Österreich will afghanischen FIFA-Schiedsrichter abschieben
Österreich will afghanischen FIFA-Schiedsrichter abschieben
Obwohl Ibrahim Rasool gerade in Kroatien massive Polizeigewalt erfahren hat, soll er ausgerechnet dorthin wieder abgeschoben werden.
Seit sechs Jahren – so lange, wie seine Flucht andauert – steht der afghanische FIFA-Schiedsrichter Ibrahim Rasool im Abseits. Es ist die menschliche Tragödie eines international angesehenen Schiedsrichters: Zuerst musste er vor den Taliban fliehen, weil er mit amerikanischen Universitäten zusammenarbeitete und sich für afghanische Fußballspieler:innen einsetzte, die Opfer sexuellen Missbrauchs durch Verbandsfunktionäre wurden. Nach einer Odyssee – inklusive ein Jahr Aufenthalt in Moria – schaffte er es 2021 bis nach Bosnien, wo er an der EU-Außengrenze immer wieder von kroatischen Grenzpolizist:innen schwer misshandelt und nach Bosnien zurückgeschlagen wurde. Nun soll er laut Entscheidung des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl genau dorthin zurückgeschoben werden, wo er diese Gewalterfahrungen machen musste.
Anfragen zu Interviews mit Ibrahim Rasool:
Petar Rosandić, 06607390819
team@sos-balkanroute.at
Fragen zum Verfahren / Interviews mit dem rechtlichen Vertreter Norbert Kittenberger:
01/5813539, norbert.kittenberger@immigrationlaw.at
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