ORF III am Freitag: Fünfteiliger Haneke-Schwerpunkt zum 80. Geburtstag des Ausnahmeregisseurs

ORF III am Freitag: Fünfteiliger Haneke-Schwerpunkt zum 80. Geburtstag des Ausnahmeregisseurs

Filmquartett mit u. a. „Caché“ und „Die Klavierspielerin“, weiters „André Hellers Menschenkinder: Michael Haneke“

Wien (OTS) – ORF III Kultur und Information würdigt am Freitag, dem 25. März 2022, den international hoch geschätzten österreichischen Filmemacher Michael Haneke mit einem fünfteiligen Programmabend zum 80. Geburtstag.

Im Hauptabend steht das Psychodrama „Caché“ (20.15 Uhr) aus dem Jahr 2005 auf dem Programm. In den Hauptrollen glänzen Daniel Auteuil und Juliette Binoche. Georges Laurent (Auteuil) moderiert im französischen Fernsehen eine anspruchsvolle Literatursendung. Auch im Familienleben mit seiner Frau Anne (Binoche) und seinem zwölfjährigen Sohn Pierrot (Lester Makedonsky) scheint alles bestens zu laufen – bis die Laurents eines Tages ein mysteriöses Videoband auf ihrer Türschwelle finden.

Anschließend um 22.10 Uhr ist der Jubilar zu Gast in einer Folge von „André Hellers Menschenkinder“ aus dem Jahr 2015. Im Gespräch mit Heller erzählt der Künstler von Kollegen, die ihm imponieren, über das schwierige Dasein von Schauspielern und seine eigenen akribischen Drehvorbereitungen. Außerdem teilt er seine Gedanken zu Alter und Tod.

Den Filmschwerpunkt setzt ORF III um 23.20 Uhr mit Michael Hanekes 2001 entstandener Literaturverfilmung „Die Klavierspielerin“ nach dem gleichnamigen Roman von Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek fort. Isabelle Huppert spielt die Titelrolle in dieser Geschichte einer Klavierlehrerin, die mit ihrer tyrannischen Mutter (Annie Girardot) in einer hermetisch abgeschotteten Welt von Hassliebe und Abhängigkeit lebt, bis dieser Zustand sie in Voyeurismus und masochistische Selbstverletzung treibt.

Anschließend ist Isabelle Huppert im Generationen-Drama „Happy End“ (1.30 Uhr) aus dem Jahr 2017 zu sehen, in dem sie zum zweiten Mal nach dem Haneke-Oscar-Erfolg „Amour“ mit Jean-Louis Trintignant ein Vater-Tochter-Paar bildet. Michael Hanekes Version einer schwarzen Komödie avanciert zur Momentaufnahme einer bürgerlichen europäischen Familie und zu einem abgründigen Gesellschaftsporträt.

Den Abschluss des Haneke-Schwerpunkts macht das 1997 produzierte „Funny Games“ (3.15 Uhr) mit Ulrich Mühe, Susanne Lothar, Frank Giering und Arno Frisch.

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