern im Bezirk St. Pölten-Land auf. Heute zogen 50 Tierschützer:innen gemeinsam durch die niederösterreichische Landeshauptstadt, um ihrer Empörung Ausdruck zu verleihen. Das Ziel des Protestzugs ist die Bezirkshauptmannschaft, die primär für die behördlichen Kontrollen und die Aufarbeitung von Tierleid-Anzeigen im Bezirk verantwortlich ist. David Richter, VGT-Campaigner, führt den Protest an: „Die Menschen haben es satt, dass Tierquälerei in Österreich als Kavaliersdelikt behandelt wird. Selbst wiederholte, schwerste Missstände ziehen kaum Konsequenzen nach sich. Die Betriebe laufen einfach weiter, die Tiere leiden. Das muss sich ändern!“
IMMER DIESELBEN MISSSTÄNDE IM BETRIEB
Im Tierquälerei-Gerichtsverfahren im Jahr 2023 gegen den damaligen Betreiber attestierten ein Gutachten und Aussagen von BH-Vertreter:innen vor Gericht eine „positive Prognose“ für den Skandal- Betrieb. Die Aufdeckungen durch den VGT von 2022, 2023 und 2026 zeichnen ein völlig anderes Bild: Gülle-Seen in den Rinderbuchten, magere, kränkliche Schafe und Ziegen, sterbende, bewegungsunfähige Tiere. Verbesserungen sind nicht zu erkennen, die seit Jahren bekannten Missstände halten an.
VGT
David Richter
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