Gaby Schwarz: Persönliche Freiheit endet dort, wo ich andere gefährde

Gaby Schwarz: Persönliche Freiheit endet dort, wo ich andere gefährde

Dringender Impfappell und scharfe Worte gegen die FPÖ von ÖVP-Gesundheitssprecherin in der Debatte zum Dringlichen Antrag

Wien (OTS) – Mit einem dringenden Impfappell und scharfen Worten gegen die Haltung der FPÖ konterte ÖVP-Gesundheitssprecherin Abg. Gaby Schwarz heute, Dienstag, dem Dringlichen Antrag der Freiheitlichen im Nationalrat. Besonders der dritte Stich sei wichtig bei der Bekämpfung der Pandemie, „aber auch alle noch nicht Geimpften mögen bitte das niederschwellige Angebot annehmen. Denn nur gemeinsam schaffen wir es, die Pandemie zu bewältigen. Wir respektieren Persönlichkeits- und Freiheitsrechte, aber wir haben auch ein Grundrecht auf Gesundheit. Meine persönliche Freiheit endet nach meinem Verständnis dort, wo ich andere gefährde“, so Schwarz weiter.

Das, was die FPÖ in den letzten Wochen verbreite, sei destruktiv und bedenklich, verwies Schwarz auf die Aussage von FPÖ-Chef Kickl, dass er sich eine individuell abgestimmte medikamentöse Behandlung für sich und alle Covid-Erkrankten wünsche. „Glauben Sie allen Ernstes, dass Ärzte dies nicht tun und nicht auf die Gesundheit der Menschen achten oder nicht jene Medikamente verschreiben, die sie benötigen?“

Bei dem Antimilben- und Wurmmittel für Pferde und Kühe, das die FPÖ neben Bitterstoffen empfohlen habe, gebe es laut den „Oberösterreichischen Nachrichten“ bereits Vergiftungserscheinungen bei Personen. Es sei in der Konzentration, die verwendet werden müsste, laut dem Gesundheitsminister toxisch, also giftig.

„Wirklich letztklassig sei zudem die Gleichsetzung der 3G-Regel am Arbeitsplatz mit einer in einer Pressekonferenz der FPÖ so bezeichneten Impfvergewaltigung“, so Schwarz weiter. Dieser Vergewaltigungsvergleich sei grausam und nicht zu tolerieren. „Es ist das gute Recht der Opposition zu kritisieren“, aber sie halte allen Fraktionen außer der FPÖ zu Gute, dass sie trotzdem konstruktiv dazu beigetragen hätten, die Pandemie zu bekämpfen.

Das Nationale Impfgremium werde sich nach einer Freigabe durch die Europäische Arzneimittelbehörde sicher zeitnah zur Impfung für Kinder äußern, hofft Schwarz, dass viele Eltern diesen Schutz für ihre Kinder zwischen fünf und elf Jahren mit Umsicht annehmen.

Abschließend formulierte die Gesundheitssprecher erneut die Bitte:
„Passen Sie bitte auf sich, aber auch auf die Menschen in Ihrer Umgebung auf, das geht am besten mit der Impfung. Seien Sie solidarisch. Solidarität ist keine Einbahnstraße, und Demokratie besteht nicht nur aus Rechten, sondern auch aus Pflichten. Denn nur gemeinsam ist die Pandemie zu bewältigen.“ (Schluss)

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