VP-Keri/Olischar ad Linie 18: Verlängerung unverständlich und unnötig

VP-Keri/Olischar ad Linie 18: Verlängerung unverständlich und unnötig

Geheimniskrämerei verhindert wieder einmal eine konstruktive Verkehrsplanung

Wien (OTS) – „Es ist unverständlich, warum um 87 Millionen Euro eine Straßenbahn auf einer Strecke gebaut wird, die man mit Leichtigkeit nachhaltig und durch Intervallverdichtung des bestehenden Busses mit mehr Fassungsvermögen konzipieren kann“, so die Bezirksparteiobfrau der Volkspartei Leopoldstadt, Gemeinderätin Sabine Keri, in einer ersten Reaktion nach Bekanntwerden der Pläne, die Straßenbahnlinie 18 in die Leopoldstadt zu verlängern.

„Wieso wird die funktionierende Buslinie 77A durch einen Straßenbauneubau ersetzt? Wenn es ökologische Bedenken gibt, könnten die Busse auf E-Modelle umgestellt werden. Wenn es um das Fassungsvermögen geht, können die Intervalle verkürzt werden“, so Keri und weist auf die Vorteile einer Busstrecke, wie das Umlenken der Busse bei Veranstaltungen, hin. Auch stellt der Gleiskörper eine zusätzliche Gefahrenquelle für Fahrradfahrer und Hobbysportler und -innen, die die Hauptallee täglich nutzen, dar: „Die Gleise werden die Prater Hauptallee queren, ein ganz wichtiges Naherholungsgebiet für die Wienerinnen und Wiener. Zum Beispiel lernen Kinder in der Hauptallee Radfahren. Auch müssen für den Gleiskörper Bäume gefällt werden. Ein Eingriff in das Naherholungsgebiet, den ich entschieden ablehne.“

Auch die künftige Straßenbahn-Route sei für die Fahrgäste nicht so attraktiv wie die bestehende Bus-Route. Keri führt auch die Bedenken der Bewohnerinnen und Bewohner der Kleingartensiedlung Wasserwiese an: „Die Lärmentwicklung neben einer Straßenbahn ist eine andere als neben einer Busstrecke. Außerdem wurden die Bewohnerinnen und Bewohner der Wasserwiese in die Planungen weder eingebunden noch zeitgerecht informiert.“

Ebenso wenig Anklang finden die heute veröffentlichten Pläne über die Verlängerung der Straßenbahnlinie 18 bei der Verkehrssprecherin der Wiener Volkspartei Gemeinderätin Elisabeth Olischar. „Die Verlängerung wurde weder diskutiert noch wurden die Oppositionsparteien vorab informiert. Diese Geheimniskrämerei der Stadtregierung verhindert eine konstruktive Verkehrsplanung im Sinne der Anrainerinnen und Anrainer“, so Olischar. „Statt Straßenbahnlinien innerstädtisch ohne Not zu verlängern, sollte die Stadt endlich den wirklich notwendigen und schon oft versprochenen Ausbau der Straßenbahnen über die Stadtgrenzen hinaus in Angriff nehmen. Nur mit attraktiven Alternativen kann der Umstieg vom Auto in das Öffi-Netz gelingen“, so Olischar abschließend.

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